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Hansi Flick äußert sich überraschend und lange zu seiner offenen Zukunft und lässt viel Raum für Spekulationen. Den Bayern-Bossen wird das nicht gefallen. Sie müssen sich auf seinen Abgang einstellen.

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In den nächsten Stunden könnte es an der Säbener Straße zum Showdown kommen. Denn die Bayern-Verantwortlichen um Karl-Heinz Rummenigge, Herbert Hainer, Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic planen ein Gespräch mit Hansi Flick.

Das Thema: Wie geht es weiter mit dem Bayern-Trainer?

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Erstmals nahm Flick nach dem Ausscheiden in Paris in einem langen Monolog das Wort "DFB" in den Mund. Seine Kernaussage war, dass seine Familie hinter ihm stehen werde. Egal, ob er sich in der kommenden Saison für den FC Bayern, die deutsche Nationalmannschaft oder einen ganz anderen Weg entscheiden werde.

Viel wichtiger war jedoch Flicks Botschaft, dass er sich mit seinem Abgang beschäftigt.

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Der Führungsriege der Münchner wird dieses Statement nicht gefallen haben. Bereits Anfang letzter Woche wurde Flick von höchster Stelle gebeten, sich nicht mehr zu Themen wie Jérôme Boateng oder seiner offenen Zukunft zu äußern, die Dinge stattdessen intern zu besprechen.

Flick jedoch reagierte auf das von Salihamidzic verkündete Bayern-Aus und hielt einen ersten großen Monolog auf einer Pressekonferenz. In dieser betonte er, dass die Qualität des aktuellen Kaders eine andere als in der Vorsaison sei.

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Zudem verzichtete er erneut auf ein klares Statement pro Bayern, was der Chefetage nicht gefiel.

Provoziert Flick seinen Abgang?

In Sachen Zukunft gibt es drei Optionen, da er einen Vertrag bis 2023 ohne Ausstiegsklausel hat.

Option 1: Flick bleibt Bayern-Trainer

Es ist der Wunsch der Bosse und insgeheim auch der von Flick. Allerdings nicht unter den aktuellen Umständen. Will man Flick eine Bayern-Zukunft schmackhaft machen, wird sich der Verein von Salihamidzic trennen und die Mannschaft aufrüsten müssen.

Eine langfristige Zusammenarbeit der beiden ist derzeit ausgeschlossen. Zudem werden auch die Bosse wissen: Geht Flick, droht der Abgang weiterer wichtiger Mitarbeiter, die Flick die Treue halten wollen.

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Option 2: Flick wird entlassen

Diese Option ist unwahrscheinlich. Doch klar ist auch, dass sich die Verantwortlichen nicht alles gefallen lassen werden und ein weiteres Rumgeeiere tunlichst vermeiden wollen. Rummenigge sprach mehrmals ein Machtwort, geändert hat sich stets wenig.

Sollte Flick entlassen und die Trennung schmutzig werden, bekäme der Erfolgstrainer eine Abfindung in Millionenhöhe, die sich der Verein in Corona-Zeiten eigentlich nicht leisten kann. Pro Jahr soll er bis zu acht Millionen Euro brutto verdienen. Seine Restvertragslaufzeit beträgt im Sommer zwei Jahre.

Hinzukommt: Würde man Flick entlassen, der bei den Fans beliebt und von den Spielern anerkannt ist, wäre das für den Verein ein enormer Imageschaden, zumal die Saison nach sechs Titeln im Vorjahr mit der neunten Meisterschaft in Folge abgeschlossen werden kann. (Kontaktaufnahme! Das ist der Stand bei Bayern und Nagelsmann)

Option 3: Flicks Vertrag wird aufgelöst

Die wahrscheinlichste Variante, sofern die Bayern einen Nachfolger finden. Flick könnte in diesem Fall auf eine Abfindung verzichten, die Münchner würden vom DFB aber auch keine Ablöse kassieren.

Öffentlich könnte man eine Trennung in beiderseitigem Einvernehmen bekanntgeben, bei der alle Seiten einigermaßen unbeschadet aus turbulenten Wochen herausgehen. Großer und heimlicher Bayern-Gewinner dürfte in diesem Fall vor allem Salihamidzic sein. Ob Flick das will?