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München - RB-Geschäftsführer Mintzlaff spricht im CHECK24 Doppelpass über die Dominanz des FC Bayern. Einen Transfer bestätigt er, bei einer weiteren Personalie bleibt er entspannt.

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Holt RB Leipzig in dieser Saison endlich seinen ersten Titel? (Service: Tabelle der Bundesliga)

Im DFB-Pokal stehen die Sachsen im Halbfinale, auch in der Bundesliga ist der Meistertraum noch nicht ausgeträumt. Nach der Länderspielpause steht das wegweisende Topspiel gegen den FC Bayern München an.

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Beide Teams geben sich momentan kaum Blöße. Leipzig gewann am Freitag mit 1:0 bei Arminia Bielefeld, die Bayern fegten einen Tag später den VfB Stuttgart mit 4:0 aus der Allianz Arena – trotz fast 80 Minuten in Unterzahl nach dem Platzverweis von Alphonso Davies.

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Mintzlaff: "Lewandowski allein reicht nicht"

Die Art und Weise, wie die Bayern momentan auftreten, nötigt auch dem Rivalen Respekt ab, überraschen tut es die Sachsen aber nicht. "Es ist nicht verwunderlich, dass Bayern da steht, wo sie stehen", erklärte Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1. (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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Die Mannschaft des Rekordmeisters sei zusammengewachsen. "Hansi Flick macht einen überragenden Job. Das ist eine Einheit mit Mentalität." Es sei auch kein Bayern-Dusel, wenn die Bayern so ein Spiel dann gewännen. "Dahinter steckt Überzeugung, ein guter Trainer, ein klares Konzept und natürlich Weltklassespieler. Und dann spielen sie so ein Spiel auch mal mit nur 10 Mann", konstatierte Mintzlaff.

Vor allem Robert Lewandowski, der nach seinem Dreierpack dem 40-Tore-Rekord von Gerd Müller immer näherkommt, war einmal mehr Mann des Spiels beim Rekordmeister. Die Weltklasse-Form des Polen sei für Mintzlaff aber nicht hauptentscheidend. "Eine Mannschaft ist nur erfolgreich, wenn sie als Kollektiv auftritt. Nur mit Lewandowski allein würde das aber auch nicht funktionieren", sagte er.

Gulácsi-Abgang? Mintzlaff bleibt entspannt

Mit Julian Nagelsmann steht bei den Sachsen ein Trainer an der Seitenlinie, der auch beim Rekordmeister als möglicher Nachfolger auf dem Zettel steht. Folgt er nach Vertragsende auf Flick? Interessant: Die Verträge von Nagelsmann und Flick laufen beide bis 2023, was auch SPORT1-Experte Alfred Draxler im Doppelpass anmerkte. "Da haben wir uns abgestimmt", konterte Mintzlaff trocken. Es gebe allerdings vorher keine Ausstiegsklausel.

Einen Leistungsträger muss RB bereits in diesem Sommer zum Rekordmeister ziehen lassen, Dayot Upamecano wechselt an die Säbener Straße. Einen Ersatz haben die Bullen aber schon an der Angel. Mohamed Simakan wechselt von Racing Straßburg nach Leipzig. "Simakan haben wir noch nicht verkündet, da wollten wir auch unserer Presseabteilung nicht vorgreifen. Das wird dann in den nächsten Tagen hoffentlich passieren", sagte Mintzlaff.

Folgt mit Peter Gulácsi der nächste Abgang einer wichtigen Stütze? Der Ungar wurde zuletzt mit dem BVB in Verbindung gebracht. Mintzlaff bestätigte eine Ausstiegsklausel. "Er spielt ja nicht nur in dieser Saison hervorragend", erklärte er. Er hofft aber trotz der Klausel auf einen Verbleib des Ungarn. "Bei der Personalie sind wir relativ entspannt, weil er weiß, dass er auch bei uns noch weitere Entwicklungsschritte gehen kann." Er gehe davon aus, dass Gulacsi auch in der nächsten Saison für Leipzig spielen werde.

Klärendes Gespräch mit Krösche

Neben Gulacsi spielen auch Willi Orban, Marcel Halstenberg, Emil Forsberg und Marcel Sabitzer schon länger bei den Sachsen. Sie zählen – obwohl noch alle unter 30 - zu den älteren Spielern des Tabellenzweiten. Ihre Verträge laufen allesamt nach der kommenden Saison aus. "Da sind wir in guten Gesprächen", sagte Mintzlaff. Es gebe da auf beiden Seiten auch Dankbarkeit. "Am Ende werden wir Lösungen haben im Sinne des Vereins, mit denen auch die Spieler leben können."

Zu den Gerüchten um Markus Krösche, der bei Schalke 04 als Sportvorstand im Gespräch ist, äußerte sich Mintzlaff ebenfalls. "Ich habe da nie einen Anruf von Herrn Buchta (S04-Aufsichtsratschef, Anm. d. Red.) oder sonst wem bekommen, wie ich es dann auch unter Kollegen machen würde. Das hätte ich erwartet, wenn da denn Interesse gewesen wäre." 

Krösche sei nicht an ihn herangetreten. "Ich habe ihn angesprochen und gefragt, ob er wechseln möchte. Wir haben geredet, und er hat gesagt, dass er sich in Leipzig weiter wohlfühlt. Er hat mir gegenüber auch nicht kommuniziert, dass er Gespräche geführt hat". Es würde Mintzlaff zudem wundern, wenn Krösche lieber den Umbruch bei Schalke gestalten wolle, anstatt den Weg bei RB weiterzugehen.