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Im Winter hätte Mahmoud Dahoud den BVB fast verlassen. Jetzt spielt sich der Mittelfeldspieler mit guten Leistungen wieder in den Fokus - und zum neuen Deal?

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Mit seinem entscheidenden Sahne-Pass vor dem 2:0 verzückt Mahmoud Dahoud die BVB-Fans!

Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte in der 68. Minute Lunte gerochen. Nach einem Pass von Xaver Schlager sprintete Dahoud vor dem eigenen Strafraum blitzschnell dazwischen, nahm Yannick Gerhardt den Ball ab und spielte einen Weltklasse-Ball auf Erling Haaland. Der Norweger rannte auf und davon und schob letztlich zum Siegtreffer ein. (BERICHT: Phänomen Haaland! BVB der Champions League wieder ganz nah)

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Das Tor, da waren sich alle sicher, ging mindestens zur Hälfte auf Dahoud.

"Mo war heute herausragend", lobte auch Trainer Edin Terzic auf SPORT1-Nachfrage. "Der Pass war nahezu identisch wie gegen Manchester City in der 48. Minute, da hatte er Erling auch schon ins Eins-gegen-Eins mit dem Torwart geschickt." (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Der CHECK24 Doppelpass mit Roman Weidenfeller und Peter Neururer am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

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BVB-Trainer Terzic schwärmt von Dahoud

Terzic schwärmt weiter: "Am Ball hat Mo große Fähigkeiten. Aber auch wie er gegen den Ball gearbeitet hat und den Gegner unter Druck gesetzt hat, sodass die Wolfsburger nicht aus dem Halbfeld flanken konnten, das war ein Schlüssel zu den drei Punkten." (Service: Tabelle der Bundesliga)

Dahoud trumpft im Saisonendspurt nochmal richtig auf – und könnte sich so zu einem neuen BVB-Vertrag spielen!

Das Arbeitspapier des zweimaligen Nationalspielers läuft im nächsten Jahr aus. Vertragsgespräche hat es nach SPORT1-Informationen bislang noch nicht gegeben. Grundsätzlich haben aber beide Parteien Interesse an einer Verlängerung.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Dahoud endlich wieder gefragt

Sportchef Michael Zorc sagte nach dem Wolfsburg-Sieg zu SPORT1: "Mo hat ein schlaues Spiel gemacht und viele Bälle gestohlen. Ab und an hat er den Ball unnötig verloren. Aber das war sonst sehr gut. Er macht es nach längerem Anlauf sehr gut."

Vom Verkaufskandidaten zum Erfolgsgaranten!

Diese Entwicklung war vor einigen Monaten noch nicht abzusehen. Dahoud bekam weder unter Ex-Trainer Lucien Favre noch unter Edin Terzic die erhofften Spielzeiten und dachte deshalb im Winter sogar an einen Leih-Wechsel. Unter anderem AS Monaco, Olympique Marseille und US Sassuolo waren am Deutsch-Syrer interessiert.

Mittlerweile zeigt Dahoud aber, welch große Qualität in ihm steckt und wieso der BVB vor vier Jahren 12 Millionen Euro für den damaligen U21-Europameister an Borussia Mönchengladbach überwiesen hat.

Gegen Wolfsburg war Dahoud, der 12,7 Kilometer lief, einmal mehr Dreh- und Angelpunkt im BVB-Zentrum.

Gute Leistungen führen zum neuen Vertrag

"Mo spielt endlich seinem Talent entsprechend", schwärmte Zorc schon vor einigen Wochen im Gespräch mit SPORT1. "Er fordert die Bälle, das ist ganz wichtig. Er hat keine Angst, auch mal mutige Bälle zu spielen. Das ist schon eine gute Qualität. Wir erwarten natürlich, dass er das beibehält." Angesprochen auf die Vertragssituation sagte der Sportdirektor: "Er hat noch einen Vertrag bei uns, wir müssen da aktuell keine Entscheidung treffen."

Klar ist: Spielt Dahoud so weiter, kommt der BVB gar nicht um ein neues Vertragsangebot herum.

Übrigens: Die starken Leistungen scheinen Dahoud so sehr zu beflügeln, dass er sich in Wolfsburg sogar nach der Auswechslung von Marco Reus in der 80. Minute die Kapitänsbinde überstreifen wollte.

Erst nach Hinweis der Teamkollegen (unter anderem von Emre Can) übergab Dahoud die Binde mit einem verschmitzten Lächeln an Urgestein Lukas Piszczek.