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München und Berlin - Nach langer Durststrecke feiert Hertha BSC wieder einen Sieg. Dabei verschlafen die Berliner gegen Augsburg den Start. Doch ein später Elfer bringt die Erlösung.

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Als die schwarze Serie endlich beendet war, riss Pal Dardai die Fäuste hoch und fiel Sportdirektor Arne Friedrich freudestrahlend um den Hals.

Lange Zeit musste Hertha BSC auf einen Sieg in der Bundesliga warten, ehe es nach neun gescheiterten Versuchen wieder klappte. Für Dardai war es zudem im sechsten Anlauf endlich sein erster Sieg nach seinem Comeback bei Hertha BSC. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

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Gegen den FC Augsburg gewannen die abstiegsbedrohten Berliner am 24. Spieltag mit 2:1 (0:1) dank der Tore von Krzysztof Piatek (62.) sowie Dodi Lukebakio (89., Foulelfmeter) und schafften damit den ersehnten Befreiungsschlag.

Der CHECK24 Doppelpass mit Dieter Hoeneß, André Schubert und Live-Schalte zu Peter Knäbel am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Dardai: "Ein ganz wichtiger Dreier"

"Ich habe in der Halbzeit gesagt: Leute, ihr müsst mehr dafür tun", berichtete Dardai nach dem Abpfiff bei Sky: "Dann haben wir investiert, investiert, und irgendwann kam dieser magische Moment, und der Fußballgott hat gesagt: Jetzt lass ich ihn rein. Und da war der Dreier, ein ganz wichtiger Dreier."

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Für Dardai war es der erste Sieg mit der Hertha seit dem 11. Mai 2019, damals mit 4:3 ebenfalls gegen Augsburg. Dennoch bleibt die sportliche Lage äußerst angespannt. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur drei Punkte. 

Auch noch mit Abstiegssorgen und nur fünf Zähler vor der Hertha liegt der FCA, den Laszlo Benes (2.) früh in Führung gebracht hatte. "Wir müssen mehr Fußball spielen und weniger mit dem Schiedsrichter und dem Gegner reden", forderte Torhüter Rafal Gikiewicz.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

Khedira fällt aus - Cordoba gibt Comeback

Dardai hatte für die Partie verletzungsbedingt umstellen müssen. Offensiv-Fixpunkt Matheus Cunha (Oberschenkel) fehlte ebenso wie Rio-Weltmeister Sami Khedira (Wade), auch Winter-Neuzugang Nemanja Radonjic (Adduktoren) fiel aus. Angreifer Jhon Cordoba gab sein Startelf-Comeback. 

Augsburg-Coach Heiko Herrlich setzte auf die zuletzt in Mainz erfolgreiche Anfangsformation und wurde für sein Vertrauen prompt belohnt. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Nach einer gelungenen Kombination in der zweiten Minute landete der Ball über Andre Hahn bei Benes, der mit einem Schuss ins lange Eck den Traumstart perfekt machte. 

Hertha erholt sich nach Gegentor-Schock

Hertha wirkte nach dem Eintreten des Worst-Case-Szenarios geschockt, stabilisierte sich nach einer verhaltenen Anfangsphase aber. 

Die Berliner waren in den Zweikämpfen präsent, in der Offensive agierte Hertha aber ideenlos. Der neu formierten Doppelspitze aus Cordoba und Piatek fehlte die Abstimmung. Die erhofften Vorstöße über die Außen Maximilian Mittelstädt und Deyovaisio Zeefuik verpufften.

Augsburgs Torhüter Rafal Gikiewicz geriet selten in Bedrängnis, war, wenn gefordert, zunächst aber zur Stelle. Bei Herthas bester Möglichkeit im ersten Durchgang verhinderte er den Ausgleich durch Santiago Ascacibar (21.) mit einer starken Fußabwehr.

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Augsburg setzt auf Defensive und Konter

Augsburg setzte in einem umkämpften Duell auf eine stabile Defensive und Konter. Der Plan ging vor der Pause auf, auch wenn das zweite Tor ausblieb. Florian Niederlechner (38.) köpfte nur an den Außenpfosten.

Hertha kam mit viel Schwung aus der Kabine. Cordoba (46.) zwang Gikiewicz zu einer weiteren Großtat, Piatek (50.) zielte im Fallen zu hoch. Kurz darauf traf der Pole zum Ausgleich. (Spielplan und alle Ergebnisse der Bundesliga)

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hertha mühte sich um den zweiten Treffer, auch Augsburg suchte nun deutlich aktiver den Weg nach vorn.

Nach einem Foul von Mads Pedersen an Lucas Tousart sorgte Lukebakio für die späte Erlösung.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)