Erling Haaland lässt den BVB wieder von der Champions League träumen
Erling Haaland lässt den BVB wieder von der Champions League träumen © Imago
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Dortmund - Borussia Dortmund bezwingt Werder Bremen und träumt wieder von der Champions League. Der Abstand auf Platz vier beträgt nur noch vier Punkte.

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Spiel gewonnen, Patzer der Konkurrenz genutzt: Borussia Dortmund darf dank eines Doppelpacks von Erling Haaland wieder von der Champions League träumen.

Die Schwarz-Gelben bezwangen Werder Bremen verdient mit 4:1 und verkürzten den Abstand auf Eintracht Frankfurt (Platz vier) auf vier Punkte. Auch der VfL Wolfsburg, der auf Platz drei rangiert, ist nur noch fünf Zähler entfernt. (Tabelle der Bundesliga)

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Die Wölfe und die Eintracht hatten ihre Partien am Samstag verloren und so die Tür für den BVB aufgemacht.

Reus: "Ein bisschen heißer"

"Wir haben eine zweite Chance bekommen, uns für die Champions League zu qualifizieren. Nach gestern waren wir noch ein bisschen heißer", sagte BVB-Kapitän Marco Reus bei Sky: "Wir wollten noch einmal rankommen, und das haben wir mit dem Sieg geschafft. Das war das große Ziel."

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Dabei hatte es für den BVB nicht so gut begonnen: Milot Rashica (14.) brachte die Grün-Weißen in Führung. In der Folge drängte Dortmund aber auf den Ausgleich.

Und wurde belohnt: Giovanni Reyna traf per Gewaltschuss (29.). Der doppelte Haaland (34., Foulelfmeter, 38.) legte nach und drehte die Partie. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

In Hälfte zwei machte Mats Hummels per Kopf den Deckel drauf (87.).

"Der Sieg bringt uns drei Punkte näher an unser Ziel", sagte Trainer Edin Terzic. "Es war ein gutes Spiel von uns. Wir haben es aber nicht in allen Phasen sauber zu Ende gespielt. In der ersten Halbzeit haben wir uns den einen oder anderen blöden Konter gefangen, das konnten wir dann korrigieren."

Im Großen und Ganzen sei man aber dominant gewesen und habe verdient gewonnen.

Werder wieder im Abstiegskampf

Was sich für den BVB als herauragender Nachmittag erwies, könnte für Werder noch zur bitteren Note werden.

Nach der fünften Liganiederlage in Folge droht Werder wieder eine Nervenschlacht im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur vier Punkte - Bremen hat zudem ein Spiel mehr ausgetragen.

"Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat. Wir müssen unbedingt punkten", sagte Werders Marco Friedl.

Und sein Coach Florian Kohfeldt sagte: "Wir sind noch immer in einer guten Situation. Aber am Mittwoch zählt's."

An jenem Mittwoch empfängt Werder Mainz 05, das bei einem Spiel weniger nur zwei Punkte hinter den Grün-Weißen lauert.

BVB mit mühevollem Beginn

Im Gegensatz zur Niederlage gegen Manchester City veränderte Terzic sein Team auf zwei Positionen: Julian Brandt und Reyna ersetzten Emre Can und Ansgar Knauff.

Die Gastgeber taten sich in ihren neonfarbenen Retro-Trikots zunächst aber schwer. Ohne Tempo und Ideen spielte der BVB um den Bremer Strafraum herum.

Werder stand mit einer Fünferkette dicht gestaffelt und lauerte auf Konter. Bei einem Schuss von Leonardo Bittencourt musste sich BVB-Schlussmann Marwin Hitz gewaltig strecken (5.).

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Neun Minuten später war auch der Schweizer machtlos. Nach einem Pass von Maximilian Eggestein stürmte Rashica unbedrängt auf Hitz zu und behielt die Nerven. Mateu Morey hatte das Abseits aufgehoben und musste sich einen Anpfiff von Manuel Akanji gefallen lassen.

Der Favorit kam auch danach nicht ins Spiel und verzettelte sich immer wieder bei seinen Bemühungen. Erst ein Gewaltschuss von Reyna von der Strafraumgrenze sorgte für die Wende.

BVB selbstsicherer

Mit dem Ausgleich wurde der BVB selbstsicherer, die Aktionen wurden zielstrebiger. Nach einem Foul von Kevin Möhwald an Kapitän Marco Reus verwandelte Haaland den Elfmeter sicher zur Führung.

Bremen verlor nun völlig die Ordnung. Über Umwege kam der Ball zu Haaland, der aus kurzer Distanz mühelos sein 23. Saisontor erzielte.

Der Dortmunder Dreierpack zeigte bei den Gästen weiter Wirkung. Jude Bellingham scheiterte nach Vorarbeit des starken Reyna aber an Torhüter Jiri Pavlenka (41.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte sich die Defensive der Norddeutschen zumindest etwas stabilisiert, nach vorne ging aber nicht viel.

Werder ohne Glück

Die Dortmunder hatten weiterhin die Spielkontrolle. Einen Schuss von Reus lenkte Pavlenka übers Tor (55.), eine Minute später zielte der Kapitän knapp vorbei.

Florian Kohfeldt brachte in Davie Selke und Joshua Sargent ein frisches Offensiv-Duo. Die Gäste wurden wieder mutiger, Eggesteins Schuss klatschte aber an den Pfosten (63.).

Ein dritter Haaland-Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt (83.), dann traf Hummels.

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)