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Beim FC Bayern ist Leon Goretzka zu einem Schlüsselspieler geworden. Im Podcast der Münchner spricht er unter anderem darüber, was er dem jungen Leon mitgeben würde.

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Leon Goretzka meldete sich im letzten Jahr nach der Corona-Pause als Muskelpaket zurück. 

Im Podcast des FC Bayern München spricht Goretzka darüber, was er dem jüngeren Leon heute mitgeben würde und erklärt erneut, wie er im letzten Jahr noch fitter und robuster geworden ist. 

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Das extreme Krafttraining sei aufgrund der damaligen Situation des Lockdowns möglich gewesen. Durch das eigene Gym zu Hause konnte der Bayern-Profi jederzeit und unabhängig von seiner Mannschaft und dem Trainings- und Spielbetrieb trainieren. (Goretzka über seine Zeit unter Kovac)

"Du kannst ja nicht hier in das Training reingehen und der ganze Körper tut dir weh, weil du maximales Krafttraining gemacht hast. In der Regel haben wir drei Spiele in einer Woche. Da bleibt natürlich wenig Zeit, um eben auch mal hart zu trainieren", erklärt der Nationalspieler. "Und das waren dann sechs bis acht Wochen, wo ich das nicht hatte, wo ich mich auch mal komplett im Gym auskotzen konnte, und das habe ich dann gemacht. Das Ergebnis war dann irgendwie für alle sichtbar. Und das hat dann sportlich auch wieder weiterhin gut funktioniert."

Demnach würde Goretzka seinem jüngeren Ich Folgendes raten: "Ich hätte wahrscheinlich mal früher ins Gym gehen sollen. Das hat tatsächlich noch ein bisschen was gebracht."

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Außerdem sprach Goretzka über ...

seine Bedeutung bei den Bayern:

"Ich hoffe, dass ich einfach weiter der Mannschaft dabei helfen kann, ihre Ziele zu erreichen. Und möchte natürlich weiter auch Verantwortung übernehmen und versuchen, die Mannschaft zu führen. Es liegt im Aufgabenbereich eines Mittelfeldspielers, die verschiedenen Mannschaftsteile zu verknüpfen. Genau die Aufgabe möchte ich auch abseits des Platzes weiter fokussieren. Ich glaube, da bin ich auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ende."

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Ziele, wenn man alles gewonnen hat:

"Wir haben eine außergewöhnliche Generation beisammen, den 95er-Jahrgang, mit dem wir schon in allen U-Nationalmannschaften viele Titel gewonnen haben. Da möchten wir natürlich auch - ich glaube, das gehört zu jeder großen Generation dazu - mit der Nationalmannschaft noch Titel erreichen. Da läuft es im Moment überhaupt nicht so, wie wir uns das vorstellen, und da werden wir mit aller Macht versuchen, den Bock umzustoßen."

"Natürlich sind wir hier bei Bayern auch noch lange nicht am Ende. Wir möchten versuchen, auch hier eine Ära zu prägen und im Optimalfall natürlich noch das Ganze mit den Fans zusammen gewinnen und denen nochmal diese Momente bescheren, die wir erlebt haben. Das ist unsere große Aufgabe hier."

die Probleme bei der Nationalmannschaft:

"Ich glaube, das Ergebnis, was wir aktuell haben, das würde nicht passieren, wenn es nur an einem Faktor liegen würde. Da sind einige Sachen, die da nicht so gelaufen sind, wie sie sollen, die da einfach zusammenkommen. Zusammengenommen ist es dann einfach in den letzten Länderspielen zu wenig gewesen. Natürlich ist es auch schwierig, wenn du fast jeden Lehrgang irgendwie einen neuen Kader zusammen hast, sich immer wieder welche verletzen."

"Durch Corona sind so viele Spiele im Kalender, also drei Länderspiele in einer Länderspielpause zu spielen, das ist ja nahezu unmöglich. Dann versucht der Trainer da immer ein gutes Gleichgewicht zu finden, damit wir da noch marschieren können. Und da gehören natürlich auch immer kurze Pausen mit dazu, wenigstens zwei, drei Tage."

"Und diese Gratwanderung ist im Moment halt einfach der Grund, warum wir es noch nicht geschafft haben, unsere Topleistung auf den Platz zu bringen. Trotzdem muss man auch zweifelsfrei festhalten, dass wir eine außergewöhnliche Qualität haben in der Mannschaft. Man muss es halt nur irgendwie bündeln und darin wird die Aufgabe liegen, das im Sommer hinzubekommen."

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den 95er-Jahrgang mit Niklas Süle, Serge Gnabry und Joshua Kimmich:

"In der einen oder anderen Situationen wird das bei uns schon auch zelebriert. Denn es ist ja natürlich schon eine sehr, sehr coole Geschichte und gerade mit den Jungs verbindet man unheimlich viel. Man kennt die schon so lange, damals war man noch irgendwie gegeneinander. Ich mit Bochum dann beispielsweise, als Niki noch bei Frankfurt sogar auf Jugendturnieren gespielt hat."

"Auf Kleinfeld kann ich mich noch daran erinnern, wie wir uns gegenseitig um den Torschützenkönig-Pokal duelliert haben. Und wenn man dann überlegt, wie jeder irgendwie seinen Weg gegangen ist und wir jetzt hier wieder zusammentreffen, das ist natürlich schon eine außergewöhnliche Geschichte, die zusammenschweißt."

den Grund, warum diese Generation so etwas Besonderes ist:

"Das ist natürlich irgendwo Glück. Wir sind alle im selben Jahr geboren, dafür können wir wenig, sondern müssen uns bei unseren Eltern bedanken. Und ansonsten haben sich da einfach gute Charaktere zusammengefunden. Wir waren alle schon damals total hungrig auf Erfolg. Natürlich auch irgendwo mit Talent gesegnet. Wir haben es dann aber auch einfach geschafft, dieses Talent zu untermauern - mit harter Arbeit und viel Ehrgeiz. Und daraus resultieren auch solche Karrieren."

die Bodenständigkeit seiner Generation:

"Das ist auch so ein bisschen was, was in den jüngeren Generationen fehlt. Ich möchte da jetzt gar nicht so draufhauen. Aber die ganzen Nachwuchsleistungszentren heutzutage sind schon extrem darauf ausgerichtet, dass von klein auf das Leistungsprinzip groß geschrieben wird, um eben die beste Leistung abzurufen mit den Spielern."

"Da wird schon sehr sehr viel möglich gemacht, und ich glaube, dass das vielleicht auch so ein bisschen zum Problem werden kann. Nicht, wenn du auch charakterstark bist und ein privates Umfeld hast, was dir den Halt gibt und auch hier und da mal sagt: "Mein Freund, komm' mal wieder runter!" Nur das Glück haben eben nicht alle. Da muss man sehr sehr gut aufpassen, dass man gerade in diesen wichtigen Jahren, wo von der U16 bis U19 auch unfassbar viel in der Charakterentwicklung passiert, eben nicht überpaced und die Jungs einfach mal Jungs sein lässt."

"Gerade wenn die Jungs dann auch im Internat sind. Du hast es dann auch schwierig mit der Fürsorgepflicht, da muss man einfach eine gute Mischung finden. Da ist es ganz ganz wichtig, dass die Jungs da auch mal andere Dinge im Kopf haben. Denn sonst gehen die durch so eine harte Schule und sind da irgendwann bei uns angekommen, denken, sie haben es dann geschafft, kommen hier an und dann ist der Akku leer."

"Das sieht man dann natürlich auch, wenn die Jungs hochkommen. Und sie wundern sich, dass man hier manchmal die Schuhe noch selber waschen muss, weil sie das vorher alles abgenommen bekommen haben, damit sie sich eben auf das Training konzentrieren können. Und das sind einfach Dinge, die so nicht funktionieren. Da muss man einfach aufpassen, dass man das nicht übertreibt."

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über seinen früheren Berufswunsch:

"Mir war einfach immer nur total wichtig, dass ich mein Abitur noch mache, um mir da alle Möglichkeiten offen zu halten. Und nicht, wenn mir einfällt: "Okay, ich möchte Architekt werden", es nicht machen kann, weil mir eben die schulischen Qualifikationen für das Studium fehlen."

"Da habe ich ja sogar schon bei den Profis gespielt, wo klar war, dass das mal mein Beruf wird oder ist. Vielleicht für die Zeit nach der Karriere. Aber so einen konkreten Wunsch hatte ich eigentlich nicht."