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Julian Nagelsmann möchte mit Hoffenheim den ersten Sieg in der Champions League - und das gegen Manchester City. Dazu muss der TSG-Coach das Rätsel Pep Guardiola lösen.

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Julian Nagelsmann möchte das "Rätsel" Pep Guardiola zwar unbedingt lösen - doch Restzweifel bleiben. "Es ist nicht einfach, die Dinge herauszufiltern, die man seiner Mannschaft mitgibt, weil er ganz verschiedene Dinge macht", sagte der Trainer der TSG Hoffenheim vor dem Strategenduell mit dem Teammanager von Manchester City: "Ich weiß nicht, ob es von Vorteil ist, ihn gut zu kennen. Denn dann weiß man, dass er viele Dinge sehr gut oder sogar am besten macht."

Trotz seiner Bedenken hat Nagelsmann "natürlich einen Plan im Kopf", um am Dienstag im zweiten Gruppenspiel der Champions League gegen den englischen Meister die Sensation zu schaffen (Champions League: TSG Hoffenheim - Manchester City ab 18.55 im LIVETICKER). Nach dem achtbaren Remis (2:2) zum Auftakt bei Schachtjor Donezk peilt der Fußball-Bundesligist seinen Premierensieg in der Königsklasse an - die verpatzte Generalprobe am Samstag in der Liga gegen Nagelsmanns künftigen Klub RB Leipzig (1:2) hat der Coach längst abgehakt.

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"Ich weiß nicht, wie bedeutend ein Erfolg für die Region wäre", äußerte Nagelsmann: "Aber wenn wir gewinnen sollten, was wir auch in diesem Spiel probieren werden, wäre das sehr bedeutend für die Tabellensituation." Tatsächlich liegen die Kraichgauer in der Gruppe F noch vor den Engländern, die in der ersten Partie eine überraschende Pleite (1:2) gegen Olympique Lyon kassiert hatten.

Pep Guardiola zurück auf der Bank

Die Niederlage gegen die Franzosen musste Guardiola, der mit Bayern München alle seine drei Punktspiele bei der TSG gewonnen hat, von der Tribüne aus verfolgen. Der Katalane war aufgrund seiner heftigen Proteste nach dem Viertelfinal-Aus in der vergangenen Saison gegen den FC Liverpool gesperrt - die TSG war gegen die Mannschaft von Teammanager Jürgen Klopp schon in der Qualifikation gescheitert. In Sinsheim kehrt Guardiola, der es während seiner Zeit bei den Bayern noch nicht mit Nagelsmann zu tun hatte, auf die Bank zurück.

Bank ist auch das Stichwort für Nagelsmann - allerdings denkt der 31-Jährige dabei eher an ein Geldhaus. "Manchester ist eine der wenigen Mannschaften, deren Kaderwert über die Milliarde hochgeht, da reichen die Millionen nicht mehr", sagte der Trainer über den Spitzenreiter der Premier League um die deutschen Nationalspieler Leroy Sane und Ilkay Gündogan: "Das ist schon außergewöhnlich. Es wird natürlich extrem schwer, gegen dieses Ensemble zu gewinnen. Das wird eine spezielle Aufgabe, die auf uns zukommt."

Sollte den Hoffenheimern dennoch ein Sieg gelingen, würde das nach Ansicht Nagelsmanns einen Schub für die komplette Spielzeit bringen. "Es ist keine leichte Aufgabe für einen Klub wie Hoffenheim, alle drei Tage auf ein Topniveau zu kommen", äußerte der Erfolgscoach: "Deshalb ist es wichtig, das Ganze mit Erfolgserlebnissen zu spicken, damit es nicht so schwer fällt. Es fühlt sich einfach anders an, wenn man gewinnt. Dann wiegt die Belastung für Körper und Geist nicht so schwer."

Hoffenheim kämpft mit Ausfällen 

Schwer wiegen allerdings die Ausfälle in der Abwehr. Kapitän Kevin Vogt, Kasim Adams, Benjamin Hübner, Harvard Nordtveit und Ermin Bicakcic stehen weiterhin nicht zur Verfügung.

Bei Manchester fehlt Mittelfeldstar Kevin De Bruyne. Die Einsätze der angeschlagenen Sergio Agüero und Benjamin Mendy sind fraglich.

Alles zum 2. Spieltag der Champions League im Fantalk am Dienstag und Mittwoch jeweils ab 18.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1