Barcelona - In der Champions League lässt der FC Barcelona Chelsea im Achtelfinal-Rückspiel keine Chance. Einmal mehr überzeugt Barcas Superstar Messi.

Dank eines überragenden Lionel Messi darf der FC Barcelona mit dem deutschen Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen weiter vom Triple träumen.

Der souveräne Tabellenführer der spanischen La Liga zog nach einem 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den englischen Meister FC Chelsea zum elften Mal in Serie in das Viertelfinale der Champions League ein (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen).

Das Hinspiel an der Londoner Stamford Bridge war 1:1 ausgegangen. Zuletzt hatten die Katalanen 2015 das Triple aus spanischer Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League gewonnen.

"Chelsea ist eine starke Mannschaft und für uns war von Anfang an klar, dass es nicht einfach wird. Das war eins der schwersten Spiele der Saison", so Barca-Trainer Ernesto Valverde. "Wir hatten das Spiel zwar in der ersten Hälfte gut unter Kontrolle, mussten aber immer auf der Hut sein vor Chelsea. Das 2:0 war spielentscheidend."

Zudem lobte er Matchwinner Messi: "Es ist ein großer Luxus, Lionel im Team zu haben. Er kann jeder Zeit ein Spiel entscheiden und ist immer brandgefährlich." Dem schloss sich Blues-Coach Antonio Conte ohne Widerrede an: "Im Hin- und Rückspiel hat Messi den großen Unterschied ausgemacht. Und wie alle wissen, sprechen wir hier über den besten Fußballer der Welt. Nicht von ungefähr erzielt er in jeder Saison 60 Tore. Er ist nicht nur ein Top-Spieler, sondern ein Super-Top-Spieler."

Messi macht die 100 voll

Der argentinische Superstar (3./63.) mit seinen Treffern 99 und 100 in der Königsklasse sowie der ehemalige Dortmunder Ousmane Dembele (20.) schossen Barcelona in die Runde der besten Acht.

Die offensiv bemühten, defensiv aber unkonzentrierten Londoner scheiterten dagegen bei den letzten drei Teilnahmen in der Königsklasse jeweils im Achtelfinale. (Ergebnisse/Spielplan

Messi, der am Samstag zum dritten Mal Vater geworden war, tunnelte Chelseas Torhüter Thibault Courtois nach nur 128 Sekunden aus spitzem Winkel zum 1:0. Es war das frühste Tor des Argentiniers in der Champions League.

"Ich habe schon oft gegen Messi gespielt und sogar schon einen Tunnel von ihm kassiert. Für einen Torwart gibt es nichts Schlimmeres. Das nervt", so Courtois selbstkritisch. "Aber ich muss das hinter mir lassen, zeigen, dass ich ein Mann bin und zu meinem Fehler stehen. Es ist unglücklich, dass wir wegen vier eigenen Fehlern vier Tore kassiert haben und deshalb ausgeschieden sind. Bei unseren Aluminium-Treffern hatten wir aber auch Pech."

Dembele mit Premiere

In der Folge überließ Barca Chelsea zunächst die Spielkontrolle, schlug nach einem von Messi überragend eingeleiteten Konter durch Dembele aber eiskalt zu. (Alle Stimmen zum Spiel)

Für den 20 Jahre alten Franzosen war es der erste Treffer für die Katalanen. Messi hatte dem ehemaligen Barca-Star Cesc Fabregas im Mittelfeld den Ball abgeluchst und den 105-Millionen-Mann Dembele perfekt bedient.

Nach einer guten Stunde sorgte Messi erneut auf Vorlage von Luis Suarez mit seinem 100. Tor im 123. Champions-League-Spiel für die Entscheidung.

Die Blues, bei denen Nationalspieler Antonio Rüdiger in der Startelf stand, kamen vor 97.183 Zuschauern im Camp Nou durch den Brasilianer Willian (12.) zu ihrem ersten Abschluss. Kurz vor der Pause traf Alonso (45.+1) per Freistoß den Pfosten. 

In einer nach dem Seitenwechsel zunächst rasanten Partie vergab Barcas Suarez (47.) die Entscheidung, ehe Dembele mit einer sehenswerten Grätsche im eigenen Sechzehner vor dem einschussbereiten Alonso (48.) den möglichen Anschlusstreffer verhinderte.

Rüdiger mit Lattenknaller

Der angeschlagen in die Partie gegangene Barca-Kapitän Andres Iniesta wurde nach 56 Minuten für Paulinho ausgewechselt und sagte nach dem Einzug ins Viertelfinale: "Der Gedanke, die Champions League zu gewinnen, ist immer eine Motivation. Aber es ist schwer. Denn ein schlechtes Spiel und du bist draußen. Aber wir sind in der richtigen Form, sie zu gewinnen. Der Schlüssel ist, dass alle an einem Strang ziehen."

Kurz darauf verließ auch der offenbar verletzte Sergio Busquets (61.) den Platz. 

Die Blues zeigten einen engagierten Auftritt, vergaben jedoch ihre Chancen, so traf Rüdiger in der 90. Minute nur die Latte. Zudem leisteten sich die Gäste in der Defensive Fehler, die Barcelona eiskalt bestrafte.

Die Auslosung der Viertelfinalpartien findet am Freitag (ab 12.00 Uhr im LIVETICKER) in Nyon statt. (Diese Hammerlose drohen Bayern)