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Leon Goretzka ist im Bayern-Mittelfeld längst eine feste Größe. Im Podcast des FC Bayern spricht er über das gewonnene CL-Finale und einen unvergesslichen Trip danach.

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"Der vorgezeichnete Weg" - das ist der Buchtitel, mit dem Leon Goretzka seine bisherige sportliche Karriere beschreibt.

Im Podcast des FC Bayern erklärt der Nationalspieler, wie er diese Karriere von Anfang an akribisch umsetzte. "Ich hatte relativ früh einen klaren Plan, der ein bisschen mit dem Schritt zu den Bayern geendet ist. Da war ich bei dem meiner Meinung nach größten Verein der Welt angekommen."

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Seine Überlegungen vor dem Wechsel vom FC Schalke 04 zum Rekordmeister im Sommer 2018 beschreibt der 26-Jährige so:

"Da gab es verschiedene Faktoren. Ich hatte mich sehr intensiv damit beschäftigt, da ich es als eine ganz wichtige Entscheidung in meinem Leben betrachtet habe. Ich habe mich lang und breit darüber informiert, wie man am besten solche Entscheidungen trifft und glaube, dass ich einen guten Weg gefunden habe. Trotzdem habe ich am Ende die Entscheidung alleine getroffen, das war mir ganz wichtig. Ich war am Ende derjenige, der es zu verantworten hat. Im Falle, dass es klappt, aber auch wenn es nicht klappt, musste ich es nur mit mir ausmachen."

Goretzka: "Es war ein Auf und Ab unter Kovac"

Dabei habe er in seinem ersten Jahr unter Trainer Niko Kovac auch die Schattenseiten in München kennengelernt - sich davon aber nicht beeindrucken lassen. 

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"Es war ein Auf und Ab unter Kovac - da habe ich mich persönlich auch schwer getan. Ich habe meines Erachtens nach schon damals sehr gute Leistungen gezeigt, wurde durch verschiedene Dinge aber zurückgeworfen. Zum einen durch Verletzungen, zum anderen aber auch, dass ich nicht mehr auf dem Platz gestanden habe."

Obwohl der damalige Bayern-Coach zwischenzeitlich nicht auf ihn setzte, sei er von sich überzeugt gewesen. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

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"Da kamen dann schon erste Stimmen auf, dass es vielleicht doch nicht der richtige Schritt gewesen ist. Ich habe aber zu keiner Sekunde daran gezweifelt. Man kann anfangen, an sich zu zweifeln - aber das war glücklicherweise noch nie mein Problem. Ich war schon immer mit einem gesunden Selbstvertrauen ausgestattet. Bei meiner Vorstellungs-PK habe ich hier in einige schmunzelnde Gesichter geblickt, als ich gesagt habe, dass ich ein Führungsspieler werden möchte. Das zeigt aber auch, wie ich schon damals getickt habe. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich den Weg hätte schneller gehen können. Aber letztlich hat es auch nicht so lange gedauert."

Verständnis mit Kimmich auch abseits des Platzes

Angesprochen auf seinen Mittelfeld-Kameraden Joshua Kimmich gerät Goretzka ins Schwärmen. 

"Zusammen mit Jo bekleide ich diese Position schon seit einiger Zeit. In der erfolgreichen letzten Saison haben wir die Zentrale gebildet, damals noch mit Thiago zusammen. Es funktioniert sehr gut. Ich glaube, dass wir uns sehr gut ergänzen und die komplexen Aufgabenbereiche auf der Position gut aufteilen. Dementsprechend viel Spaß macht es auch. Ich verstehe mich mit Jo auch abseits des Platzes sehr gut, das ist etwas, was sehr schwierig ist, noch einmal wiederzufinden."

Seinen bislang größten Triumph erlebte der frühere Schalker im Champions-League-Finale 2020 gegen Paris Saint-Germain.  

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"In dem Moment, als der Schiedsrichter in Lissabon das Finale abgepfiffen hat, war das für mich wie ein Throwback in meine Kindheit, als man zu seinen Kollegen sagte: 'Stell dir mal vor, wir würden irgendwann mal die Champions League gewinnen...'", erinnert sich Goretzka.

Kurztrip "wird auf ewig in Erinnerung bleiben"

"Dann hat man damals gedacht 'Nein, das ist so weit weg.' Dann habe ich in diesem Moment tatsächlich genau daran gedacht, wie man das als Kind spaßeshalber gesagt hat. Das war surreal und für eine Minute ist das als Film in meinem Kopf abgelaufen."

In bester Erinnerung bleibt Goretzka auch der Kurztrip mit einigen Teamkameraden, bei dem er das Erlebte für sich verarbeiten und so richtig genießen konnte. 

"Dieser Kurztrip wird für mich auf ewig in Erinnerung bleiben. Das waren besondere Momente, wo man nicht - wie man es vielleicht denken könnte - in irgendwelchen Clubs herumgelaufen ist, was in Corona-Zeiten ja auch nicht möglich ist. Wir haben die Momente zu hundert Prozent ausgekostet, die Zeit zusammen verbracht und über die letzten Wochen gesprochen. An diese Momente werde ich mich mein Leben lang erinnern."