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Uli Hoeneß wechselt die Fronten und wird TV-Experte. Der ehemalige Bayern-Macher wird Spiele der deutschen Nationalmannschaft kommentieren.

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Das kommt aus dem Nichts: Uli Hoeneß geht unter die TV-Experten. 

Der Ehrenpräsident des FC Bayern wird bei RTL im März die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft analysieren. Dies gab der TV-Sender am Freitag bekannt. (SERVICE: Alles zur Nationalmannschaft)

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Das DFB-Team trifft in den anstehenden WM-Qualfikationsspielen auf Island, Rumänien und Nordmazedonien. Seine Premiere in ungewohnter Rolle wird Hoeneß am 25. März feiern, wenn er an der Seite von Florian König - dem zukünftigen Moderator des CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 - aus einen Studio in Köln berichtet. Die aktuelle Corona-Lage lasse einen Auftritt aus dem jeweiligen Studio nicht zu, heißt es in der Erklärung von RTL. (SERVICE: Termine und Ergebnisse der Nationalmannschaft)

"Ich freue mich sehr auf diese interessante Aufgabe, die ja auch für mich etwas ganz Neues ist", wird Hoeneß darin zitiert: "Wir alle wünschen uns, dass uns die deutsche Nationalmannschaft mit ihren Auftritten begeistert - und sich natürlich für die anstehende Weltmeisterschaft qualifiziert."

Der CHECK24 Doppelpass mit Nils Petersen, Heribert Bruchhagen und Markus Babbel am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

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Hoeneß macht Fans Versprechen

Er sei auf seine Spiele und seine neue Rolle gespannt: "Wer mich kennt, weiß, dass ich jede Aufgabe, die ich annehme, immer mit 100 Prozent ausfülle, und das verspreche ich auch in diesem Fall den Fans und Zuschauern zuhause vor dem Fernseher."

Bei den Bayern hatte Hoeneß sein Ämter als Präsident und als Vorsitzender des Aufsichtsrates im November 2019 niedergelegt. Zwar ist er als einfaches Mitglied weiter im Kontrollgremium der Bayern vertreten, dennoch sind öffentliche Auftritte und Wortmeldungen der einstigen "Abteilung Attacke" seltener geworden. 

Nun kehrt er also als TV-Experte ins Rampenlicht zurück. In einer Rolle, die wohl kaum ein Fußball-Fan jemals für möglich gehalten hätte.

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Hoeneß wettert gegen Berater

Zuletzt hatte der stets meinungsstarke Bayern-Ehrenpräsident mit einer Breitseite gegen den Berufsstand der Berater im Fußball für Aufsehen gesorgt.

"Heute gibt es kaum mehr einen Spieler, der selbst verhandelt, der bei diesen Gesprächen überhaupt dabei ist. Es wäre doch angebracht, wenn auch die Spieler dabei sind. Damit sie selbst merken, was läuft", sagte Hoeneß im Buch "Für die Helden von morgen" des ehemaligen Skifahrers Felix Neureuther.

"Als Paul Breitner und ich damals unsere Verträge verhandelt haben, da sind wir selbst am Tisch gesessen, da war kein anderer für uns dabei. Da haben wir uns gefetzt, aber wir haben uns das alles selbst ausgemacht", erklärte Hoeneß: "Ich sehe das Problem bei den heutigen Spielern vor allem darin, dass sie durch ihre Berater ein bisschen und immer mehr fremdgesteuert werden. Die Berater haben leider nicht immer den Vorteil der Spieler im Auge, sondern viel mehr den eigenen."

Dass Hoeneß Beratern gegenüber nicht gut zu sprechen ist, ist spätestens seit seinem Auftritt im CHECK24 Doppelpass am 13. September 2020 kein Geheimnis mehr. Damals bezeichnete er den Berater von David Alaba, Pini Zahavi, als "geldgierigen Piranha".