Vier Klubs im Abstiegskampf
Vier Klubs im Abstiegskampf © AFP/SID/TOBIAS SCHWARZ
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Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gilt das Motto: "Aus vier mach zwei!" Vier Klubs kämpfen darum, nicht in die zweite Liga zu müssen.

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Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gilt das Motto: "Aus vier mach zwei!" Das Schlusslicht Schalke 04 hat den Abstieg längst eingeplant. Vier weitere Klubs kämpfen darum, die Königsblauen nicht in die zweite Liga begleiten zu müssen. - So ist die Lage am Abgrund:

FSV MAINZ 05 (14. Platz/28 Punkte/30:48 Tore): Die Aufholjagd nach dem Austausch des sportlichen Führungspersonals lässt die Zuversicht von Klubchef Stefan Hofmann auf den Klassenerhalt wachsen. "Dass sich alle Maßnahmen so schnell in Punkte niederschlagen würden, war nicht zu erwarten. Mein Gefühl ist grundsätzlich gut. Wir sind gut im Geschäft, die Mannschaft gibt das Gefühl, jedes Spiel gewinnen zu können", sagte Hofmann der Bild-Zeitung: "Mit zwei weiteren Siegen sollten wir wenigstens die Relegation sicher haben."

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HERTHA BSC (15./26/34:48): Bei Hertha BSC müssen sie in den nächsten 14 Tagen zuschauen, wie die Konkurrenz möglicherweise auftrumpft. Die ganze Mannschaft ist mindestens bis zum 29. April in Corona-Quarantäne, Trainer Pal Dardai, Co-Trainer Admir Hamzagic, Offensivspieler Dodi Lukebakio und Marvin Plattenhardt wurden positiv getestet. In den zwei Wochen wird das Team viel an Fitness einbüßen, die psychologischen Einflüsse dürften ebenfalls erheblich sein. Doch die Berliner wollen mit aller Macht kämpfen. "Die Motivation ist maximal. Ich spüre einen Spirit 'Jetzt erst recht'", sagte Geschäftsführer Carsten Schmidt. 

ARMINIA BIELEFELD (16./26/22:46): Die Arminia will an den Heimsieg gegen Freiburg anknüpfen und im Auswärtsspiel beim FC Augsburg punkten - und den direkten Konkurrenten möglichst mit in den Abstiegskampf ziehen. Bei einem Sieg würden die Ostwestfalen auf drei Punkte an den FCA herankommen. Trainer Frank Kramer erwartet einen "ganz engen Fight" in Augsburg, bei dem der Coach auf fast alle Spieler zurückgreifen kann. Fehlen werden nur Reinhold Yabo und Sergio Cordova, die sich weiterhin in Quarantäne befinden. Besonders für Cordova ist der Ausfall bitter - der Venezuelaner ist vom FC Augsburg an die Arminia ausgeliehen. 

1. FC KÖLN (17./23/27:50): Die Rheinländer haben nach der bitteren Niederlage gegen Mainz die Reißleine gezogen und Markus Gisdol entlassen. Friedhelm Funkel soll für den FC im Abstiegskampf die Kohlen aus dem Feuer holen: "Friedhelm ist die Aufgabe hier extrem engagiert und mit Plan angegangen. Jeder Spieler wollte sich dem neuen Trainer empfehlen. Es ist Feuer drin", sagte Geschäftsführer Horst Heldt über die erste Trainingswoche unter Funkel, der bereits von 2002 bis 2003 für den Verein tätig war. Zum Auftakt in das Sechs-Spiele-Rettungsprogramm von Funkel geht es am Samstag (18.30/Sky) zum Derby nach Leverkusen. Der FC will dabei seine Acht-Spiele-Sieglos-Serie beenden und das Hinspiel vergessen machen, als es eine deutliche 0:4-Heimpleite setzte. 

SCHALKE 04 (18./13/18:71): Trotz des Lebenszeichens, das die Königsblauen am vergangenen Spieltag gesendet haben, ist der Abstieg auf Schalke bereits fest eingeplant. Für eine Mini-Restchance auf den Klassenerhalt müssten die Knappen am Samstag (15.30/Sky) in Freiburg gewinnen. "Sie spielen einen sehr schönen Fußball und haben einen klaren Plan", sagt Trainer Dimitrios Grammozis über den kommenden Gegner. Bei seiner eigenen Mannschaft sieht er klare Fortschritte. "Wir haben inhaltlich und physisch sehr hart gearbeitet. Die Spieler sind teilweise über ihre Grenzen hinausgegangen, um den nächsten Schritt zu machen", sagt Grammozis, dessen Mannschaft bei noch 18 zu vergebenen Punkten 13 Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz hat.