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München - Robert Lewandowski soll rund vier Wochen ausfallen - oder doch "nur" zwei? SPORT1 klärt die Verwirrung um unterschiedliche Meldungen auf.

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Uli Hoeneß sprach im RTL-Studio von keiner guten Länderspiel-Woche für den FC Bayern. Vor allem, weil sich Robert Lewandowski beim Einsatz für die polnische Nationalmannschaft gegen Andorra eine Bänderdehnung im rechten Knie zugezogen hatte. 

Der polnische Verband ging zunächst von einer fünf- bis zehntägigen Pause aus. Einen Tag später folgten Untersuchungen in München, woraufhin der Verein mitteilte, dass der 32 Jahre alte Weltfußballer "rund vier Wochen" ausfallen werde.

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Nun berichtet der Kicker, dass Lewandowski bereits in zwei Wochen zurückkehren wolle.

Ja, was denn nun?

Knie-Spezialist Wimmer warnt vor frühem Comeback

Fakt ist: Lewandowski wird alles dafür tun, um schnellstmöglich fit zu werden. Abgesehen von der Knieblessur befindet sich der Ausnahmeathlet ohnehin in einem Top-Zustand. In seiner Karriere blieb er von schweren Verletzungen ebenfalls weitgehend verschont. Die längste Ausfallzeit betrug 28 Tage nach einer Schienbeinverletzung Ende Februar 2020. Damals verpasste er drei Pflichtspiele. 

Lewandowskis Ziel sei es nun, bereits im Rückspiel des Champions-League Viertelfinals gegen Paris am 13. April wieder im Einsatz zu sein, meldet der Kicker

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Doch wie gefährlich wäre ein verfrühtes Comeback? 

"Ist die Struktur noch nicht richtig geheilt und erfolgt die Belastung zu früh, kann auf die Dehnung ein Teilriss folgen und dann der komplette Riss, was eine monatelange Verletzungspause zur Folge haben könnte", warnt Knie-Spezialist Dr. Christian Wimmer bei SPORT1.

Der Mannschaftsarzt des FC Augsburg erklärt: "Bei einer Bänderdehnung ist es wichtig, dass die Dehnung richtig ausheilt, beziehungsweise die Einblutungen in den entsprechenden Bändern. Deshalb wird bei dieser Verletzung von einer Ausfallzeit von unter sechs Wochen ausgegangen. Es kann natürlich auch schneller gehen."

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Fiele Lewandowski tatsächlich vier Wochen aus, stünde er für die letzten drei Bundesligaspiele gegen Mönchengladbach, in Freiburg und gegen Augsburg zur Verfügung. Ein Einsatz zuvor im Hinspiel eines möglichen Champions-League-Halbfinales am 27. oder 28. April wäre eine Punktlandung.

Schafft es Lewandowski tatsächlich nach zwei Wochen zurück und wirkt bereits gegen PSG wieder mit, könnte er anschließend auch schon in Wolfsburg, gegen Leverkusen und in Mainz seine Jagd auf Gerd Müllers Saisonrekord von 40 Bundesligatreffern fortsetzen.

Gelingt Lewandowski ein Blitz-Comeback?

Dass die Bayern eine bis zu vierwöchige Ausfalldauer verkündet haben, kann auch strategische Gründe haben, um Lewandowski nicht unter Druck zu setzen. So hat er die Möglichkeit, in Ruhe an seinem Comeback zu arbeiten. In anderen Fällen, etwa bei Javi Martínez, haben die Bayern in der Vergangenheit zu kurze Ausfallzeiten angegeben.

Der Baske fiel länger aus, woraufhin Fragen und Kritik aufkamen. Daher beschloss der Verein für eine kurze Zeit, sogar vollends auf die Angabe von voraussichtlichen Ausfallzeiten zu verzichten. 

Positiv lief es zuletzt bei Joshua Kimmich. Als der 26 Jahre alte Nationalspieler am rechten Außenmeniskus operiert wurde, teilten die Bayern am 8. November mit, dass man davon ausgehe, dass der Mittelfeldspieler im Januar wieder zur Verfügung stehen werde. Am 19. Dezember gegen Bayer 04 Leverkusen (2:1) feierte er jedoch sein Blitz-Comeback. 

Nimmt Lewandowski Kimmich jetzt zum Vorbild? Trainer Hansi Flick wird jedenfalls nichts überstürzen.