Lesedauer: 3 Minuten

Max Eberl hat sich in einem emotionalen offenen Brief an die Fans von Borussia Mönchengladbach gewandt. Der Sportdirektor gibt sich kämpferisch.

Anzeige

Bei Borussia Mönchengladbach läuft seit Wochen praktisch alles schief. 

In der Bundesliga rutschte der ambitioniert gestartete Klub auf Rang zehn ab, im DFB-Pokal ist er raus und für ein Weiterkommen in der Champions League braucht es ein kleines Wunder. Seit Trainer Marco Rose seinen im Sommer bevorstehenden Abgang zu Borussia Dortmund ankündigte, hagelt es Niederlagen. 

Anzeige

Sportdirektor Max Eberl hat sich in der schwierigen Situation nun in einem offenen Brief an die Fans des Klubs gewandt. 

Werde Deutschlands Tippkönig! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden 

"Ich trage die Verantwortung und mir geht es nur und ausschließlich um das Wohl und Wehe des Vereins", sagte der Ex-Profi über seine Entscheidung, an dem scheidenden Coach festzuhalten. Rose und der BVB machen von einer Vertragsklausel Gebraucht, die einen vorzeitigen Abschied ermöglicht. 

Eberl: So treffe ich meine Entscheidungen

Einige Fans hatten einen sofortigen Abgang gefordert, sehr zum Missfallen von Eberl, der Rose eine Jobgarantie bis zum Saisonende ausstellte: "Ich verstehe die Emotionen, ich verstehe, dass sie raus müssen. Aber habt auch Verständnis, dass ich nicht jede Form von Kritik verstehe und so manches Wort und manchen Satz nicht angebracht finde und mich darüber geärgert habe." Zuletzt hatten die Anhänger der Fohlen ihrerseits einen offenen Brief an Eberl geschickt

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Bayern stellt sich vor Salihamidzic
  • Int. Fussball
    2
    Int. Fussball
    Schulden der Super-League-Gründer
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Neue Details zur Schalke-Gewalt
  • Int. Fussball / Premier League
    4
    Int. Fussball / Premier League
    Wird Klinsmann Mourinho-Nachfolger?
  • Fussball / Transfermarkt
    5
    Fussball / Transfermarkt
    Transferticker: Bayern wollte wohl BVB-Überflieger

Er sei selbst ein emotionaler Mensch, erklärte Eberl: "Bei meiner Aufgabe für Borussia muss ich Emotionen aber zur Seite schieben und meine Entscheidungen auf der Basis von Wissen und Verstand treffen." Entscheidungen treffe er nicht "aufgrund von zwischenmenschlichen Gefühlen, nicht aufgrund von Rücksichtnahme auf andere, nicht auf Druck von außen und auch nicht aus eigener Eitelkeit heraus." 

Er wünsche sich mehr Zusammenhalt. 

"Aufgeben darf niemals ein Thema sein"

"Wenn ich lese, dass Fans 'der Stecker gezogen' wurde, weil unser Trainer uns verlässt und sie sich nicht mehr für die laufende Saison interessieren, weil dieser Trainer noch auf unserer Bank sitzt, dann fehlt mir das Gefühl von Zusammenhalt und Kampfgeist für Borussia." Sich einer Situation zu ergeben und die Segel zu streichen, könne er nicht nachvollziehen. 

Eberl weiter: "Mein 'Stecker' wird niemals gezogen sein, so lange ich diesen Job zusammen mit allen machen darf. Aufgeben wird und darf niemals ein Thema sein." Er erhoffe sich, "schon auf Grund der letzten Jahre", das Vertrauen, den Weg gemeinsam weiterzugehen. 

Seinen Brief schloss er mit den Worten: "Wir haben in der Vergangenheit viele spezielle, auch schwierige Situationen gemeistert. Das werden wir auch dieses Mal tun."