PSG verlor das nächste Top-Talent
PSG verlor das nächste Top-Talent © Imago
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Soumaila Coulibaly wechselt im Sommer von der Akademie von PSG zum BVB. Als er über die Gründe für den Wechsel spricht, wird der 17-Jährige deutlich.

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Seit Donnerstag steht der Transfer von Soumaila Coulibaly von Paris Saint-Germain zum BVB fest, der 17 Jahre alte Franzose wechselt im Sommer aus der PSG-Akademie zu den Schwarzgelben und geht damit einen ähnlichen Weg wie Tanguy Nianzou, der im Vorjahr aus Paris zum FC Bayern München gekommen war.

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Der 1,90 Meter große Innenverteidiger äußerte sich nun zu den Gründen seines Weggangs aus Paris - und kritisierte dabei seinen Noch-Arbeitgeber deutlich.

"Dortmund ist eine Mannschaft, die jungen Leute vertraut, das ist bei PSG nicht unbedingt der Fall", sagte Coulibaly bei Le Parisien.

Soumaila Coulibaly wechselt im Sommer zum BVB
Soumaila Coulibaly wechselt im Sommer zum BVB © Getty Images

Er habe das Gefühl gehabt, nicht wirklich eine Chance bei PSG zu bekommen. Das Top-Talent ergänzte: "Ich habe mit den Profis trainiert. Aber ich war nur da, um die Zahlen auszugleichen, um Ausfälle zu kompensieren, nicht unbedingt mit der Idee, mich zu verbessern." (Service: Tabelle der Bundesliga)

Coulibaly: "Für junge Spieler sehr schwierig"

Es gebe nicht viel Platz im Kader für junge Spieler bei PSG. "Die Qualität des Kaders von PSG macht es jungen Spieler sehr schwer, erfolgreich zu sein", erklärte Coulibaly. Paris müsse immer sehr gute Ergebnisse erzielen. "Es ist ein großer Schritt, weil es kein Reserveteam gibt. Es ist schwierig, eine Chance zu bekommen."

Dass ihm die Entscheidung keineswegs leicht gefallen sei, verdeutlichen folgende Worte. "Ich komme aus Clichy-sous-Bois. Paris ist meine Heimat, es war ein Traum, seit ich ein Kind war, meinen ersten Profivertrag bei PSG zu unterschreiben und eines Tages im Parc des Princes zu spielen." Daraus wird nun vorerst nichts.

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Coulibaly sprach mit Nianzou

Er werde Paris immer dankbar sein für das, was der Verein ihm gegeben habe. "Aber ich muss auch tun, was ich mit Blick auf meine Zukunft für das Beste halte", ergänzte er. PSG sei "nicht glücklich" gewesen, "ein bisschen enttäuscht. Aber sie haben mir nicht das Gleiche geboten."

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Beim BVB habe er gespürt, dass der Verein auf ihn zähle und ihm Vertrauen schenke - trotz seines im Februar erlittenen Kreuzbandrisses. "Wenn ich mich erholt habe, weiß ich zum Beispiel, dass ich wieder täglich mit der ersten Mannschaft trainieren werde und auch von der Struktur profitieren kann, die junge Talente auf ihrem Weg unterstützt."

Vor seinem Wechsel habe er mit Bayern-Profi Tanguy Nianzou gesprochen, "der mir ein paar Ratschläge gegeben hat. Er sagte mir, dass er die richtige Wahl getroffen hat, dass er bei Bayern München in Deutschland sehr glücklich ist." Nianzou "riet mir, die Sprache zu lernen, damit ich mich so schnell wie möglich zurechtfinden kann."

Nianzou war im vergangenen Sommer von PSG an die Säbener Straße gekommen.