Klassisches Zeitfresser-Beispiel: Rafinha vom FC Bayern wird gefoult, die Partie  unterbrochen, doch die Uhr läuft weiter
Klassisches Zeitfresser-Beispiel: Rafinha vom FC Bayern wird gefoult, die Partie unterbrochen, doch die Uhr läuft weiter © Getty Images
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Die UEFA hat in einer Studie ermittelt, wie lange im Durchschnitt in einer Partie der Champions League der Ball rollt und wie lange einzelne Unterbrechungen dauern.

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Dass ein Fußballspiel 90 Minuten dauert, ist eine festgeschriebene Regel. Doch die wirkliche Netto-Spielzeit weicht deutlich davon ab.

Eine Studie der UEFA hat nun untersucht, wie hoch diese bei Champions-League-Spielen ist, und wie viel Zeit verschiedene Aktionen während einer Partie kosten. Dazu wurden alle bisherigen Partien der Königsklasse ausgewertet.

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Bei einer durchschnittlichen Spielzeit von 94 Minuten und 47 Sekunden in der Champions League beträgt die reine Spielzeit demnach lediglich 61:06 Minuten im Schnitt.

Über 30 Minuten ruht der Ball

Pro Partie kommt also eine Unterbrechungszeit von 33 Minuten und 41 Sekunden hinzu. In einem Drittel der Spielzeit rollt also der Ball nicht.

Den größten Anteil an Spielunterbrechungen machen Foulspiele aus. Sie nehmen im Schnitt 8:51 Minuten pro Partie von der Uhr. Gefolgt von knapp über sieben Minuten für die Ausführung von Einwürfen. 5:46 Minuten kosten Abstöße der Torhüter und knapp vier Minuten pro Partie nehmen Eckstöße in Anspruch. 

Spielerwechsel kosten kaum Zeit

Überraschenderweise bringen Spielerwechsel - die gefühlte Zeitspieloption Nummer eins gerade gegen Ende einer Begegnung - nur 2:57 Minuten pro Partie.   

Auch zur Dauer des Eingriffs des Videoassistenten hat der Verband bereits Zahlenmaterial vorliegen, obwohl dieser in der Königsklasse erst jetzt im Achtelfinale eingeführt wird. So kostet der Videoreferee in nationalen Ligen im Schnitt 35 Sekunden der Spielzeit. Muss der Unparteiische einer Partie noch in die Review-Area, kommen weitere 68 Sekunden dazu.

"Etwas über anderthalb Minuten ist wenig und bedeutet viel für den Fußball, aber wir arbeiten daran, dass es noch weniger wird", erklärte UEFA-Chefschiedsrichter Roberto Rosetti.