Werder Bremen kassierte die fünfte Ligapleite in Folge
Werder Bremen kassierte in Dortmund die fünfte Ligapleite in Folge © Imago
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Werder Bremen kassiert bei Borussia Dortmund die fünfte Ligapleite in Serie und stellt damit den eigenen Negativrekord ein. Die Grün-Weißen müssen wieder zittern.

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Die Fans von Werder Bremen erinnern sich ungern an die Bilder aus der vergangenen Saison: Hängende Köpfe, grübelnde Gesichter, unschlüssige Schritte über den Platz. Und am Ende immer wieder die Frage: Wie konnte es so weit kommen?

Ebenjene Frage müssen sich die Grün-Weißen nach einer der kompliziertesten Spielzeiten der Vereinsgeschichte, die in der glücklichen Relegations-Rettung endete, aber vielleicht nun wieder stellen.

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Denn ganz einfach ausgedrückt: Werder befindet sich im freien Fall. Abermals. Das 1:4 bei Borussia Dortmund war die fünfte Ligapleite in Folge, die zugleich die Einstellung des vereinsinternen Negativrekords bedeutet. Den Ernst der Lage hat indes jeder erkannt. (Tabelle der Bundesliga)

Entscheidungsspiel gegen Mainz?

"Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat. Wir müssen unbedingt punkten", sagte Werders Marco Friedl nach der Partie bei Sky.

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Gemeint ist natürlich die nächste Partie am Mittwoch. Eine Partie, die nicht irgendeine ist. Denn dort geht es gegen Mainz 05, den direkten Tabellennachbarn, der im Gegensatz zu Werder schon seit Monaten weiß, dass es in dieser Saison einzig und allein um den Klassenerhalt geht (Bundesliga: Werder Bremen - Mainz 05, Mittwoch ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).

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Ein Blick auf die Tabelle vereinfacht das Verständnis. Dort rangiert Werder mit 30 Zählern auf Platz 13, zwei Punkte mehr aufweisend als die Mainzer, die jedoch eine Partie weniger absolviert haben.

Doch das ist nicht alles: auch Arminia Bielefeld (27 Punkte) und Hertha BSC (26) lauern dahinter, die Alte Dame ebenfalls mit einer Partie weniger und auf dem Relegationsplatz stehend. Genau dieser Relegationsplatz ist es, den Werder unbedingt vermeiden will, um einem Nervenspiel wie im Vorjahr zu entgehen.

Kohfeldt: "Wir haben den Kopf verloren"

Denn für Nervenspiele braucht es - wie es das Wort schon sagt - gute Nerven. Etwas, das dem Team von Trainer Florian Kohfeldt neben wichtigen verletzten Akteuren wie Abwehrchef Ömer Toprak und Stürmer Niclas Füllkrug aktuell eher abgeht.

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"Bis zum 1:1 war es ein sehr gutes Spiel von uns", fasste Kohfeldt die BVB-Pleite zusammen. "Dann haben wir vor der Halbzeit aber den Kopf verloren".

Den Kopf verloren - vielleicht steckt genau darin der Schlüssel zu der derzeitigen Misere. Denn nach dem 2:0-Sieg bei Arminia Bielefeld im Bundesliga-Nachholspiel am 10. März sah vieles nach einer Saison ohne Abstiegsgedanken aus.

Werder noch in einer guten Situation?

Elf Punkte betrug damals der Vorsprung auf den Relegationsplatz - inzwischen ist er auf vier Punkte geschrumpft, mit Gegnern, die sogar weniger Partien absolviert haben. Hat Werder also den Kopf verloren, sich zu sicher gefühlt? Und was ist in einer solchen Situation zu tun?

"Wir sind noch immer in einer guten Situation", erklärte Kohfeldt, der ebenso ruhig bleibt wie in der vergangenen Spielzeit, um dennoch vielsagend hinterherzuschieben: "Aber am Mittwoch zählt's."

Mehr braucht es nicht, um den Ernst der Lage auszudrücken.