Xherdan Shaqiri trifft in der UEFA Champions League auf Roter Stern Belgrad
Xherdan Shaqiri trifft in der UEFA Champions League auf Roter Stern Belgrad © Getty Images

Der Präsident von Roter Stern Belgrad wendet sich vor dem Champions-League-Spiel des FC Liverpool bei seinem Klub an Xherdan Shaqiri. Er werde unter großem Druck leiden.

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Xherdan Shaqiri muss beim Champions-League-Gastspiel des FC Liverpool bei Roter Stern Belgrad (6. November) Anfeindungen der serbischen Zuschauer fürchten.

"Er wird unter einem unglaublichen psychologischen Druck leiden", sagte Belgrads Sportdirektor Zvezdan Terzic im Interview mit der serbischen Tageszeitung Kurir. Shaqiri, Schweizer Nationalspieler kosovo-albanischer Herkunft, hatte bei der Weltmeisterschaft gegen Serbien mit seinem Doppeladler-Torjubel für Ärger gesorgt.

Wie das Liverpool Echo zuvor berichtet hatte, haben Fangruppierungen von Roter Stern unmittelbar nach der Auslosung einen "feindseligen Empfang" für den früheren Münchner angekündigt. Terzic vermutet deshalb, dass Shaqiri nicht im Kader stehen wird. "Er weiß, wo er hinkommt, und deswegen bezweifle ich, dass er kommt", sagte der 52-Jährige.

Jubel-Eklat bei der WM

Shaqiri hatte bei der Weltmeisterschaft gegen Serbien ein Tor bejubelt, indem er mit seinen Händen das albanische Wappentier nachahmte. Teile der serbischen Fans werteten dies als Provokation. Der 26-Jährige wurde als Sohn albanischer Eltern im heutigen Kosovo geboren. Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an.

Terzic will aber gewährleisten, dass Shaqiri im Rajko-Mitic-Stadion, auch 'Marakana' genannt, in Sicherheit ist. "Wir müssen alles dafür tun, dass Shaqiri das Gefühl hat, Fußball spielen zu können. Es ist unsere Pflicht, ihn zu schützen. Lasst uns gute Gastgeber sein!", forderte Terzic. 

Das 'Marakana' ist berüchtigt für die aufgeheizte Stimmung, die Fans sorgten schon diverse Male für Strafen gegen den Klub. In den Play-offs musste das Heimspiel gegen Red Bull Salzburg (0:0) vor leeren Rängen ausgetragen werden. Von den Sanktionen ist auch das erste Spiel in der Gruppenphase gegen den SSC Neapel (18. September) betroffen.