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München - In den nächsten zwei Jahren laufen beim FC Bayern München die Verträge von derzeit sieben unangefochtenen Stammspielern aus. Stefan Effenberg schlägt Alarm.

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"Worüber ich mir noch mehr Sorgen mache, ist die Zukunft", sagt Stefan Effenberg!

In der neuen Folge des SPORT1 Podcasts "Meine Bayern-Woche" widmet sich die 52 Jahre alte Bundesliga-Legende nicht nur der offenen Zukunft von Trainer Hansi Flick. Der "Tiger" analysiert die Transferaktivitäten seines früheren Mitspielers und jetzigen FCB-Sportvorstands Hasan Salihamidzic.

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Der SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche" auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee

Vor was Effenberg warnt, ist ein Verlust von Bayerns Achse der Zukunft! (Provoziert Hansi Flick seinen Abgang?)

"Verträge laufen aus", sagt der SPORT1-Experte hinsichtlich der Arbeitspapiere von Leon Goretzka (bis 2022), Manuel Neuer, Robert Lewandowski, Thomas Müller, Serge Gnabry, Joshua Kimmich und Kingsley Coman (je 2023).

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"Das ist das Gerüst des FC Bayern und das ist eigentlich die spannendste Frage in den nächsten sechs oder neun Monaten: Wie tritt man an diese Spieler heran? Verlängern? Vertrag auslaufen lassen? Den Spieler auf den Markt geben? Das ist ein ganz schmaler Grat auf dem sich der FC Bayern in den nächsten Jahren befinden wird. Es kann passieren, dass sie ein bisschen Bayern-Gen verlieren."

Effenberg: Boateng absoluter Stammspieler

Nicht zu vergessen, dass in den kommenden Wochen weitere Zukunfts-Entscheidungen gefällt werden müssen. Etwa, ob Niklas Süle und/oder Corentin Tolisso verkauft werden, deren Verträge 2022 enden. Zudem muss Salihamidzic dringend den Kader verstärken, um allerhöchsten Ansprüchen auch in der nächsten Saison gerecht werden zu können.

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Bislang wurden nur Dayot Upamecano (für 42,5 Millionen Euro aus Leipzig) und Omar Richards (ablösefrei aus Reading) verpflichtet. Nicht zu vergessen, dass Flick bereits im aktuellen Kader einen Qualitätsverlust im Vergleich zum Triple-Kader des Vorjahres ausgemacht hat.

"Mit Boateng und Alaba verlieren sie Qualität. Ich bin der Meinung, dass sie nach wie vor absolute Stammspieler bei Bayern München sind. Wenn man solche Spieler verliert, muss man sie auch gleichwertig ersetzen. Das wird schwierig", sagt Effenberg.

Wichtige FCB-Personalien unklar

Umso wichtiger ist, dass die Zukunft der Bayern-Achse geklärt wird. Rechtzeitig und nicht wieder auf den letzten Drücker, um ablösefreie Abgänge wie den von Alaba zu vermeiden.

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Die Routinier-Achse um Neuer, Lewandowski und Müller denkt noch lange nicht ans Aufhören, sie sind zudem die Topverdiener im Kader und verdienen zusammen bis zu 60 Millionen Euro brutto pro Jahr. Unvorstellbar, dass alle drei die Bayern in zweieinhalb Jahren verlassen.

Für Neuer wurde jedoch mit Alexander Nübel ein potentieller Nachfolger verpflichtet. Lewandowski-Berater Pini Zahavi würde sich nach SPORT1-Informationen gegen einen Auslands-Wechsel seines Weltfußballer-Klienten nicht wehren. Ur-Bayer und Identifikationsfigur Müller hielt sich seine Zukunft in einem Interview zuletzt offen.

Goretzka zeigte sich zuletzt für eine Vertragsverlängerung gesprächsbereit. Gespräche mit dem Mittelfeld-Star laufen. Präsident Herbert Hainer stellte im SPORT1-Interview klar, dass man mit dem Ex-Schalker unbedingt verlängern will.

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Diese Spieler können Topverdiener werden

Wie Kimmich knüpft Kumpel Goretzka seine Zukunft aber auch an die Mannschaftsstärke. Die Meisterschaft allein reicht den beiden Nationalspielern nicht. Sie wollen dauerhaft um die Champions League mitspielen können und werden genau beobachten, wie mit Flick umgegangen wird.

Spannend wird sein, ob Kimmich in Eigenregie einen Vertrag aushandeln kann, der seinen Leistungen gerecht wird. Denn er hat sich von seiner Agentur "fair-sport" getrennt, um seine Interessen selbst zu vertreten.

Klar ist: Goretzka, Kimmich, Gnabry und Coman können sich jedem Topverein der Welt anschließen und werden sich eine Vertragsverlängerung bei den Bayern einiges kosten lassen. Sie alle wollen zu Topverdienern aufsteigen, liegen mit ihren Gehältern derzeit allesamt um die zehn Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Leroy Sané soll bis zu 18 Millionen Euro brutto verdienen.

Weitere Baustellen beim Rekordmeister

Viel Arbeit für Salihamidzic, dessen eigene Zukunft längst nicht klar ist. Sein Vertrag läuft ebenfalls bis 2023, eine Zusammenarbeit mit Flick (auch bis 2023) über den Sommer hinaus ist derzeit kaum vorstellbar.

Die Baustellen im Bayern-Team, sie werden nicht weniger. Und bei Marco Neppe, der vom Sportvorstand zum Technischen Direktor aufsteigen soll, ist auch noch kein Vollzug zu vermelden.

Der SPORT1-Bayern-Podcast mit Jana Wosnitza und SPORT1 Chefreporter Florian Plettenberg
Der SPORT1-Bayern-Podcast mit Jana Wosnitza und SPORT1 Chefreporter Florian Plettenberg © SPORT1-Grafik: Imago/SPORT1

Warum sich Effenberg im Falle des Showdowns für Flick und nicht für Salihamidzic entscheiden würde, warum Jérôme Boateng seiner Meinung nach wirklich gehen muss, was er von Kahn und Flick fordert und warum Uli Hoeneß‘ Aussagen eine Gefahr darstellen, erfahrt ihr im neuen SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche". Effenbergs Wut-Rede gibt es dort in ganzer Länge zu hören.

SPORT1 Chefreporter Florian Plettenberg spricht mit SPORT1 Moderatorin Jana Wosnitza in Folge fünf wie immer über die Themen und News der Woche beim FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft. Ab sofort immer freitags: "Plettigoal" verrät die Tendenz bei Hansi Flick und den Zeitplan des Gipfel-Treffens mit den Bossen. Stefan Effenberg analysiert den FC Bayern und die wichtigsten Personalien. Wolfsburgs Sportdirektor Marcel Schäfer schätzt die Chancen gegen die Münchner ein. Der SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche" ist auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar.