Lesedauer: 3 Minuten

William fällt beim FC Schalke gegen Borussia Mönchengladbach mit einer schwachen Aktion auf. Kurz darauf wird er ausgewechselt - die Höchststrafe.

Anzeige

"Ich gebe niemals auf!" 

Der Satz stammt von Dimitrios Grammozis, seit drei Bundesligaspielen Cheftrainer beim FC Schalke 04, unmittelbar nach der 0:3-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach.

Anzeige

Dass der Grieche die Flinte nicht ins Korn wirft ehrt ihn - allerdings ist seine erste Zwischen-Bilanz genau so verheerend wie die seiner vier Vorgänger David Wagner, Manuel Baum, Huub Stevens und Christian Gross. Kein Tor geschossen, acht kassiert, einen Zähler geholt - so lautet der Arbeitsnachweis der Knappen, seit Grammozis vor knapp drei Wochen in Gelsenkirchen übernahm. (Bundesliga: Tabelle)

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Mit gerade einmal zehn Punkten liegen die Westfalen in der Tabelle schon elf Zähler hinter dem Tabellenvorletzten Mainz 05 und Hertha BSC auf Platz 16, die zudem ein Spiel weniger bestritten haben. Die Hoffnung auf ein königsblaues Wunder hat sich im Schalker Umfeld längst verflüchtigt - zu ausweglos und verfahren ist die Lage schon seit Wochen.

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    "Interessante Konstrukte" bei Lewy
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Union-Boss rechnet mit Bierhoff ab
  • Int. Fussball / La Liga
    3
    Int. Fussball / La Liga
    Barca wütet nach Clásico-Pleite
  • Fussball / Bundesliga
    4
    Fussball / Bundesliga
    Was Dantas bei Bayern verdienen soll
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Das ist der Mann der Stunde beim BVB

William nach 20 Minuten ausgewechselt

Als vorerst letzten Beweis für Schalkes Erstliga-Untauglichkeit erwies sich die Niederlage gegen die Fohlen, die nach sieben Niederlagen in Folge ebenfalls ohne Selbstvertrauen angereist waren. Torschüsse, Spielanteile, Zweikampfwerte - sämtliche Statistiken sprachen für die Gäste. 

Zudem wurden die Schalker durch zwei Slapsticktore gebeutelt, die den Abend negativ abrundeten.

Zunächst erwischte es William, der in der Fünferkette den Part auf dem rechten Flügen übernehmen sollte - und von Gladbachs Marcus Thuram mehrmals überrannt wurde. In der 15. Spielminute fiel die Leihgabe vom VfL Wolfsburg mit einem desaströsen Klärungsversuch auf. William wollte die Situation entschärfen, bekam den Ball aber nicht aus dem eigenen Sechzehner geklärt. In der Folge traf Lars Stindl zum 1:0 für die Gäste.

Der CHECK24 Doppelpass mit Oliver Mintzlaff am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Grammozis reagierte sofort und ließ Bastian Oczipka warmlaufen, den er in der 20. Spielminute dann auch für William brachte. 

"Wir haben gesehen, dass Thuram viele Bälle bekommen hatte. Wir hatten das Gefühl, dass William Probleme auf seiner Seite hatte und daher war das ein taktischer Wechsel", erklärte Grammozis bei Sky: "Die Spieler sind sehr enttäuscht nach so einem Spiel, das hat man auch in der Kabine gesehen. Wir werden das morgen mit ihm in aller Ruhe besprechen." 

Auch Rönnow patzt schwer

Ein sehr kurzer Arbeitstag für den Brasilianer - und ein bitterer Abend, der ihm womöglich im Gedächtnis bleiben wird.

In der zweiten Halbzeit hatte William in Frederik Rönnow einen Leidensgenossen. Der Schalke-Keeper patzte beim 0:3 schwer, als er einen Kopfball von Nico Elvedi zunächst parierte und sich den Ball im Anschluss selbst reinlegte.

"Gegentore ärgern mich grundsätzlich, egal wie sie zu Stande kommen. Es ist aber natürlich bitter, wenn man zwei begünstigt. Dann ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen", sagte Grammozis. "Wenn man sich die Tore anschaut und sieht, dass sie immer in einer Phase gefallen sind, wo wir im Spiel waren, das ist natürlich bitter.

Am Ende verloren die Königsblauen 0:3 und kassierten die 18. Saisonniederlage. In der Tabelle liegt die Elf von Dimitrios Grammozis bereits elf Zähler hinter dem Tabellenvorletzten Mainz 05. 

"Wir versuchen auch in dieser Situationen Spiele zu gewinnen", sagt Grammozis, der aber auch weiß, dass die "Serie bei den Spielern Spuren hinterlassen hat".