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München - Beim FC Bayern München herrscht Unruhe, die Spannungen zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic belasten den Rekordmeister. Präsident Hainer spricht Klartext.

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Der Konflikt zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic ist das vorherrschende Thema beim FC Bayern. Nun hat sich auch der Präsident des Rekordmeisters zu Wort gemeldet.

Herbert Hainer reagiert gelassen auf die Diskussionen. "Wir gehen damit ganz entspannt um, es ist nicht die erste und die letzte Aufregung, die es beim FC Bayern gegeben hat. Es wird auch eine Menge hineininterpretiert", sagte Hainer bei Sky: "Es ist definitiv nicht so, wie es öffentlich dargestellt wird."

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Hainer: Müssen "kein Liebespaar sein"

Dennoch ist er bemüht, die Wogen zu glätten. "Das sind zwei meinungsstarke Typen. Man muss nicht immer einer Meinung sein, das finde ich auch ganz gut. Wichtig ist, dass beide ein gemeinsames Ziel haben und das ist der Erfolg des FC Bayern München", erklärte Hainer. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Wichtig sei, "dass beide dasselbe Ziel haben. In den letzten 18 Monaten haben die beiden eine Mannschaft aufgebaut, die sechs Titel geholt hat und attraktiven Fußball spielt. So schlecht kann das nicht sein." Beide müssten "kein Liebespaar sein. Sie müssen gut zusammenarbeiten - und das machen sie".

Boateng-Abschied "war klar"

Bezüglich der Diskussionen um den Abgang von Jerôme Boateng nach der Saison stellte Hainer klar: "Für alle verantwortlichen Personen, die mit der sportlichen Leitung zu tun haben - inklusive Hansi Flick - war es klar, dass wir den Vertrag von Jerôme nicht verlängern."

Salihamidzic hatte das Aus von Boateng zuvor direkt vor dem Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain verkündet - was Flick nicht gefiel.

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Bayern-Präsident ist gewohnt, "dass Verträge eingehalten werden"

Der 56-Jährige glaubt, dass Flick seinen Vertrag bis 2023 an der Säbener Straße erfüllen wird. "Davon gehe ich fest aus. Ich komme aus einem Wirtschaftsunternehmen, wo viele Verträge abgeschlossen wurden. Und ich bin es gewohnt, dass Verträge eingehalten werden."

Er könne sich zwar vorstellen, dass es Flick "nervt, wenn er immer nach seiner Zukunft gefragt wird". Aber: "Er hat eine tolle Mannschaft und eine tolle Infrastruktur. Das gibt man nicht so einfach weg."

Auch bezüglich eines möglichen Engagement Flicks als Bundestrainer äußerte sich Hainer. "Das hat er mir bisher nicht gesagt." Er sehe den Verein diesbezüglich in einer Opferrolle.

"Beim DFB wird ein Trainerposten frei, Hansi Flick wird ins Gespräch gebracht – und wir sind jetzt das Opfer und sollen uns permanent dazu äußern", ergänzte Hainer.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)