Hertha sichert sich gegen Augsburg einen knappen Sieg
Hertha sichert sich gegen Augsburg einen knappen Sieg © AFP/SID/SOEREN STACHE
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Hertha BSC ist der ersehnte Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga gelungen.

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Hertha BSC ist der ersehnte Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga gelungen. Gegen den FC Augsburg gewannen die abstiegsbedrohten Berliner am 24. Spieltag mit 2:1 (0:1) und beendeten die Negativserie von neun sieglosen Spielen nacheinander. 

Krzysztof Piatek (62.) und Dodi Lukebakio (89., Foulelfmeter) sorgten zudem für den ersten Erfolg im sechsten Auftritt seit dem Comeback von Trainer Pal Dardai. Dennoch bleibt die sportliche Lage äußerst angespannt. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur drei Punkte. Fünf Zähler vor der Hertha liegt der FCA, der den Blick weiter nach unten richten muss. Laszlo Benes (2.) hatte Augsburg in Führung gebracht.

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Dardai hatte verletzungsbedingt umstellen müssen. Offensiv-Fixpunkt Matheus Cunha (Oberschenkel) fehlte ebenso wie Rio-Weltmeister Sami Khedira (Wade), auch Winter-Neuzugang Nemanja Radonjic (Adduktoren) fiel aus. Angreifer Jhon Cordoba gab sein Startelf-Comeback. Augsburg-Coach Heiko Herrlich setzte auf die zuletzt in Mainz erfolgreiche Anfangsformation.

Das Vertrauen zahlte Herrlichs Team umgehend zurück. Nach einer gelungenen Kombination landete der Ball über Andre Hahn bei Benes - und der Traumstart war perfekt. Hertha wirkte nach dem Eintreten des Worst-Case-Szenarios geschockt, stabilisierte sich nach einer verhaltenen Anfangsphase aber. 

Die Berliner waren in den Zweikämpfen präsent, in der Offensive agierte Hertha aber ideenlos. Der neu formierten Doppelspitze aus Cordoba und Piatek fehlte die Abstimmung. Die erhofften Vorstöße über die Außen Maximilian Mittelstädt und Deyovaisio Zeefuik verpufften. 

Augsburgs Torhüter Rafal Gikiewicz geriet selten in Bedrängnis, war, wenn gefordert, zunächst aber zur Stelle. Bei Herthas bester Möglichkeit im ersten Durchgang verhinderte er den Ausgleich durch Santiago Ascacibar (21.) mit einer starken Fußabwehr.

Augsburg setzte in einem umkämpften Duell auf eine stabile Defensive und Konter. Der Plan ging vor der Pause auf, auch wenn das zweite Tor ausblieb. Florian Niederlechner (38.) köpfte nur an den Außenpfosten.

Hertha kam mit viel Schwung aus der Kabine. Cordoba (46.) zwang Gikiewicz zu einer weiteren Großtat, Piatek (50.) zielte im Fallen zu hoch. Kurz darauf traf der Pole zum Ausgleich.

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hertha mühte sich um den zweiten Treffer, auch Augsburg suchte nun deutlich aktiver den Weg nach vorn. Nach einem Foul von Mads Pedersen an Lucas Tousart sorgte Lukebakio für die späte Erlösung.