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München - Der FC Bayern München kann nach fast einmonatiger Pause wieder auf Robert Lewandowski zurückgreifen. Der Toptorjäger greift damit wieder Gerd Müllers Rekord an.

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Der Ball zappelte schon wieder mehrmals im Netz.

Beim Vier-gegen-Vier stellte Robert Lewandowski in seinem ersten Mannschaftstraining am Mittwoch gleich unter Beweis, dass der Toptorjäger des FC Bayern während seiner einmonatigen Wettkampfpause nichts verlernt hat.

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Nach seiner Bänderdehnung im rechten Knie steht der 32-Jährige beim Bundesligaspiel bei Mainz 05 am Samstag (Bundesliga: FSV Mainz 05 - FC Bayern, Samstag 15.30 Uhr im LIVETICKER) vor seinem Comeback. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

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Flick scherzt über Lewandowski-Comeback

Eric Maxim Choupo-Moting hatte sich in Lewandowskis Abwesenheit mit vier Toren - zwei in der Champions League gegen Paris Saint-Germain - in sechs Pflichtspielen durchaus als würdiger Vertreter erwiesen, weswegen Trainer Hansi Flick dem Rückkehrer keine Garantien ausstellen wollte - wenn auch mit einem Augenzwinkern.

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"Ja, Lewy hat jetzt Riesenprobleme, dass er in die Mannschaft kommen kann", sagte Flick schmunzelnd am Dienstag nach dem 2:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen. "Wir sind froh, dass es bei ihm wirklich so früh geht. Er ist für Samstag natürlich absolut eine Option", schob Flick hinterher.

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Lewandowski hatte im März bei seinem Einsatz für die polnische Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Andorra eine Bänderdehnung im rechten Knie erlitten und dadurch vor allem das bittere Aus in der Champions League gegen PSG verpasst. Am Samstag kann der Weltfußballer die Bayern in Mainz vorzeitig zur Meisterschaft schießen. (BERICHT: "Interessante Vertragskonstrukte" bei Lewandowski)

Schießt Lewandowski die Bayern in Mainz zur Meisterschaft?

Mit einem Sieg würde der Rekordmeister den neunten Meistertitel in Serie klarmachen, sogar ein Unentschieden würde reichen, sofern Verfolger RB Leipzig bei aktuell zehn Punkten Rückstand sein Spiel am Sonntag gegen den VfB Stuttgart nicht gewinnt. (Die Tabelle der Bundesliga)

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Für Lewandowski geht es im Saisonendspurt auch noch darum, den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller aus der Saison 1971/72 zu knacken. Aktuell steht der Pole bei 35 Treffern. Während er im bisherigen Saisonverlauf mit durchschnittlich 1,4 Treffern pro Spiel bis zu seiner Verletzung mit Blick auf Müllers magische Marke voll auf Kurs lag, hat die Zwangspause die Situation etwas verändert.

Gerd Müller stand damals vier Spieltage vor Schluss schon bei 36 Toren, in den folgenden Spielen blieb er zwar zwei Mal torlos, knackte mit einem Dreierpack am drittletzten Spieltag gegen Eintracht Frankfurt schließlich die 40-Tore-Marke, bis heute einmalig in der Bundesliga-Historie.

Müller-Rekord wackelt - Lewandowskis Lieblingsgegner warten

Lewandowski hat dennoch beste Chancen, diese Schallmauer ebenfalls zu durchbrechen und erneut Geschichte zu schreiben. Dazu genügt ein Blick auf das Restprogramm der Bayern.

Unter den kommenden Gegnern befinden sich mit Mainz, Freiburg und Augsburg durchaus drei Lieblingsgegner von Lewandowski. Nur gegen drei Teams traf er in seiner Karriere häufiger. In insgesamt 53 Spielen gegen Mainz, Freiburg und Augsburg gelangen Lewandowski 56 Treffer.

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Zudem hat er gegen die kommenden beiden Auswärtsgegner einen Lauf. In den vergangenen vier Bundesligaspielen gegen Mainz und Freiburg traf Lewandowski immer. Und auch gegen den FCA, Gast beim Saisonfinale in München, traf der Goalgetter regelmäßig. Zehn Mal stand er für die Bayern gegen die Augsburger auf dem Rasen, in nur zwei Spielen blieb er torlos.

Einzig gegen Borussia Mönchengladbach stotterte der Motor der Tormaschine etwas, in 17 Partien gegen die Fohlen kommt Lewandowski nur auf fünf Tore. Immerhin traf er beim 2:3 im Hinspiel. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Lewandowski erklärt Erfolgsrezept

Schon vor seiner Verletzung hat Lewandowski immer wieder betont, dass er sich nicht so viele Gedanken über den Müller-Rekord macht. Sein Erfolgsgeheimnis erklärt der Angreifer auch damit, dass er versucht, auf dem Rasen alles andere auszublenden und sich voll zu fokussieren.

"Laufen kann man immer, auch das Passen ist keine so schwere Aufgabe, wenn man das lange trainiert hat", sagte Lewandowski in einem GQ-Interview. "Aber am Ende das Tor zu treffen, wenn dir der Keeper und die Innenverteidiger gegenüberstehen, in diesem Moment die richtige Entscheidung zu treffen, das sind Millisekunden. Und manchmal, wenn du Probleme hast, dann fehlt dir die Zeit, um die perfekte Entscheidung zu treffen. Deshalb ist es gerade für Stürmer wichtig, einen freien Kopf zu haben."

In den restlichen vier Spielen kann er nun nochmals beweisen wie gut ihm das gelingt.