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Augsburg - Friedhelm Funkel feiert mit dem 1. FC Köln einen ganz wichtigen Sieg in Augsburg. Der erfahrene Coach hat den Kölnern Leben eingehaucht - und neue Hoffnung.

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Ein Platz für den Trainer hätte in Augsburg auf Gäste-Bank überhaupt nicht freigehalten werden müssen. 

Friedhelm Funkel - der am Freitagabend mit dem 1. FC Köln in der Fuggerstadt zu Gast war - nutzte seinen Sitzplatz kaum. Stattdessen tigerte er in seiner Coachingzone rauf und runter und verließ diese auch das eine oder andere Mal. Man hätte meinen können, dass der 67-Jährige mindestens 20 Jahre jünger sei. 

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Dreimal durfte der Feuerwehrmann im ersten Durchgang jubeln, am Ende zitterten sich die Kölner zu einem 3:2-Sieg in Augsburg - und der könnte im Abstiegskampf noch richtig wichtig werden. Plötzlich steht der fast schon totgesagte FC nämlich nur noch einen Punkt hinter dem rettenden Ufer. Ein Hauptgrund: der Übergangstrainer. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Funkel hat "uns alle heißgemacht"

"Er hat uns neue Motivation gegeben. Er hat mit jedem Einzelnen gesprochen und uns alle heißgemacht", lobte Kölns Marius Wolf den erfahrenen Coach. Und genau das war in den letzten Spielen deutlich zu sehen. 

Funkels Bilanz: Eine 0:3-Pleite bei Bayer Leverkusen, ein 2:1-Sieg gegen RB Leipzig und nun der wichtige Erfolg beim direkten Konkurrenten aus Augsburg. 

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"Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit hingelegt. Wir haben effektiv und schnell nach vorne gespielt und fantastische Tore erzielt", lobte Funkel seine Mannschaft nach dem Abpfiff in Augsburg bei DAZN.

Er hatte allerdings auch so manches auszusetzen: "In der zweiten Halbzeit haben wir uns zu weit zurückgezogen und zwei Tore hinnehmen müssen. Wir haben es aber mit Leidenschaft verteidigt und noch ein wenig Glück gehabt. Ich werde mit der Mannschaft in den nächsten Tagen besprechen, was wir da falsch gemacht haben. Wichtig ist jetzt, dass wir gewonnen haben. Die Spieler sind wirklich an ihre Grenzen gegangen. Ich stehe zu 100 Prozent zu meinen Spielern. Da kann man auch über das eine oder andere hinwegsehen." 

Funkel: "Wir haben noch nichts erreicht"

Ganz klar: Funkel hat dem FC wieder Leben eingehaucht. Rein sportlich scheint sich der Gang aus dem Ruhestand für den leidenschaftlichen Trainer bereits gelohnt zu haben.

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Er weiß aber auch, dass seine Mission in Köln noch lange nicht erfüllt ist. "Köln lebt, das haben wir auch schon in Leverkusen und gegen Leipzig gesehen. Wir haben aber noch nichts erreicht. 29 Punkte reichen nicht, um in der Bundesliga zu bleiben", sagte Funkel in Augsburg. 

Bis zum 9. Mai hat sein Team nun Zeit, um sich von den Strapazen der vergangenen Tage zu erholen. Dann steht gegen den SC Freiburg das nächste richtungsweisende Heimspiel an. Danach kommt es bei Hertha BSC wohl zu einem echten Endspiel, ehe Köln die Saison gegen den bereits abgestiegenen FC Schalke 04 beendet. (Service: Spielplan der Bundesliga)