Lesedauer: 3 Minuten

München - Der FC Bayern München will bald eine Entscheidung über die Zukunft von Trainer Hansi Flick treffen. Karl-Heinz Rummenigge nimmt auch Hasan Salihamidzic in Schutz.

Anzeige

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister Bayern München stellt bei der Personalie Hansi Flick eine zeitnahe Lösung in Aussicht. "Wir haben vereinbart, dass wir uns nach dem Spiel in Mainz zusammensetzen", sagte Rummenigge im Interview mit der Bild am Sonntag. Denn nach dieser Partie, die der FC Bayern am Samstag mit 1:2 verlor, "haben wir zwei Wochen kein Spiel und viel Zeit".

Zum Thema Ablösesumme für den Trainer erklärte der 65-Jährige: "Wenn wir Hansis Wunsch entsprechen sollen, müssen alle Parteien gemeinsam eine Lösung finden, mit der auch der FC Bayern zufrieden ist." Flick sei immerhin ein "Trainer, der mit uns Historisches erreicht hat und mit dessen Arbeit wir sehr glücklich sind."

Anzeige

Der CHECK24 Doppelpass mit Roman Weidenfeller und Peter Neururer am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Flick (Vertrag bis 2023) hatte seinen Abschiedswunsch vergangene Woche öffentlich gemacht. Der 56-Jährige gilt als Topkandidat für den Bundestrainer-Posten als Nachfolger von Joachim Löw.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    FCB-Boss bei Lewandowski gespalten
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    "Nicht gut gespielt": SGE hadert
  • Int. Fussball
    3
    Int. Fussball
    Robben trumpft bei Groningen auf
  • Motorsport / Formel 1
    4
    Motorsport / Formel 1
    Hamilton macht Verstappen nass
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    "Dann brennt in München der Ofen"

Flick deutet "groben Plan" an

Flick selbste hatte sich eine Woche nach seinem Abschiedswunsch vor dem Mainz-Spiel zum weiteren Vorgehen bezüglich einer angedachten Auflösung seines Vertrags beim FC Bayern geäußert.

"Das kann ich noch nicht sagen, ich weiß nicht, wie die nächste Woche aussieht", sagte Flick am Samstag bei Sky. "Wir haben als Trainer einen groben Plan, was wir die nächste Woche, die nächsten 14 Tage machen wollen, aber wir warten heute das Spiel noch ab."

Klar ist: Bayerns Bosse wollen Flick nicht umsonst gehen lassen, weil Kandidaten wie Julian Nagelsmann eine Millionen-Ablöse kosten werden.

Flick mit drei Optionen

Hingegen will der DFB, deren Wunschkandidat Flick ist, unter keinen Umständen eine Ablöse für einen neuen Bundestrainer zahlen und Gespräche mit Flick erst aufnehmen, wenn er nicht mehr unter Vertrag steht.

Option 1: Flick und die Bayern einigen sich auf eine Vertragsauflösung, weil der DFB (oder ein Verein) doch Geld auf den Tisch legt - oder es kommt zum harmonischen Ende und Flick darf ohne Widerstände gehen.

Option 2: Flick und die Bayern einigen sich nicht und der Vertrag läuft weiter. Im Jahr 2022 könnten sich beide Parteien aufgrund einer Ausstiegsklausel voneinander trennen. Flick macht ein Jahr Pause. In diesem Fall müssten die Münchner aber weiter das Gehalt von Flick stemmen (rund acht Millionen Euro brutto pro Jahr).

Option 3: Flick kauft sich aus seinem Vertrag raus.

Der SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche" auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee

Rummenigge nimmt Salihamidzic in Schutz

Zudem nahm Rummenigge Sportdirektor Hasan Salihamidzic in Schutz. Der Umgang der Öffentlichkeit mit dem 44-Jährigen sei "nicht fair". Entscheidungen über Transfers und Kaderfragen "treffen wir beim FC Bayern gemeinsam mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat - und der Trainer ist dabei genauso eingebunden", so Rummenigge.

Rummenigge: Super League "erledigt"

Der Bayern-Boss sprach auch über die Super League. Für ihn habe sich das Thema "endgültig erledigt".

Der 65-Jährige sagte: "Am Ende ist es vielleicht sogar gut gewesen, dass wir diesen ganzen Zirkus binnen 48 Stunden erlebt haben, der die ganze Welt in Aufruhr versetzt hat." Dies habe dazu geführt, dass Geschäftsleute "für alle Zeiten verstanden haben, dass der Fußball etwas anders tickt als nur geschäftlich."

-----

Mit Sport-Informations-Dienst