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München - Der FC Bayern und der BVB positionieren sich gegen die Super League. Einem Bericht zufolge soll beiden Teams allerdings die Teilnahme an der Eliteliga angeboten werden.

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Die Gründung der Super League bringt den europäischen Fußball aus dem Gleichgewicht. (Die Reaktionen zur Super League)

Nahezu alle Topklubs des europäischen Fußballs haben sich auf die Gründung einer eigenen Liga geeinigt: Nicht dabei sind der FC Bayern München, der BVB und Paris Saint-Germain.

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Doch die drei Vereine sind von den Gründern offenbar als feste Teilnehmer gewünscht. Das geht aus einem Spiegel-Bericht hervor. Dem Magazin liegt wohl der Rahmenvertrag über die Gründung der Eliteliga vor. Dieser sei vom 17. April 2021 und von den zwölf Gründerklubs unterschrieben worden.

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Bayern und BVB winkt Antrittsgeld

Demnach solle der Vorstand der neuen Liga den Bayern, dem BVB und PSG so schnell wie möglich die Mitgliedschaft in der Super League anbieten. Diese drei Klubs würden im Vertrag als "vorgeschlagene zusätzliche Gründungsmitglieder" genannt. Schon bei der Gründung der Super League wurde bekannt, dass langfristig 15 Klubs als Gründer fungieren sollen. Die fehlenden drei sollen Bayern, der BVB und PSG werden.

Ein Beitritt würde sich auch finanziell lohnen. Als dann offizielles Gründungsmitglied hätten die Klubs das Recht auf einen Anteil an der Startsumme von 3,525 Milliarden Euro. Diese Summe soll zu Beginn des Ligenbetriebs an die Gründungsmitglieder ausgeschüttet werden.

Sollte einer der Vereine die Einladung ausschlagen, soll demnach entweder ein Ersatzgründungsmitglied gesucht oder ein weiterer Platz zur Qualifikation freigegeben werden.

Super League: Frist für Bayern und BVB?

Innerhalb einer kurzen Frist sollen die Klubs ihre Antwort mitteilen, PSG habe demnach 14 Tage Zeit, Bayern und Dortmund 30. Im Vertrag heiße es außerdem, dass "in jeder Saison unter den Top 20 Super-League-Klubs mindestens zwei Klubs aus England, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien" dabei sein werden.

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Sowohl der FC Bayern München als auch der BVB nahmen am Montag Stellung zur Super League. "Der FC Bayern hat sich an den Planungen einer Super League nicht beteiligt", erklärte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Er glaube nicht, dass die Super League die finanziellen Probleme der europäischen Klubs lösen wird, die durch Corona entstanden sind. Vielmehr unterstütze er die ebenfalls am Montag beschlossene Reform der Champions League.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stellte sich hinter den ECA-Beschluss vom vergangenen Freitag. "Dieser Beschluss besagt, dass die Klubs die geplante Reform der UEFA Champions League umsetzen wollen. Es war die klare Meinung der Mitglieder des ECA-Boards, dass man die Pläne zur Gründung einer Super League ablehnt."

Dabei sprach Watzke auch im Sinne der Bayern. Er betonte, dass "der FC Bayern München und Borussia Dortmund in allen Gesprächen zu 100 Prozent deckungsgleiche Auffassungen vertreten haben".

Überzeugt das unmoralische Angebot die beiden Bundesligisten doch noch?

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mit Sportinformationsdienst (SID)