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Nach Ralf Rangnicks Absage haben die Verantwortlichen auf Schalke die Hoffnung auf dessen Rückkehr nicht ganz aufgegeben. Zwischen den Gruppen herrscht weiter Uneinigkeit.

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Die Absage von Ralf Rangnick als neuer Sport-Vorstand hat die Schalke-Gemeinschaft schwer getroffen - schließlich setzten viele Anhänger ihre Hoffnungen in den früheren S04-Trainer. 

Auch Frank Haberzettel, Sprecher der "Pro-Rangnick-Gruppe", die den 62-Jährigen am Aufsichtsrat vorbei kontaktiert hatte, konnte die Enttäuschung nicht verbergen.

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"Das ist total traurig und bedauerlich", sagte Haberzettel bei SPORT1: "Wir haben dem Verein nach den Gesprächen am Mittwoch (Aussprache der Gruppe mit Buchta, Anm. d. R.) nochmal unsere Unterstützung angeboten. Leider hat der Aufsichtsrat unsere Unterstützung nicht in Anspruch genommen. Wir sind traurig, dass wir nicht aktiv helfen können. Wir müssen die Lage jetzt analysieren. Ralf Rangnick bleibt unverändert die beste Lösung für Schalke in dieser schwierigen Situation."  

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Am Samstagabend äußerte sich mit Jörg Grabosch ein weiterer Unterstützer der "Pro-Rangnick-Gruppe" - und verbreitete die leise Hoffnung, dass Rangnick doch noch bei Schalke landen könnte.

Grabosch und Paetzel haben noch Hoffnung

"Meiner Meinung nach gibt's noch eine Chance", sagte Grabosch bei Sky - und bezog sich dabei auf das Wort "derzeit" in Rangnicks Absage-Statement ("Leider sehe ich mich aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten innerhalb des Vereins derzeit nicht in der Lage, die sportliche Verantwortung bei S04 zu übernehmen")

Wir haben noch einen Hoffnungsschimmer in dem kleinen Wörtchen dass es ihm 'derzeit' nicht möglich ist. Meiner Meinung nach gibt es noch eine Chance."

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Auch Uli Paetzel, Sprecher der Pro-Rangnick-Gruppe, will die Hoffnung nicht aufgeben: "Noch ist nicht aller Tage Abend. Wir kämpfen weiter. Und bieten allen Verantwortlichen an, zu helfen und seine Verpflichtung zu ermöglichen."

Gleichzeitig kann Grabosch Rangnicks Absage aber nachvollziehen. "Ich verstehe, dass er die vielen Unwägbarkeiten als Unsicherheit empfindet, da würde ich mir auch überlegen, ob ich diesen Job annehme. Vielleicht ist es jetzt erstmal am Verein und an allen Beteiligten, inklusive uns als der berühmten Unterstützer-Gruppe, für klare Strukturen zu sorgen, um eine Arbeit für Ralf Rangnick möglich zu machen."

Vorwürfe von Aufsichtsrats-Chef Buchta 

Dem Aufsichtsrat wirft Grabosch vor, nicht auf die Sponsoren-Zusagen der "Pro-Rangnick-Gruppe" reagiert zu haben.

Wenig später meldete sich Schalkes Aufsichtsrats-Chef Jens Buchta zu Wort - und bestritt, Einsichten über diese Zusagen bekommen zu haben. "Ich würde die Gruppe darum bitten, die finanziellen Möglichkeiten – von denen immer die Rede ist – offenzulegen und diese mit dem Vorstand zu besprechen", sagte Buchta bei Sky.

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Dass sich Teile des Aufsichtsrat gegen Rangnick gesträubt hätten, dagegen wehrt sich Buchta. "Es gab in der Sitzung am 12. März – wo wir das erste Mal mit Ralf Rangnick konfrontiert wurden – keine Personaldiskussion. Ich bin mir sicher, dass es im Aufsichtsrat keinen gibt, der gegen Ralf Rangnick ist."

Buchta hofft, dass künftig alle an einem Strang ziehen werden: "In unserer Situation ist jeder willkommen, seine Unterstützung zu geben. Die Aktion, die am Freitag gelaufen sind, da sind wir nicht glücklich darüber – das ist aber auch selbstredend. Ansonsten sind wir für Gespräche offen.

Mit Rangnicks schneller Absage habe er nicht gerechnet. "Ich bin beim Tanken von der Nachricht überrascht worden. Wir hatten ein gutes Gespräch mit dem Berater von Herrn Rangnick, in dem wir die Rahmenbedingungen erläutert und diskutiert werden. Wir hatten verabredet in der nächsten Woche ein Folgegespräch mit Ralf Rangnick zu führen."