Schalke 04 steigt aus der Bundesliga ab
Schalke 04 steigt aus der Bundesliga ab © FIRO/FIRO/SID
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Nach einem beispiellosen Absturz mit nur zwei Bundesliga-Siegen in 15 Monaten ist Schalke 04 in der zweiten Liga gelandet.

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Nach einem beispiellosen Absturz mit nur zwei Bundesliga-Siegen in 15 Monaten ist Schalke 04 in der zweiten Liga gelandet. Mit der 0:1 (0:0)-Pleite beim Aufsteiger Arminia Bielefeld besiegelten die Königsblauen bereits vier Runden vor Saisonende den vierten Abstieg ihrer Vereinsgeschichte. Der Traditionsklub, fast zwei Jahrzehnte lang Stammgast im Europapokal, verabschiedet sich nach 30 Jahren wieder aus dem Oberhaus - als einer der schlechtesten Absteiger der Ligahistorie.

Die Arminia dagegen darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen: Nach vier Spielen in Folge ohne Niederlage beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz vier Punkte. Allerdings hat Hertha BSC wegen der Corona-Quarantäne zwei Spiele weniger bestritten. Schalke tritt wie 1981, 1983 und 1988 den Gang in die Zweitklassigkeit an - noch nie jedoch hatte der Abstieg so früh festgestanden, und noch nie hatte der siebenmalige Meister 21 Saisonniederlagen kassiert.

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Schon vor dem Anpfiff hatte festgestanden, dass die Gelsenkirchener nur mit einem Sieg das Unvermeidbare noch hinauszögern könnten. Doch das Team von Trainer Dimitrios Grammozis lieferte die nächste enttäuschende Leistung in einer historisch schlechten Saison ab, wirkte nie wie eine Mannschaft, die unbedingt gewinnen musste.

Kapitän Fabian Klos beendete den Schalker Kampf um den Klassenerhalt mit einem Distanzschuss aus 25 Metern (50.). Das Ergebnis hätte noch deutlicher ausfallen können, denn die Ostwestfalen vergaben mehrere hochkarätige Torchancen und Klos sogar einen Foulelfmeter (80.). Schalkes Verteidiger Malick Thiaw sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (71.).

Gegenüber der 0:4-Pleite am vergangenen Samstag in Freiburg hatte Grammozis seine Startelf überraschend nur auf zwei Positionen verändert. Ausgerechnet Timo Becker und Can Bozdogan aus dem eigenen Nachwuchs mussten auf die Ersatzbank.  

Die Königsblauen begannen sehr verhalten. Die Bielefelder, die unter ihrem neuen Trainer Frank Kramer regelmäßig punkten, gingen deutlich selbstbewusster und zielstrebiger zu Werke. Manuel Prietl scheiterte nach sehenswerter Einzelaktion an Schalke-Keeper Ralf Fährmann (9.). Dann blockte Omar Mascarell in höchster Not für den schon geschlagenen Fährmann einen Schuss von Ritsu Doan (13.).

Mehr Engagement als seine Spieler zeigte Grammozis, der an der Seitenlinie immer wieder sein Team mit lautstarken Anweisungen und häufigem Applaus zu motivieren versuchte. Das war weiter vorwiegend in der eigenen Hälfte mit Defensivaufgaben beschäftigt. Die dritte gute Bielefelder Torchance vergab Andreas Voglsammer, dessen Lupfer knapp das Ziel verfehlte (29.).  

Erst nach mehr als einer halben Stunde brachte Kapitän Sead Kolasinac erstmals den Ball auf das Arminia-Tor, ohne aber Keeper Stefan Ortega dabei vor irgendwelche Probleme zu stellen (32.). Deutlich mehr Mühe hatte Fährmann, der mit dem Knie einen Schuss von Voglsammer nach einem Querschläger von Fabian Klos abwehrte (35.).

Auch nach der Pause blieben die Gastgeber die klar spielbestimmende Mannschaft. Dem 1:0 ging ein völlig unnötiger Ballverlust von Omar Mascarell im Mittelfeld voraus. Klos scheiterte kurz vor Schluss vom Punkt an Ralf Fährmann, traf zwar im Nachsetzen, stand dabei aber im Abseits.