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München - Der FC Barcelona streicht in der Champions League die Segel, weil die Superstars Ladehemmung haben. Um Lionel Messi ranken sich Gerüchte, Neymar sorgt anderweitig für Unmut.

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Der Traum ist aus. Seit Wochen galt der FC Barcelona als Topfavorit auf den Titel in der Champions League. Mit dem einzigartigen Angriffstrio aus Lionel Messi, Luis Suarez und Neymar war Barca prädestiniert dafür, als erste Mannschaft überhaupt den Champions-League-Titel zu verteidigen.

Doch dann kam Atletico Madrid, ein verweigerter Handelfmeter in der letzten Minute und damit das Ende aller Triple-Träume. "Es ist zu 100 Prozent meine Schuld, denn ich bin der Trainer", stellte sich Luis Enrique nach der Partie vor seine Mannschaft. Doch das war nur die halbe Wahrheit. Denn im Hexenkessel Vicente Calderon war es vor allem der Superstar-Sturm, der Barca ungewohnt im Stich ließ.

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Messi mit ungewohnter Durststrecke

Allen voran Lionel Messi, der nun schon seit fast einem Monat auf ein Tor für Barca wartet – so lange wie seit 2010 nicht mehr. In Madrid hatte der Argentinier keinen einzigen Ballkontakt im gegnerischen Strafraum.

"Es ist unfair, die Niederlage an einer Person festzumachen", stärkte Enrique dem Argentinier den Rücken. "Ich habe eine ausgezeichnete Einstellung gesehen. Wir müssen jetzt aufstehen, das ist ein Test für die ganze Mannschaft."

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Muskuläre Probleme bei Messi?

Doch Messis schwarzer Abend war kein Ausrutscher. Während Erzrivale Cristiano Ronaldo Real Madrid im Alleingang ins Halbfinale schoss, ist der Messi der letzten Wochen nur noch ein Schatten seiner selbst. Das Warten auf den 500. Karrieretreffer wird zur Qual.

Die Ladehemmung beim Weltfußballer ist für die Katalanen ein Rätsel. Cadena Cope berichtete nun über muskuläre Probleme, die Messi schon seit Wochen mit sich herumschleppe.

Neymar sorgt für Unmut

Auch Neymar wartet inzwischen seit vier Spielen auf ein Tor. Wie Messi geriet er außerdem immer wieder wegen Ungereimtheiten mit dem Finanzamt in die Schlagzeilen. 

Vor dem Spiel gegen Atletico sorgte der Brasilianer für Unmut bei den Barca-Fans, als er 45 Minuten vor dem Anpfiff noch ein Like für den Instagram-Post eines brasilianischen Models verteilte. 

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Und selbst der bisherige Torgarant Luis Suarez, der mit zwei Treffern im Hinspiel gegen Atletico die Tür zum Halbfinale weit aufgestoßen hatte, brachte im Vicente Calderon lediglich zwei Torschüsse zustande.

"Wir stecken in einem Tief"

Das Resultat ist eine handfeste Krise. Zum ersten Mal in acht Jahren blieb Barca zweimal in Folge ohne eigenes Tor. Seit vier Spielen sind die Katalanen nun schon sieglos. Selbst die schon sicher geglaubte Meisterschaft ist inzwischen in Gefahr. Der Vorsprung auf Atletico Madrid ist von neun Punkten auf drei geschrumpft.

"Wir stecken in einem Tief", gab Enrique zu. Ein Tief, das zeigt, wie abhängig der FC Barcelona angesichts einer mäßig besetzten Ersatzbank von seinen Wunderstürmern ist.