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Frankfurt am Main - André Silva ist der Toptorjäger von Eintracht Frankfurt. Anthony Yeboah freut sich für den Portugiesen und traut ihm und seinem früheren Klub eine große Saison zu.

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Der Name Anthony Yeboah ist bei Eintracht Frankfurt ganz eng mit dem Fußball2000 verbunden. Zu Beginn der 90er Jahre verzückten die Hessen ganz Fußball-Deutschland mit einem bis dahin kaum gesehenen Offensiv-Fußball. Jay-Jay Okocha, Uwe Bein und Maurizio Gaudino zauberten im Mittelfeld und ganz vorne verwertete vor allem Star-Stürmer Yeboah die Bälle, die er in den Lauf gespielt bekam.

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Yeboah ein Symbol für Vielfalt bei der Eintracht

Der Ghanaer war Publikumsliebling, der erste schwarze Kapitän in der Bundesligageschichte und somit ein Symbol für die Vielfalt der Eintracht, mit der die Fanszene 1994 das Zeichen "United Colors of Bembeltown" setzte.

Auch 27 Jahre später noch schwärmt die neue Generation der Eintracht-Fans von Yeboah.

Der Markenbotschafter der Frankfurter ist aktuell in seiner Heimat unterwegs, er managt seine Hotelkette in Kumasi und Accra. Doch Yeboah hat die Entwicklung der Hessen, wie er SPORT1 sagte, nicht aus den Augen verloren: "Ich kann hier zwar keine Livespiele sehen, aber ich schaue mir später immer die Highlights an. Es freut mich sehr, wie sich der Klub entwickelt hat."

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Verletzung verhinderte Rekordjagd

Yeboah war mit 20 Saisontreffern in der Saison 1992/93 bis vor Kurzem noch der zweiterfolgreichste Torschütze hinter Vereinslegende Bernd Hölzenbein, der 1977 in einer Spielzeit 26 Treffer erzielte. Hätte sich Yeboah in der darauffolgenden Saison 1993/94 nicht so schwer verletzt, dann wären wohl sämtliche Rekorde gepurzelt.

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Der damalige Trainer Klaus Toppmöller traute ihm gar die Gerd-Müller-40-Tore-Marke zu. "Ich habe mein Bestes gegeben und wollte den Rekord knacken, aber ich konnte es wegen der Verletzung nicht schaffen", sagte Yeboah, der nur 22 Mal auf dem Feld stand und dabei 18 Mal traf. Er wurde zwar gemeinsam mit Stefan Kuntz Torschützenkönig, doch die Eintracht stürzte ohne ihren Alleskönner im Sturm nach der Herbstmeisterschaft noch auf Rang fünf ab.

Silva kann den Rekord von Hölzenbein knacken

Titelträume haben die Hessen aktuell zwar nicht und das legendäre "Bye-bye-Bayern" von Toppmöller ist weit weg. Doch ein Abrutschen aus den Top 4 soll dem Team diesmal nicht passieren, die Qualifikation für die Königsklasse wäre für Frankfurt vergleichbar mit einer deutschen Meisterschaft. Ein wesentlicher Faktor für die herausragend verlaufende Saison mit erst drei Niederlagen und Rang vier: André Silva. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga

Der Portugiese trifft, wie er will. Er befindet sich schon seit Monaten in herausragender Form - eine Erfolgsstory. Yeboah freut sich für Silva, der ihn mit jetzt 21 Toren in einer einzigen Saison schon nach 26 Spieltagen überholt hat: "Für mich ist das in Ordnung. Er macht das wirklich sehr gut." Der Ex-Profi traut ihm noch Großes zu: "Silva kann den Hölzenbein-Rekord knacken." Dafür benötigt der Stürmer noch sechs Tore in acht Spielen - nicht auszuschließen, dass ihm das gelingt.  (SERVICE: Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga

Stolzer Yeboah traut Eintracht die Champions League zu

Doch Yeboah möchte nicht nur Silva hervorbeben, sondern auch Zulieferer wie Filip Kostic, Amin Younes oder Daichi Kamada: "Alle machen das momentan das sehr gut. Das Teamwork ist die große Stärke, die Eintracht kann sich für Europa qualifizieren. Das macht mich sehr stolz." Traut er den Hessen sogar den erstmaligen Sprung in die Königsklasse zu? "Sie können das schaffen. Ich drücke der Eintracht die Daumen."