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München - Oliver Kahn feiert als Vorstandsmitglied seine zweite Meisterschaft in Folge. Die Mannschaft lobt er ausdrücklich. Hansi Flick soll gebührend verabschiedet werden.

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Oliver Kahn und der FC Bayern, es ist weiterhin eine Erfolgsgeschichte.

Der 51 Jahre alte frühere Welttorwart ist seit Januar 2020 im Vorstand des Vereins und hat am Samstag seine zweite Geister-Meisterfeier in der Allianz Arena miterlebt. (BERICHT: Das Party-Protokoll)

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Der designierte Nachfolger von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (hört spätestens am Jahresende auf) ist auf die neunte Meisterschaft in Folge besonders stolz. Das Kurzinterview mit dem Titan.

SPORT1: Herr Kahn, acht Meisterschaften als Spieler. Zwei Geister-Meisterschaften, seitdem Sie im Vorstand des FC Bayern sind. Wie viel echte Freude schwingt da noch mit?

Oliver Kahn: Ich werde immer gefragt, ob man sich daran gewöhnt? Nein, daran gewöhnt man sich nie. Wir waren am Samstag in der Uli-Hoeneß-Lounge und haben die Meisterschaft dort miterlebt, weil Leipzig gegen Dortmund verloren hat. Das war auch etwas ganz Besonderes. Man freut sich für die Spieler. Ich selbst habe das oft erlebt und weiß, was das für ein befriedigendes Gefühl ist, wenn du 34 Spieltage alles rausholst und zum Schluss ganz oben stehst. Für Meisterschaften gibt es keinen Ersatz. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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Oliver Kahn: Flick-Abschiedsfeier beim FC Bayern in Planung

SPORT1: Mit was für einem Abschied kann Hansi Flick rechnen?

Kahn: Wir sind schon voll in den Planungen und schauen, wie wir ihm den bestmöglichen Abschied bereiten können. Natürlich unter den Rahmenbedingungen, die wir durch Corona haben.

Der SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche" auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee

Kahn zieht vor der Mannschaft seinen Hut

SPORT1: Bekommen die Fans die Titel zu Gesicht? Stichwort: Meisterfeier auf dem Marienplatz.

Kahn: Wir sind davon abhängig, was beschlossen wird. Es ist ein ständiges Anpassen an die jeweils aktuelle Situation. Aber zu optimistisch sollte man diesbezüglich nicht sein. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

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SPORT1: Waren die vergangenen Monate die anstrengendsten Ihrer Karriere?

Kahn: Ich bin letztes Jahr im Januar gekommen und im März, April ging das Corona-Thema los. Somit war fast meine gesamte Zeit von dieser enorm schwierigen Situation geprägt. Von sich ständig veränderten Bedingungen und von der heraufziehenden Krise, die wir nicht nur im Fußball, sondern auch in anderen Branchen sehen. Daher ist man sehr auf das Tagesgeschäft konzentriert, weil man sich fragt, wie es weitergeht und wie man sich an die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen anpassen kann. Man ist immer mit der Frage konfrontiert, wann wieder eine gewisse Normalität einkehrt. Dabei muss man zugleich die Stimmung und Motivation hochhalten. Daher geht mein Kompliment nochmal an die Mannschaft. Dass sie es geschafft hat, trotz dieser Rahmenbedingungen ohne Zuschauer und ohne die Emotionalität des Fußballs, diese Leistung abzurufen. Ich muss sagen: Hut ab.

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Kahn glaubt an Lewandowski

SPORT1: Sicherlich auch vor den 39 Toren von Robert Lewandowski. Fällt in dieser Saison der 40-Tore-Rekord von Gerd Müller?

Kahn: So wie ich Robert kenne, lässt er sich das nicht mehr nehmen. Er darf sich jetzt nicht zu sehr unter Druck setzen, aber das weiß er selbst, dafür ist er viel zu erfahren. Ich persönlich kannte diese Bestmarke schon als junger Kerl, immer wieder war dieser Fabelrekord von Gerd Müller ein Thema. 40 Tore in einer Saison - niemand dachte, dass dieser Rekord jemals eingestellt oder gebrochen werden könnte. Wenn Robert das schafft, ist das eine weitere unglaubliche Bestmarke für ihn.