Lesedauer: 3 Minuten

München - Torwart Rune Jarstein wird aus dem Krankenhaus entlassen. Doch Corona wird die Hertha noch lange beschäftigen. Boss Schmidt sagt bei SPORT1, wie der Klub damit umgeht.

Anzeige

Hertha BSC musste das gesamte Team in Quarantäne schicken, nachdem sich innerhalb von kürzester Zeit vier Akteure mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Deshalb mussten auch drei Bundesliga-Spiele der Hertha verlegt werden.

Am schlimmsten von COVID-19 betroffen war jedoch mit Rune Jarstein Profi, der sich bereits Anfang April mit dem Virus angesteckt hatte. (Spielplan der Bundesliga)

Anzeige

Er musste kurzfristig sogar im Krankenhaus behandelt werden, ist aber mittlerweile wieder entlassen worden. (Die Tabelle der Bundesliga)

Schmidt: "Erster Schritt des Dramas vorgezeichnet"

"Das ist die schönste Nachricht des Tages", sagte Herthas Vorsitzender der Geschäftsführung, Carsten Schmidt, im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball
    1
    Fussball
    Lehmann-Eklat: Nun spricht Aogo
  • Fussball / DFB-Pokal
    2
    Fussball / DFB-Pokal
    Morey operiert: Wie geht's weiter?
  • Eishockey / DEL
    3
    Eishockey / DEL
    Eisbären halten Titeltraum am Leben
  • Fussball / DFB-Pokal
    4
    Fussball / DFB-Pokal
    Ex-Bayern-Star gibt DFB-Pokal ab
  • Fussball / Champions League
    5
    Fussball / Champions League
    Wird Neymar nie ein ganz Großer?

"Wenn man mit Corona ins Krankenhaus kommt, ist der erste Schritt eines Dramas leicht vorgezeichnet", sagte Schmidt weiter: "Rune hatte Glück. Er ist ein Hochleistungssportler, er war in sehr guten Händen in der Charité in Berlin."

Es ist allerdings eine der wenigen positiven Nachrichten vom Hauptstadtklub, der in diesem Jahr "auf eine harte Probe gestellt wird", wie Schmidt festhielt.

Im ohnehin harten Abstiegskampf trifft die Hertha die Quarantäne und die damit verbundene Verlegung von drei Spielen besonders hart. "Durch diese Umstände haben wir keinen Vorteil dazugewonnen, das ist ganz klar", weiß auch Schmidt, der bei seinem Klub zuletzt eine kleine Erfolgsserie ausmachte: "Wir haben aus den letzten fünf Spielen acht Punkte geholt."

Der CHECK24 Doppelpass jeden Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Aber der Vorsitzende der Geschäftsleitung gab sich auch kämpferisch: "Ich würde nicht so weit gehen, dass wir uns mit dem Szenario abfinden, dass wir keine Chance mehr haben. Eigentlich herrscht bei uns die Stimmung: Jetzt erst recht."

Seine Hoffnung wird durch das Restprogramm der Hertha in der Bundesliga gestärkt, in der sie durch das Unentschieden von Arminia Bielefeld beim FC Augsburg am Samstag auf den Relegationsplatz abrutschte.

Effenberg: Hertha-Restprogramm ist machbar

Mit Mainz, Schalke, Bielefeld und Köln treffen die Berliner noch auf alle Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Programm, das auch SPORT1-Experte Stefan Effenberg als "machbar" bezeichnete.

Im Verein sei jeder auf das ausgefallene Spiel gegen Mainz an diesem Sonntag „heiß“ gewesen, sagte Schmidt: „Und diese Stimmung und dieses Zusammenhalten wollen wir in den nächsten zwei Wochen aufrechterhalten.“

In denen gehe es jetzt vor allem darum, die Spieler, von einige alleine wohnen, nicht nur mit Besorgungen zu helfen. „Wir müssen ihnen Zuspruch geben, dass wir durch diese Zeit gestärkt durchgehen und erfolgreich Fußball spielen können.“

Dass die Bundesliga ohne die viel diskutierten Quarantäne-Trainingslager auskommt, glaubt er nicht. "Ich befürchte, dass nach unserem Fall und den Fällen in der 2. Liga und den wachsenden Inzidenzen die Liga gut beraten ist, sich darauf vorzubereiten."

Von einem Saisonabbruch will der Hertha-Boss indes nichts wissen: "Dieses Thema ist bei uns nicht auf der Agenda. Unsere einzige Aufgabe ist jetzt, die Mannschaft maximal wettbewerbsfähig zu bekommen."