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Bremen - Werder Bremen verliert zum sechsten mal in Folge. Nach der Mainz-Pleite wüten die Norddeutschen über eine Entscheidung des Videoschiedsrichters.

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Werder Bremen taumelt immer mehr in Richtung 2. Bundesliga! 

Die Norddeutschen verloren im Abstiegskampf-Duell zu Hause gegen Mainz 05 mit 0:1 (0:1) und müssen nach der sechsten Pleite in Serie immer mehr zittern. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Aktuell beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch vier Zähler. Allerdings hat Hertha BSC noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Auch der 1. FC Köln auf dem 17. Platz ist von Bremen nur noch vier Zähler entfernt. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Baumann wütend: VAR "nicht verstanden"

Der Mainzer Adam Szalai brachte die Gäste mit seinem Treffer in der 16. Minute hingegen dem Klassenerhalt näher und in der Tabelle an Bremen vorbei. Die Gäste nutzten bei ihrem frühen Führungstreffer von Szalai einen individuellen Patzer von Milos Veljkovic. Karim Onisiwo scheiterte nach dem Ausrutscher des Werder-Verteidigers noch an Keeper Jiri Pavlenka, doch sein Sturmpartner war zum Abstauber zur Stelle.

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Das Team von Bo Svensson ist mit Abstand das formstärkste Team im Abstiegskampf und sammelte in den vergangenen sechs Partien satte 14 Punkte.

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Möglich wurde der Mainzer Aufschwung in Bremen auch durch eine Entscheidung des VAR. Vor dem Treffer von Josh Sargent zum 1:1 (44.) hatte Kevin Möhwald vermeintlich dem Mainzer Schlussmann Robin Zentner den Ball aus der Hand getreten.

Der Videoassistent griff ein und nach Anbetracht der Bilder nahm Schiedsrichter Marco Fritz nahm den Treffer zurück. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Werders Geschäftsführer Frank Baumann sprach bei Sky von einer "beschissenen" Gefühlslage und kochte angesichts des nicht gegebenen Treffers. "Wenn der Schiedsrichter im Spiel auf Foul entschieden hätte, könnte man es vielleicht so sehen. Aber das ist keine klare Fehlentscheidung. Wenn der Schiri in der Halbzeit noch zu mir sagt: 'Das kann man so sehen, dass es keine klare Fehlentscheidung war', dann habe ich den Sinn des Videoschiedsrichters nicht verstanden. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen." 

Zentner: "Er tritt gegen meine Hand"

Mainz-Torwart Zentner sah das anders: "Was man im Bild nicht so gut sieht: Bevor er gegen den Ball tritt, tritt er gegen meine Hand und geht dann Richtung Ball. So habe ich es gespürt, dem Schiri direkt gesagt und er war dann meiner Meinung." 

Auch Coach Kohfeldt kritisierte die Entscheidung. "Der Ball ist frei, er hat die Hand nicht dran. Selbst bei Sicht der Videobilder sehe ich da kein Foul. Ich mache da kein großes Fass auf und schimpfe da auf keinen. Anspruch ist aber, mit dem Assistenten eine Gerechtigkeit über alle Plätze zu schaffen."

Der Coach verglich den Treffer mit dem 1:1 des 1. FC Köln vor einigen Wochen gegen Werder. Dort hatte Kölns Stürmer Emmanuel Dennis  den Bremer Keeper beim Fangen des Balles behindert. Der Treffer von Jonas Hector hatte aber gezählt.

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Kohfeldt hatte nach dem zuletzt schwachen Auftritt in Dortmund (1:4) noch einmal klare Worte an seine Mannschaft gerichtet und eine schnelle Reaktion gegen Mainz gefordert. Die Ergebnisse der Kellerkonkurrenten vom Dienstag erhöhten noch einmal den Druck, mit dem die Bremer zu Beginn gut umgingen. 

Kohfeldt setzt auf Rashica und Füllkrug im Sturm

Werders Coach hatte sein Team mit Niclas Füllkrug und Milot Rashica in der Spitze offensiv eingestellt und hoffte bereits nach vier Minuten auf einen Elfmeter.

Doch Ludwig Augustinsson war für das Schiedsrichter-Gespann zu leicht zu Boden gegangen. Mainz überstand den ersten größeren Druck mit guter Aufteilung und Zweikampfstärke.

Die Bremer waren durch den Rückstand empfindlich getroffen und kamen erst durch Füllkrug in der 31. Minute zu einer ersten echten Gelegenheit auf den Ausgleich, Zentner im 05-Tor reagierte stark. Auch Pavlenka musste sich weiter beweisen, unter anderem gegen Leandro Barreiro (35.). 

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Werder Riesenglück, Szalai traf aus der Drehung die Unterkante der Latte (48.). Dann ging es hin und her. Maximilian Eggestein (58.) besaß die Chance zum Ausgleich, aber auch Mainz hätte durch Onisiwo (60.) nachlegen können. So blieb es eng bis in die Schlussphase.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)