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München - Bricht Robert Lewandowski den 40-Tore-Rekord von Gerd Müller? Der genaue Blick auf die Zahlen verdeutlicht, wie nahe der Bayern-Stürmer dran ist.

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40 Tore in 34 Bundesliga-Spielen: Der Rekord von Gerd Müller, Stürmer-Idol des FC Bayern München, schien für die Ewigkeit zu sein. Nun allerdings bringt Robert Lewandowski ihn in ernsthafte Gefahr.

Nach seinem Doppelpack beim 5:1 der Bayern gegen den 1. FC Köln hat der polnische Stürmer schon am 23. Spieltag 28 Treffer auf dem Konto - mehr als der "Bomber" zu diesem Zeitpunkt in der Saison 1971/72 (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen).

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Schafft Lewandowski, der in der Torjägerliste der Bundesliga einsam seine Kreise zieht, was lange undenkbar war? SPORT1 rechnet vor - und zeigt auf, was dafür und dagegen spricht.

Aktuelle Quote von Robert Lewandowski reicht für den Rekord

Müller hatte 1972 nach 23 Spieltagen 25 Tore angesammelt, Lewandowski hat mittlerweile sogar also schon ein Drei-Tore-Polster im historischen Fernduell und steht so gut da wie noch niemand vor ihm zu diesem Zeitpunkt der Saison. Seine Torquote liegt bei 1,217 Treffern pro Spiel – die von Müller zum damaligen Zeitpunkt bei 1,087.

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Zu beachten ist allerdings: Gerade an den letzten elf Spieltagen 1971/72 war Müller zu Hochform aufgelaufen, legte noch drei Dreierpacks hin, netzte insgesamt 15 Mal ein – Torquote: 1,364. Über die ganze Saison verteilt lag Müllers Schnitt bei 1,176.

Lewandowski muss seinen aktuellen Wert allerdings nicht steigern, um das Rennen zu gewinnen: 1,217 mal 34 ergibt 41,378 - mit 41 Treffern hätte der frühere Dortmunder den Müller-Rekord geknackt!

Viel Spielraum nachzulassen hat Lewandowski allerdings nicht: Jede kleine Verletzung oder Formkrise gefährdet die historische Mission.

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Gerd Müller bislang nicht annähernd erreicht

Der Stürmerkollege, der Müller bislang am nächsten kam – neben dem "Bomber" selbst im Jahr darauf (36) - war Namensvetter Dieter Müller mit 34 Toren 1976/77 (Dieter Müller: Ein Leben zwischen Tod und Toren) und Lewandowski selbst in der vergangenen Spielzeit mit ebenfalls 34 Treffern.

In der Neuzeit war zuvor auch Pierre-Emerick Aubameyang nah dran, als er 2016/17 für Dortmund 31 Treffer schaffte.

Nach 23 Spielen lag er bei 20 Toren (0,869) - und obwohl er in den letzten elf Partien fast immer zulangte (genau 11 Tore in 11 Spielen - 1,000), reichte es am Ende nicht annähernd.

Im Vergleich mit seinem einstigen Rivalen hat Weltfußballer Lewandowski sich inzwischen auf ein neues Level gesteigert, das reichen könnte für einen Rekord, der dann auch ein paar Jahrzehnte halten dürfte.