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München - Später Sieger im Klassiker. Die beiden Torjäger liefern ab und der FC Bayern gewinnt durch zwei späte Tore gegen Borussia Dortmund.

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Spektakel in der ersten Hälfe, zwei überragende Torjäger und ein später Sieger. Der deutsche Rekordmeister landet einen Big Point im Klassiker - am Ende hieß es: Robert Lewandowski 3, Erling Haaland 2. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Der Weltfußballer hat beim fulminanten Wettschießen der Ausnahmestürmer in einem äußerst unterhaltsamen deutschen Fußball-Klassiker die Oberhand behalten und Bayern München an der Tabellenspitze gehalten. Lewandowski (90.) und Leon Goretzka (88.) drehten die Begegnung mit Borussia Dortmund nach Haalands Blitz-Treffern beim 4:2 (2:2) - "Lewa" stach als dreifacher Torschütze sogar den norwegischen Wunderknaben aus.

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Dieser brachte mutige Dortmunder mit dem schnellsten Doppelpack eines Gästeprofis in München seit 44 Jahren (2./9.) überraschend in Führung. Ein historischer Doppelpack - zwei Tore in neun Minuten ist bislang nur einem Klub in der Bundesliga beim deutschen Rekordmeister gelungen: dem MSV Duisburg im Jahr 1977.

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Reus mit gewagter These

"Wir haben gut angefangen, waren dann zu passiv und hatten nicht mehr die Pressing-Situationen. Das erste und zweite Tor kannst du locker verteidigen", ärgerte sich Dortmunds Kapitän Marco Reus nach der Partie bei Sky. 

Reus warf dann auch noch eine gewagte These in den Raum: "Vor dem 3:2 war es ein klares Foulspiel. Wenn das bei Bayern gewesen wäre, hätte der Schiedsrichter gepfiffen. Fertig aus. Das ist einfach so."

Leon Goretzka lobte hingegen die Comeback-Qualitäten seines Teams: "Ab dem 0:2 haben wir gezeigt, dass wir das Spiel noch unbedingt gewinnen wollen. Das war eine großartige Energieleistung hier zurückzukommen. Spätestens seit dem Anschlusstreffer haben wir zu 100 Prozent daran geglaubt, dass wir das Spiel noch gewinnen können."

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Lewandowski antwortet mit einem Dreierpack

Danach schlug die Stunde des Torjägers auf der anderen Seite. Lewandowski schlug mit seinen Saisontoren Nummer 29 bis 31 (26./44., Foulelfmeter/90.) zurück. Der Pole hat nun außergewöhnliche 22 Pflichtspieltore gegen seinen früheren Verein erzielt.

Haaland musste nach einem Tritt von Jerome Boateng gegen die rechte Ferse des Norwegers angeschlagen vom Platz (60.). Nur zehn Minuten später musste auch Boateng ausgewechselt werden. Er hatte sich ohne Fremdeinwirkung eine Verletzung am linken Oberschenkel zugezogen.

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Dass Leipzig am frühen Abend an den Münchnern vorbeigezogen und Platz eins übernommen hatte, "ändert nichts an unserer Marschroute", behauptete Bayern-Trainer Hansi Flick. Doch vor den Augen seines früheren Chefs Joachim Löw verschlief der Rekordmeister mal wieder die Anfangsphase.

"Dortmund war die ersten 20 Minuten richtig stark, hat super verteidigt und die Konter richtig gut zu Ende gefahren", analysierte Löw bei Sky: "Bayern konnte durch Fehler der Dortmunder zulegen." Der Bundestrainer sah eine "hochintensive" Partie, "ein richtiges Spitzenspiel".

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Bayern mit Anlaufschwierigkeiten 

Der BVB überrumpelte dabei die abermals schläfrigen Bayern. Thomas Delaney blockte einen Pass von Joshua Kimmich und setzte so Haaland in Szene, der von Boateng nicht eng genug bewacht wurde und nach 70 Sekunden aus 18 Metern traf. Beim 0:2 schloss er einen Konter über Nico Schulz und Thorgan Hazard ab, die für die angeschlagenen Raphael Guerreiro und Jadon Sancho spielten.

Die Bayern fanden gegen das mutig interpretierte 3-4-3-System der Gäste zunächst kein Mittel, im Mittelfeld fehlten Kimmich und Leon Goretzka der Zugriff.

Das änderte sich erst nach 20 Minuten. Der auffällige Leroy Sané (17.) und Lewandowski (19.) kamen zu Chancen - auch, weil sich Dortmund nun zurückzog und den schnellen Münchner Außen mehr Räume boten.

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Vor dem Anschlusstreffer war Schulz nicht nahe genug bei Sane, der Lewandowski perfekt bediente. Nach einem Foul von Mo Dahoud an Kingsley Coman griff kurz vor der Pause der Videoassistent ein - Lewandowski verwandelte sicher vom Punkt.

In der zweiten Hälfte erhöhten die Bayern den Druck, das Pressing der Dortmunder verfing nicht mehr so oft. Lewandowski (62.) hätte für die Entscheidung sorgen können. Das holte er später nach.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)