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Die DFL hat die 36 Profiklubs für die letzten beiden Spieltage in Quarantäne-Trainingslager geschickt. Die Mehrheit der Fans findet dies sinnvoll - Niederlagen als Strafe sorgen für geteilte Meinungen.

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Das Corona-Termin-Chaos, welches bereits seit Wochen die 2. Bundeliga beherrscht, hat nach der verordneten zweiwöchigen Quarantäne für Hertha BSC auch die Bundesliga erreicht.

Zunächst hatte die DFL die 36 Profiklubs in einem Brandbrief nur bezüglich der bedrohlichen Lage sensibilisiert. Letztlich beschloss die DFL die sogenannten Quarantäne-Trainingslager für die Vereine der 1. und 2. Bundesliga. Ab 12. Mai werden alle 36 Profiklubs für die letzten beiden Spieltage in Isolation gehen. Somit soll sichergestellt werden, dass die laufende Saison bis zum 22. beziehungsweise 23. Mai beendet werden kann.

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Diese Anordnung sehen laut einer repräsentativen Online-Umfrage für das Bundesliga-Barometer, an der insgesamt 5406 Personen teilnehmen, 68,2 Prozent der befragten Fans als sinnvoll an. (Bundesliga: Ergebnisse und Spielplan)

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Bundesliga soll nicht unterbrochen werden - Fans einig

84,3 Prozent der Teilnehmer sprachen sich außerdem gegen eine generelle Unterbrechung der Bundesligasaison aufgrund der aktuellen Lage aus. (Bundesliga: Die Tabelle)

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Unter den Fans gibt es aber auch Meinungsverschiedenheiten zu den Corona-Maßnahmen der DFL. Etwa die Hälfte (52,4 Prozent) findet es richtig, dass sich die DFL vorbehält, abgesagte Spiele wegen positiven Corona-Fällen aufgrund grob fahrlässiger Verstöße gegen das Hygienekonzept gegen die verursachende Mannschaft zu werten.

Fast die Hälfte der Befragten (45,4 Prozent) glaubt, dass die Spieler und Bundesligaklubs zu sorglos mit der Corona-Situation umgehen. Sicherlich auch aus diesem Grund wünschte sich die Mehrheit (81,1 Prozent) eine regelmäßige neutrale und externe Überprüfung der Einhaltung der Hygienevorgaben bzw. -konzepte.

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Mehrheit der Fans sieht Existenz der Vereine nicht bedroht

Obwohl die deutschen Vereine nachweislich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben, sehen nur 37,5 Prozent der Fans die Existenz ihres jeweiligen Vereins durch die aktuelle Situation gefährdet.

Leicht verändert hat sich die Akzeptanz unter den Fußballinteressierten bezüglich der Durchführung von Geisterspielen. Dass derzeit keine Zuschauer zugelassen sind, bezeichneten 78,5 Prozent als nachvollziehbar und richtig. Zum Vergleich: Im November 2020 lag diese Zustimmung noch bei 64,9 Prozent.

Der Anteil derer, die sich inzwischen an Geisterspiele und Fußball nur im Fernsehen gewöhnt haben, blieb quasi unverändert. 39,8 Prozent der Teilnehmer gaben dies bei der aktuellen Befragung an, im November waren es 39,3 Prozent.

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