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Leverkusen - Eintracht Frankfurt kassiert bei Bayer Leverkusen eine schmerzhafte Niederlage. Der Kampf um die Champions League wird zur Kopfsache.

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Der Lohn für das späte Aufbäumen blieb Eintracht Frankfurt verwehrt.

Und der Tabellenvierte spürt im brisanten Kampf um die Champions-League-Plätze nach der 1:3 (0:0)-Niederlage bei Bayer Leverkusen den heißen Atem von Verfolger Borussia Dortmund im Nacken. (Bundesliga: Die Tabelle)

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Fredi Bobic übte sich angesichts eines Herzschlagfinales im Saisonendspurt in Gelassenheit. "Das passt doch, wir sind jetzt einen Punkt vor Dortmund und machen uns mit Sicherheit nicht in die Hosen deswegen", sagte der Frankfurter Sport-Vorstand nach dem Spiel bei Sky. "Wir haben noch drei Spiele vor der Brust, die wollen wir alle drei gewinnen. Wenn wir alle drei gewinnen, ist es eigentlich egal, dann sind wir immer noch einen Punkt vorne."

Der CHECK24 Doppelpass mit Roman Weidenfeller und Peter Neururer am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

"Gefühl, die Champions League zu verlieren" - Kopfproblem bei Frankfurt?

Die Eintracht bleibt mit 56 Punkten zwar Vierter, der formstarke Vizemeister Borussia Dortmund (55) befindet sich nach dem Sieg beim Dritten VfL Wolfsburg (57) aber unmittelbar in Schlagdistanz. "Aber Dortmund muss auch erstmal seine Spiele gewinnen", meinte Bobic. Die SGE trifft noch auf Mainz (H), Schalke (A) und Freiburg (H), der BVB hat mit Leipzig (H), Mainz (A) und Leverkusen (A) auf dem Papier die etwas dickeren Brocken vor der Brust. (Bundesliga: Ergebnisse und Spielplan)

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"Das liegt in unserer Hand. Das ist das Schönste. Wir müssen nur auf uns schauen und das werden wir auch tun", sagte Bobic.

Der schrumpfende Vorsprung wird für Abwehrspieler Martin Hinteregger aber durchaus auch zur Kopfsache. "Vor ein paar Wochen war es noch so, dass wir die Champions League gewinnen können, nachdem wir sieben Punkte vorne waren, ist das Gefühl dazu umgeschwankt, dass wir die Champions League verlieren können", meinte der Österreicher. "Wir können zulegen - und werden das machen."

Angesprochen auf ein drohendes Kopfproblem meinte SGE-Trainer Adi Hütter: "Natürlich kann man Ende des Tages auch etwas verlieren, wenn wir uns so nach vorne gearbeitet haben. Es ist nicht so, dass uns irgendjemand etwas geschenkt hätte." Natürlich sei der Druck da, ergänzte der Coach: "Auf der anderen Seite können wir eigentlich nur noch gewinnen, um etwas Großes zu gewinnen. Darauf muss der Fokus liegen."

Leverkusen kontert Silvas Tor in der Nachspielzeit

Für Leverkusen trafen Leon Bailey (70.), der kurz zuvor eingewechselte Lucas Alario (80.) und Kerem Demirbay (90.+1). SGE-Torjäger André Silva (90.+1) verkürzte zwischenzeitlich mit seinem 25. Saisontreffer. (Der Spielverlauf zum Nachlesen im TICKER)

Das Saisonziel Champions League dürfte für die Werkself drei Spieltage vor Schluss mit sechs Punkten Rückstand trotzdem kaum mehr erreichbar sein, derzeit belegt die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf den Conference-League-Platz sechs.

Trotz sechs hohen Pleiten in Serie in Leverkusen waren Hütter und sein Team mit "einem guten Gefühl" ins Rheinland gereist. "Wir müssen uns anders präsentieren als die letzten Male", sagte der künftige Gladbach-Coach vor dem Spiel. Dann sei er "zuversichtlich, dass wir ein positives Ergebnis mitnehmen können." Verzichten musste Hütter dabei neben den Langzeitverletzten auf den gelbgesperrten Sebastian Rode.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Bayer, das kurzfristig ohne Sven Bender (Sprunggelenksprobleme) auskommen musste, wurde schnell gefährlich. Kevin Trapp, der seine 200. Bundesliga-Partie bestritt, wehrte erst einen Distanzschuss von Patrik Schick nach vorne ab. Beim Nachschuss von Bailey war der 30-Jährige wieder schnell oben und wehrte glänzend zur Ecke ab (4.).

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)