Das CL-Heimspiel von Neapel gegen Liverpool findet möglicherweise im 250 Kilometer entfernten Bari statt. Für Neapels Präsidenten ist die Situation ein Alptraum.

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Neapels Stadion San Paolo erfüllt nicht alle Bestimmungen der UEFA.

Für die anstehende Champions-League-Partie gegen den FC Liverpool am 3. Oktober (ab 21 Uhr im LIVETICKER) müssen die Italiener nun möglicherweise in eine andere Spielstätte weichen. Das berichten italienische und englische Medien.

Neapel-Präsident Aurelio De Laurentiis hat bei der UEFA darum gebeten, alle Spiele auf europäischer Ebene nach Bari zu verlegen. Die italienische Hafenstadt liegt rund 250 Kilometer von Neapel entfernt.

Chaos für Liverpool-Fans?

Für die Fans des FC Liverpool würde das eine noch weitere Reise bedeuten. Darüber hinaus haben viele Anhänger Flüge und Hotels für das Aufeinandertreffen bereits gebucht und bezahlt. Auch die italienischen Fans müssten sich auf die andere Seite des Landes begeben, um das Spiel vor Ort verfolgen zu können. "Ich zahle auch 1000 Busse aus meiner eigenen Tasche", sagte De Laurentiis dazu.

Der SSC Neapel durfte bereits in der Vergangenheit die Heimspiele in internationalen Wettbewerben nur mit einer Ausnahmeregelung im Stadion San Paolo austragen. Die 60.000 Sitze hätten diesen Sommer ausgetauscht werden sollen. Das ist jedoch nicht geschehen, weshalb der Klub ohne weitere Ausnahmen für die CL-Heimspiele umziehen muss.

"Ein Albtraum" für den Präsidenten

Der italienischen Zeitung Corrierre dello Sport sagte der Präsident: "Für mich ist das ein Albtraum. Ein solch schlechtes Stadion begrenzt den Status von Neapel auf internationaler Ebene." Die Arena in Neapel gehöre dem Gemeinderat. Die Situation sei eine Schande, so De Laurentiis.

Deshalb wolle er sein eigenes Stadion bauen. "Niemand kann dir etwas vorschreiben, wenn du dein eigenes Geld nimmst und das Land hast, um ein Stadion zu bauen."

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Neapel-Boss will in Bari spielen

Bis es soweit ist, bittet der Italiener um eine Verlegung aller europäischen Heimspiele in das 58.000 Zuschauer fassende Stadion von Bari. Ursprünglich wählte Neapel das Stadion von Palermo als bevorzugtes Ziel für Europapokalspiele, aber De Laurentiis hat Bari nach seinem Sturz aus der Serie B in die Serie D aus finanziellen Gründen gekauft.

De Laurentiis Sohn ist der derzeitige Vorsitzende des Klubs. Eine Verbindung der beiden Vereine sei allerdings keine Option. "Das sind zwei getrennte Städte, jede mit ihrer eigenen Geschichte und ihren eigenen Fans, die respektiert werden müssen."