Die UEFA Champions League hat einen neuen Qualifikationsmodus © Getty Images

Mit Beginn der Saison 2018/19 ändert sich der Qualifikations-Modus der Champions League. SPORT1 erklärt, wie sich die Reform auf die verschiedenen Topklubs auswirkt.

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Die UEFA hat die Zulassung zur Gruppenphase der Champions League vor der anstehenden Saison reformiert. Erstmals seit Einführung der neuen Königsklasse 1993 werden nur noch sechs der 32 Startplätze über die Qualifikation ausgespielt. 

SPORT1 erklärt die UEFA-Reform.

Champions-League-Quali hart wie nie

Von nun an sind in den vier Topligen England, Spanien, Deutschland und Italien die ersten vier Mannschaften automatisch in der Königsklasse dabei. Dazu kommen zehn weitere Teams aus den nächstplatzierten Verbänden der Fünfjahreswertung. Insgesamt 26 Teams sind damit sicher in der Gruppenphase.

Für die starken Teams aus den kleineren Ligen bedeutet das allerdings die bislang strapaziöseste Qualifikation der Champions-League-Geschichte. 

Denn jetzt sind nur noch sechs statt ursprünglich zehn Plätze über die Qualifikation verfügbar. Das bedeutet einen noch heißeren Kampf unter den "Kleinen" und noch mehr Quali-Runden. Auch einige europäische Topklubs müssen jetzt deutlich früher einsteigen.

Acht Quali-Spiele für Celtic Glasgow

Um diese Saison um den Henkelpott mitspielen zu dürfen, müssen etablierte Teilnehmer wie Celtic Glasgow bereits am heutigen Dienstag (LIVESCORES) in der der ersten Qualifikationsrunde beginnen. Sollten Sie es in die Gruppenphase schaffen, hätten die Schotten bereits vor Beginn der regulären Champions-League-Saison acht (!) Spiele absolviert.

Ajax Amsterdam greift in der kommenden Woche ein und muss immerhin noch sechs Spiele vor einer möglichen Teilnahme an der Gruppenphase bestreiten. In der dritten Quali-Runde steigen dann Teams wie Benfica Lissabon  oder der letztjährige Europa-League-Halbfinalist Red Bull Salzburg ein.

Insgesamt ist diese Reform ein Zugeständnis der UEFA an die europäischen Topklubs, die seit Jahren mit dem Ausstieg aus der Champions League und der Bildung einer eigenen europäischen Super-Liga drohen.

Während in der Qualifikation jetzt um sechs Plätze gespielt wird, waren es 1999 mit der Aufstockung des Wettbewerbs auf 32 Teams noch 16 Plätze.

Mit der letzten Reform 2009 wurden daraus nur noch zehn Mannschaften, jetzt sind es noch einmal vier weniger. Für die Bundesliga ist die Veränderung erfreulich. Denn jetzt können sich die Fans regelmäßig auf vier deutsche Vertreter freuen. Für die Vielfalt des Wettbewerbs ist diese Reform allerdings abträglich, da es für die Underdogs noch schwerer wird, dabei zu sein.

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