UEFA Präsident Aleksander Ceferin zweifelt noch am Videobeweis
UEFA Präsident Aleksander Ceferin zweifelt noch am Videobeweis © Getty Images

Für UEFA-Präsident Aleksander Ceferin kommt der Einsatz des Videobeweises in der Champions League noch zu früh. Er stellt Bedingungen.

Der in der Bundesliga umstrittene Videobeweis wird in der Champions League aller Voraussicht nach erst ab der Saison 2019/20 zum Einsatz kommen. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ließ am Freitag im Monaco allerdings eine kleine Hintertür für die Spätphase der aktuellen Spielzeit offen. "Ich schließe das nicht aus, aber es sieht im Moment nicht danach aus", sagte der Slowene.

Bislang hatte sich die UEFA gegen die neue Technik, die bei der WM 2018 in Russland gut funktionierte, in der Bundesliga aber weiterhin für Diskussionen sorgt, gewehrt. "Für mich ist der VAR (Video Assistant Referee, d. Red.) noch nicht ganz ausgereift, aber wir wissen alle, dass es keinen Weg zurück gibt", sagte Ceferin: "Die Technik wird früher oder später kommen. Unser Plan ist, sie nächste Saison ab dem Supercup zu benutzen."

Für alle Teams müssen die gleichen Regeln gelten

Das Spiel zwischen dem Gewinner der Champions League und dem Sieger der Europa League wird am 14. August in Istanbul ausgetragen. "Wenn wir bereit sind, werden wir den Videobeweis benutzen", sagte Ceferin: "Aber es müssen noch viele Dinge geklärt werden." In der UEFA sind 55 Nationalverbände beheimatet, für alle Teilnehmer der Europapokal-Wettbewerbe müssen die gleichen Standards gelten.

"Es ist wirklich problematischer, als es aussieht", sagte Ceferin: "Wir haben so viele verschiedene Länder abzudecken." Bei der WM hatte der Weltverband FIFA ein zentrales System in der Hauptstadt Moskau genutzt, in Deutschland steht die Videozentrale in Köln.