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Dortmund - Nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt liegen die Nerven beim BVB blank. Das Horrorszenario droht. Emre Can hat darauf allerdings absolut keine Lust.

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Beim BVB sitzt die Enttäuschung richtig tief.

"Ich habe keinen Bock, in der Europa League zu spielen. Ich will Champions League spielen", sagte ein sichtlich angefressener Emre Can am Samstagabend nach der 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt bei Sky.

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Was man will und was man bekommt, sind wie so oft allerdings zwei Paar Schuhe.

Denn nach der Pleite gegen die Eintracht - dem direkten Konkurrenten im Rennen um die Champions-League-Plätze - droht den Schwarzgelben das "Horrorszenario" Europa League.

Die Qualifikation für die Königsklasse liegt mit sieben Punkten Rückstand auf die viertplatzierte SGE bei nur noch sieben verbleibenden Bundesliga-Spieltagen in weiter Ferne. (Tabelle der Bundesliga)

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Reus-Abgang Sinnbild für BVB-Krise

Can hat also keine Lust auf die Europa League, will Königsklasse spielen - Champions-League-reif war sein Auftritt gegen die Eintracht aber nicht. Beim Siegtreffer von Eintracht-Stürmer André Silva gab der Innenverteidiger kein gutes Bild ab, lief mit seinem Gegenspieler nicht mit.

Ein Sinnbild dafür, dass beim BVB gerade einfach nichts zusammenläuft, war aber nicht Cans Abwehrhalten in dieser Situation, sondern vor allem der Abgang von Kapitän Marco Reus bei dessen Auswechslung.

Extrem langsam und genervt schlenderte Reus vom Platz, sein Gesichtsausdruck sprach Bände, die Kapitänsbinde warf er dem für ihn eingewechselten Giovanni Reyna lustlos hinterher.

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Hummels: "Dürfte schwer werden"

Um es mit den Worten von Sportdirektor Michael Zorc auszudrücken: "Wir haben uns das ganz anders vorgestellt."

Doch nun ist es eben, wie es ist. "Wir brauchen nicht groß drumherum zu reden und irgendwelche Durchhalteparolen zu schmettern. Es ist definitiv nicht leichter geworden, aber es ist noch möglich", gab sich BVB-Trainer Edin Terzic zuversichtlich.

VOTING: Wie sieht Dortmunds Zukunft aus?

Mats Hummels klang nicht ganz so optimistisch: "Nicht die Champions League zu erreichen, wäre sportlich und finanziell eine Katastrophe. Wir sind jetzt nah dran und haben uns leider ein großes Loch gegraben. Wenn man realistisch ist, glaube ich, dürfte es selbst mit sechs oder sieben Siegen sehr, sehr schwer werden mit Platz vier, deswegen sollte das jetzt erst mal nicht unser Thema sein, sondern in der Bundesliga einfach Leistung bringen, schauen, was dabei rauskommt, und in den Pokalwettbewerben versuchen, weiterzukommen in den nächsten Wochen."

Aber: Mit der Niederlage gegen Frankfurt verpatzte der BVB auch die Generalprobe für das Königsklassen-Viertelfinale am Dienstag bei Manchester City. (Champions League: Manchester City - BVB, Di. ab 21 Uhr im LIVETICKER)