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Trotz der so erfolgreichen Saison wird nach Trainer Adi Hütter auch Fredi Bobic Eintracht Frankfurt im Sommer verlassen. Darauf einigten sich nun Klub und Sportvorstand.

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Eintracht Frankfurt und Fredi Bobic haben sich über die vorzeitige Auflösung des bis zum 30. Juni 2023 laufenden Dienstvertrages mit Wirkung zum 31. Mai 2021 geeinigt.

Über die Details wurde Stillschweigen vereinbart.

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Der 49-Jährige beendet damit seine Tätigkeit in Frankfurt eine Woche nach dem letzten Bundesligaspieltag der laufenden Saison.

Somit könnte Bobic ab Juni bei seinem potenziellen neuen Arbeitgeber Hertha BSC einsteigen.

Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen sich die Vereine nach wochenlangen Verhandlungen auf eine Ablösesumme von 2,5 bis drei Millionen Euro geeinigt haben. Ursprünglich hatte die Eintracht wohl auf fünf Millionen Euro gepocht.

Die Eintracht verliert damit nach Trainer Adi Hütter und Sportdirektor Bruno Hübner die nächste zentrale Figur im sportlichen Bereich.

Bobic: "Erfolge erfüllen mich mit Stolz"

"Ich blicke auf fünf großartige Jahre bei Eintracht Frankfurt zurück. Die in dieser Zeit realisierten Erfolge erfüllen mich mit Stolz. Wir haben viel verändert und viel geschaffen. Die Eintracht-Familie ist in den fünf Jahren enorm gewachsen. Mein besonderer Dank geht an meine Vorstandskollegen und alle Mitarbeiter aus dem Sport", erklärte Bobic und fügte hinzu: "Herausheben möchte ich die beiden Trainer Niko Kovac und Adi Hütter. Durch den Aufsichtsrat habe ich immer volle Rückendeckung empfunden, insbesondere vom heutigen Ehrenvorsitzenden Wolfgang Steubing und seinem Nachfolger als Aufsichtsratsvorsitzenden Philip Holzer, dem ich für die jederzeit professionelle Zusammenarbeit danke."

Bobic war 2016 zur Eintracht gekommen und machte die Hessen mit klugen Entscheidungen zu einem Spitzenteam. Bereits im Februar hatte er mit einem Alleingang live im TV seinen Abschied aus Frankfurt angekündigt und damit für Unmut gesorgt. Als Wunschziel gilt die Hertha aus Berlin, wo seine Familie ihren Lebensmittelpunkt hat.

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Eintracht Aufsichtsratsboss Philip Holzer erklärte: "Fredi Bobic hat großen Anteil an einer zuletzt sportlich und wirtschaftlich erfolgreichen Eintracht-Zeit. Er hat durch viele kluge und gelungene Personalentscheidungen die Weichen für eine systematische Verbesserung des Profikaders gestellt und optimale Arbeit geleistet. Besonders anfangs hat er unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen für eine sportliche Neuorientierung gesorgt, damit auch einen wichtigen Stimmungsaufschwung im Umfeld des Traditionsvereins und bei seinen Fans ausgelöst. Nach intensiven Gesprächen in den vergangenen Tagen hat mir Fredi Bobic zugesichert, bis zu seinem Ausscheiden Ende Mai mit optimalem Einsatz für die Eintracht arbeiten, um sportlich das bestmögliche Ergebnis in der Spielzeit 2020/2021 zuerzielen. Für seine weitere berufliche Zukunft wünschen wir ihm alles Gute."

Eintracht will zügig Nachfolger für Bobic und Hütter

Erst am Mittwoch hatte die Eintracht verkündet, dass Trainer Adi Hütter nach der Saison zu Borussia Mönchengladbach wechselt. Damit verlassen die beiden Macher die Eintracht auf einen Schlag - obwohl die Frankfurter vor der Qualifikation für die Champions League stehen.

Holzer betonte, dass die Nachfolge von Bobic und Hütter zügig geklärt werden soll.

"Angesichts der Tatsache, dass im Laufe unserer Gespräche über den Wunsch von Fredi Bobic nach einer vorzeitigen Vertragsauflösung eine Einigung zu erwarten war, haben wir bereits im Stillen an der Nachfolge gearbeitet und den Markt sondiert. Jetzt können wir konkrete Gespräche mit potentiellen Kandidaten für die Nachfolge von Fredi Bobic führen, ohne dass wir uns bei der Entscheidungsfindung zeitlich unter Druck setzen lassen", erklärte Holzer: "Der Verein ist aktuell in allen Bereichen bestens aufgestellt und gemeinsam mit dem AG-Vorstand wird der Aufsichtsrat alles daransetzen, den sportlich und wirtschaftlich erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre fortzusetzen. Über Zwischenstände unserer Beratungen und Verhandlungen werden wir öffentlich nicht informieren und somit auch keine Spekulationen kommentieren."