Lesedauer: 2 Minuten

München - FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß bereut seine herbe Kritik an Juan Bernat, geschadet hat sie dem Spanier nicht: Bei PSG legt er nun Höchstleistungen hin.

Anzeige

Uli Hoeneß hat sich mittlerweile entschuldigt für seinen Ausbruch auf der schon jetzt legendären PK der Bosse des FC Bayern München.

Doch seine herben Worte über den von seinem Klub abservierten Juan Bernat hallen noch immer nach - wirken sie doch im Nachhinein wie der Startschuss für den sportlichen Durchbruch des Spaniers bei Paris Saint-Germain.

Anzeige

"Nach eher zögerlichen Einsätzen im PSG-Trikot hat er sich auf dem Feld immer mehr zu einer festen Größe entwickelt", schrieb Le Parisien nach dem 2:1-Erfolg des französischen Meisters über den FC Liverpool.

Zwar habe er mit der Offensive um Mohamed Salah so seine Anpassungsprobleme gehabt, "aber seine Schnelligkeit und seine Technik wirkten für den Rest Wunder".

Juan Bernat trifft für PSG - schon wieder

Und vor allem traf er schon wieder.

Nach einem Querschläger von Virgil van Dijk reagierte der Linksverteidiger blitzschnell und vollende leicht abgefälscht zur frühen Pariser Führung (13.).

"Das Tor von Bernat brachte den Parc des Princes zum Explodieren", schrieb RMC Sport.

Schon beim 1:1 gegen den SSC Neapel hatte der 25-Jährige, der im Sommer für fünf Millionen Euro von den Bayern kam, mit seinem Premierentreffer das Team von Thomas Tuchel in Führung gebracht. Nun gelang ihm schon sein zweites Tor, im erst fünften Einsatz für PSG in der Königsklasse. Die gleiche Torausbeute hat er auch in den vier Jahren im Trikot des FC Bayern vorzuweisen. In 25 CL-Spielen.

Uli Hoeneß tut es mittlerweile leid

Bayern-Boss Hoeneß hatte auf der denkwürdigen Pressekonferenz am 19. Oktober kein gutes Haar an Bernat gelassen.

"Als wir in Sevilla gespielt haben, war Juan Bernat fast alleine dafür verantwortlich, dass wir aus der Champions League beinahe ausgeschieden sind. Da wurde entschieden, dass er verkauft wird", hatte Hoeneß über die Leistung des spanischen Nationalspielers im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League im vergangenen April geschimpft.

Später erkannte er, dass er zu weit gegangen war: "Es hat mir sehr leid getan, Juan Bernat beleidigt zu haben, seine Spielweise in einem Spiel. Das würde ich so nicht mehr machen", erklärte Hoeneß Anfang November.

Bernat hatte die harsche Kritik damals stilvoll an sich abperlen lassen: "Ja, ich habe davon gehört, aber ich habe darüber nichts zu sagen. Mir wurde schon als Kind beigebracht, dankbar zu sein."

Das sind sie jetzt auch in Paris. Dankbar, dass sich diese fünf Millionen Euro bereits ausgezahlt haben.