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Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach verliert auch das Krisen-Duell gegen Bayer Leverkusen. Ist Coach Marco Rose nun noch zu halten?

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Die Krise von Borussia Mönchengladbach wird immer heftiger. 

Auch im Duell der kriselnden NRW-Klubs mit Bayer Leverkusen gab es für die Fohlen bei der 0:1 (0:0)-Pleite keine Punkte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

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Gladbach verlor durch den Treffer von Patrik Schick (77.) nach dem angekündigten Wechsel von Marco Rose nach Dortmund auch das fünfte Pflichtspiel in Serie und liegt nun sieben Punkte hinter Leverkusen zurück. Bayer meldet sich hingegen im Kampf um die Champions League zurück. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Matthäus: "Einige Spieler nicht hinter Rose"

Gladbach-Coach Rose steht damit immer mehr unter Druck. Bei den Fans hat Rose nach der Verkündung seiner Wechsel-Entscheidung kaum Kredit mehr - und sportlich ist das Team immer tiefer in der Krise. 

Laut Lothar Matthäus hat der Borussen-Coach aber auch Teile der Mannschaft nicht mehr hinter sich. "Ich weiß, dass einige Spieler nicht mehr hinter Rose stehen, weil sie enttäuscht von ihm sind", sagte der Rekord-Nationalspieler bei SkyZuvor hatte allerdings Christoph Kramer dementiert, dass es Risse zwischen Trainer und Spielern gebe.

Rose selbst zeigte sich kämpferisch. "Jetzt geht's darum, uns aufzurappeln und uns sammeln, um den Trend umzustoßen. Ich muss vorangehen, indem ich den Jungs vermittle, dass ein paar Dinge gepasst haben. Die Jungs sind auch nur Menschen, die wollen unbedingt."

Trotz der Niederlage steht Sportdirektor Max Eberl weiterhin hinter seinem Trainer: "Wir gehen da weiter durch. Trotzdem war es kein Spiel, das du verlieren musst."

"Uns fehlt der Spaß am Fußball"

Mittelfeldspieler Hannes Wolf analysierte die 90 Minuten: "Leverkusen war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, da hatten wir wenig Zugriff. In der zweiten Halbzeit waren wir aber deutlich besser. Wir kriegen aber wieder so ein dummes Gegentor", sagte Wolf. 

Der 21-Jährige hatte auch einige Gründe für die bittere Serie der Fohlen parat: "Wir tun uns mit der Lockerheit schwer und sind ziemlich verkrampft. Uns fehlen der Spaß und die Freude am Fußball, weil die Ergebnisse in letzter Zeit fehlen. Wir sind immer knapp dran, es laufen aber ein paar Sachen gegen uns. Es fehlen ein paar Prozent. Grundsätzlich haben wir aber genug Selbstvertrauen um zu wissen, dass es auch wieder in die andere Richtung gehen kann."

Die Gastgeber fanden im Borussia-Park nur schwer ins Spiel. Den Gladbachern war die Müdigkeit nach dem Pokal-Kampf gegen Borussia Dortmund (0:1) in der Anfangsphase anzumerken. Leverkusen dominierte, ließ den Ball laufen und erarbeitete sich eine Serie von Eckbällen. Richtig gefährlich wurden die Gäste erstmals in der 17. Minute, Moussa Diaby scheiterte aber an Torhüter Yann Sommer.

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Nach rund 20 Minuten investierten auch die Fohlen mehr in ihr Offensivspiel und kamen durch Alassane Plea (21.) zum ersten Abschluss. Insgesamt tat sich die Borussia aber schwer. Es mangelte an Kreativität und Tempo. Der gesperrte Kapitän Lars Stindl wurde schmerzlich vermisst.

VAR kassiert Foulelfmeter für Gladbach

Leverkusen agierte zielstrebiger und zeigte die reifere Spielanlage, auch wenn Trainer Peter Bosz zahlreiche Spieler ersetzten musste. Die größte Chance zur Führung in der ersten Halbzeit bot sich Diaby. Nach einem Konter fand der flinke Außenstürmer aber erneut in Sommer seinen Meister (32.).

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Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs war bei beiden Teams eine gewisse Verunsicherung aufgrund der fehlenden Erfolgserlebnisse in den vergangenen Wochen spürbar. Von einem Offensivspektakel wie im Hinspiel, das Leverkusen mit 4:3 gewann, war man weit entfernt.

Bayer wurde in Ansätzen immer wieder über die Flügelspieler Demarai Gray und Diaby gefährlich. Bei Gladbach sorgte Stindl-Vertreter Hannes Wolf immerhin mal wieder für einen Abschluss (54.). Das Niveau blieb aber überschaubar.

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Ein von Schiedsrichter Daniel Siebert gegen Leverkusen verhängter Foulelfmeter wurde nach dem Eingriff des Video-Assistenten Tobias Welz wieder zurückgenommen, da der Gladbacher Valentino Lazaro zuvor im Abseits stand (57.). Die erste gute Gelegenheit der Gäste im zweiten Durchgang vergab Nadiem Amiri nach schöner Vorarbeit von Diaby (67.).