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Bei Schalkes Niederlage gegen ManCity lassen sich die Knappen am Ende in Überzahl auskontern. Entsprechend geknickt sind die Akteure der Königsblauen.

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Beim 2:3 zwischen Schalke 04 und Manchester City ging es vor allem vor der Pause turbulent zu. Nach frühem Rückstand profitierten die Knappen vom in der Champions League neu eingeführten Videobeweis und drehten dank zwei Elfmetern den Spieß um.

Am Ende gaben die Knappen eine Führung trotz Überzahl ab. Vor dem Achtelfinal-Rückspiel stehen sie nun vor einer Mammutaufgabe.

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Domenico Tedesco: "Ich denke, dass heute mehr drin war. Der Spielverlauf hatte ein Stück weit für uns gesprochen. In der ein oder anderen Situation hatten wir das Quäntchen Glück, um den Spielverlauf so zu gestalten, wie er dann war - mit zwei Elfmetern und der Roten Karte. Gegen Ende hat die Frische im Kopf und die Cleverness in der ein oder anderen Situation gefehlt, um heute mehr rauszuholen. Wir hatten die große Chance mit Steven Skrzybski. Wenn er da noch einen Haken macht, ist die Situation noch gefährlicher. Unabhängig davon, ob wir dann noch aufs dritte Tor gehen, hat sich nicht viel großartig geändert. ManCity hatte in der Spieleröffnung und im Spielaufbau die gleiche Anzahl an Spieler wie im elf gegen elf. Dementsprechend haben wir versucht, ein bisschen höher zu pressen. Wir hatten gute Ballbesitzphasen und haben den Ball dann unnötig verloren.

... zum dritten Gegentor: "Es ist bekannt, dass Ederson den Ball vom eigenen Tor bis zum gegnerischen Tor spielen kann. Da ist es wichtig, dass du tief stehst. Sterling ist ein cleverer Spieler und setzt seinen Körper gut ein. Wir müssen da früher fallen, dann kommt es überhaupt nicht zu dieser Situation. Das war aber definitiv kein Foul sondern ein reguläres Tor".​

... zu Fährmanns Rolle beim dritten Tor: "Das war schwierig zu sehen aus meiner Perspektive. Wenn du im eins gegen eins gegen so einen Spieler bist, dann schiebt er ihn vielleicht auch in die kurze Ecke. Wir müssen das davor klären."

... zum ersten Gegentor: "Wir gehen unmittelbar nach dem Spiel nicht ins Detail, sondern lassen die Spieler erstmal in Ruhe. Das analysieren wir morgen. Grundsätzlich ist es gut, es spielerisch zu lösen. Es passiert, das kommt im Fußball vor. 

... zu den Verletzten: "Ohne Alibis zu suchen, aber wenn Weston McKennie nicht auf dem Platz steht, ist es für uns ein anderes Spiel. Vor allem, wenn wir auf solche Tugenden setzen wie heute und zweite Bälle gewinnen wollen und zwar Ballbesitzphasen haben, aber erstmal die Balleroberung wichtiger ist. Das ist so ein bisschen das Spiegelbild der Saison. Wir haben unzählige Verletzungen und Spieler, die aufgrund dessen ausgewechselt werden müssen. Das ist nicht einfach. Auch die Art der Gegentore ist eine Art Sinnbild. Aber das macht uns stärker und muss uns stärker machen. Wenn wir die Phase überstehen, haben wir glaube ich alles erlebt."

Daniel Caligiuri: "Das ist sehr bitter, der Stachel sitzt tief. Am Anfang waren wir ein bisschen unsicher, aber nach dem 1:1 waren wir besser im Spiel. Dass Leroy den so reinhaut, hat sehr geschmerzt. Wenn man ein Mann mehr ist, muss man den Ball in den eigenen Reihen halten, da müssen wir das 3:1 machen. Wir wollten nicht untergehen, das ist uns gut gelungen. Die Fans haben gesehen, dass wir auch mit den ganz Großen mithalten können. Es tut mir wahnsinnig leid für die Fans."

Pep Guardiola: "Das Ergebnis ist sehr gut. Drei Tore in einem Auswärtsspiel sind in diesem Wettbewerb sehr gut. Wir haben zwei Elfmeter gegen uns bekommen und eine Rote Karte, deswegen sind wir noch nicht bereit, in diesem Wettbewerb auch die letzte Phase zu erreichen. Das müssen wir verbessern. Wir haben sehr gut gespielt und hatten die Kontrolle. Ich freue mich, dass wir uns in der zweiten Halbzeit emotional im Griff hatten. Deutsche Mannschaften sind sehr gut im Konterspiel. Am Ende hat die Qualität von Leroy und Sterling den Unterschied ausgemacht."

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... zum Handelfmeter: "Ja, das war ein Handspiel und ein Elfmeter. Auch der zweite Elfmeter und die Rote Karte waren berechtigt."

... zur Schwächephase von City: "Wie viele Schüsse hatte Schalke denn? Wir haben das gut gemacht. Wir haben alles gegeben."

... zum Freistoß von Leroy Sane: "Das war unglaublich. Er trainiert sehr gut und übt solche Situationen immer." 

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Leroy Sane: "Es war ein schwieriges Spiel, der Trainer hatte schon gesagt, dass es schwer wird. Ich weiß, wie die Fans die Mannschaft nach vorne pushen. Bei den beiden Elfern agieren wir nicht gut. Schalke hatte dann Selbstvertrauen, aber wir wussten, dass wir unsere Chancen kriegen und meistens auch nutzen. Am Anfang haben wir nicht so schnell gespielt und nicht die Räume gefunden, wie wir uns das vorgestellt haben. Schalke ist sehr gut gestanden und hat uns fast keine Torchance ermöglicht."

... ob er enttäuscht war, nicht in der Startelf zu stehen: "Na klar, besonders hier, wo für mich alles angefangen hat. Ich habe gehofft, dass ich noch reinkomme und meine Einsatzzeit bekomme, das hat dann natürlich auch geklappt." 

... zu seinem Freistoßtor: "Ich trainiere seit knapp zwei Jahren Freistöße, seitdem ich bei City bin. Die Ecke war dann frei. Für einen Linksfuß ist das dann ein bisschen einfacher. Das ist das, was ich im Training probiere. Jetzt hatte ich Glück, dass er reingegangen ist." 

... ob ihm der Treffer leid tue: "Jubeln konnte ich nicht so richtig. Ich freue mich für meine Mannschaft, aber gegen meine alte Liebe so ein Tor zu erzielen..."

... zur Schalker Leistung: "Wir wurden davor gewarnt, dass Schalke kein einfacher Gegner ist, auch wenn sie in der Bundesliga nicht in der besten Situation sind. Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird. Sie haben gute Spieler und einen sehr guten Trainer, der die Mannschaft immer sehr gut einstellt. Das hat man auch heute gesehen. Wir haben die Räume nicht gefunden. Sie haben uns das Spiel sehr schwer gemacht, deswegen muss man auf jeden Fall 'Respekt' sagen." 

... zu seiner Rückkehr auf Schalke: "Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich war sehr froh darüber und habe mich bei der Auslosung darauf gefreut. Ich habe sogar auf Schalke gewettet, das stimmt. Der Wunsch ist für mich in Erfüllung gegangen. (...) Es war sehr emotional für mich, in die alte Heimat zurückzukommen. Dort, wo alles begonnen hat. Wieder hier im Stadion spielen zu dürfen, vor diesen Fans, das war eine klasse Atmosphäre. In der ersten Halbzeit hatte ich Gänsehaut, als die Zuschauer Schalke nach vorne gepeitscht haben."