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Mit Wolfsburg rockt Ridle Baku derzeit die Bundesliga. Bei SPORT1 spricht der 21-Jährige über die Nationalmannschaft, den Kampf um die Champions League und Bayern-Gerüchte.

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Ridle Baku ist einer der Gründe, warum es beim VfL Wolfsburg derzeit so gut läuft.

Der U-21-Nationalspieler, der im vergangenen Sommer aus Mainz kam, ist voll eingeschlagen und liegt mit den Wölfen auf Champions-League-Kurs. Am Sonntag trifft der VfL mit Borussia Mönchengladbach auf einen Konkurrenten um die Königsklasse (ab 18 Uhr im LIVETICKER).

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Bei SPORT1 erklärt Baku seine Entwicklung mit Wolfsburg, sein Debüt in der Nationalmannschaft und grassierende Bayern-Gerüchte.

Der CHECK24 Doppelpass mit Arne Friedrich und Karl-Heinz Riedle - am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

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Ridle Baku über... 

... seine Entwicklung in Wolfsburg:

“Es ging rasend schnell. Von der Raststätte in die Bundesliga. In Mainz haben wir oft gegen den Abstieg gespielt, da habe ich Erfahrung sammeln können. Jetzt beim VfL und kann mich auch international entwickeln, habe auch in der A-Nationalmannschaft debütiert. Das alles ist super für meine Entwicklung, die aber noch nicht abgeschlossen ist. Es kann sein, dass es weiter nach oben geht, aber das weiß man letztendlich nicht. Es war das erste Mal, dass ich raus aus meiner Komfortzone gegangen bin. Anfangs war vieles neu, ich musste erst einmal ankommen, das Level war höher. Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen. Wenn man sich die letzten sechs Monate anschaut, kann man schon sehr zufrieden sein und auf diesem Weg möchte ich bleiben. Hier ist eine sehr gut Anlaufstelle für junge Spieler, den nächsten Schritt zu gehen und sich hier in Ruhe weiterentwickeln zu können und irgendwann vielleicht  den Sprung zu einem Top-Verein zu schaffen. Der Verein ist sehr gut aufstellt. Es ist nicht Bayern München oder Real Madrid, wo so viel auf einen geschaut wird. Auch von den Medien her ist es ruhiger. Das ist für junge Spieler super, dass man sich einfach nur auf den Fußball konzentrieren kann."

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

... den Kampf um einen Champions-League-Platz: 

"Hätte uns das vorher jemand gesagt, hätten wir das dankend angenommen. Wir stehen sehr gut da und spielen eine sehr gute Saison. Es sind aber noch einige Spiele zu spielen, die Konkurrenz da oben ist groß und man muss wirklich kontinuierlich Punkte holen. Mit Gladbach ist unser nächster Gegner ein direkter Konkurrent, den wir auf Distanz halten wollen. Wenn wir dauerhaft oben spielen wollen, sollte unser Anspruch sein, auch solche Gegner zu schlagen. Dass wir in dieser Saison nicht international spielen, ist einerseits ärgerlich, andererseits haben wir noch mehr Zeit, um das Spielsystem des Trainers auf den Platz zu bringen. Da haben wir den einen oder anderen Tag mehr, um an Kleinigkeiten zu feilen. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Andere Mannschaften wie Gladbach oder Dortmund haben diese Zeit nicht und haben in den kommenden Wochen wichtige Spiele. Das kann uns natürlich ein Stück weit in die Karten spielen. Dass die anderen mehr Belastung haben als wir könnte am Ende ein kleiner Vorteil sein. Mit Platz drei qualifiziert man sich für die CL, das haben wir registriert, aber es bringt nichts, davon zu träumen, wenn wir es am Ende nicht schaffen können. Wir sind gelassen und wollen Woche per Woche performen. Champions League wäre auch für mich der nächste Schritt, ich will auf jeden Fall international spielen, das ist mein Anspruch. Wenn man sich unsere Entwicklung anschaut und wir so weiterspielen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir in der Tabellenregion, in der wir aktuell sind, bleiben. Dann bin ich mir ziemlich sicher, dass wir international vertreten sind, ob es dann CL oder EL ist, kann man jetzt noch nicht sagen.“

... sein Debüt in der Nationalmannschaft:

"Ich habe es nach dem Hoffenheim-Spiel erfahren. Da ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Auch, dass ich dann direkt gespielt habe und wir das Spiel gewonnen haben, war ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann. Wenn man diese Luft einmal geschnuppert hat, möchte man auch wiederkommen. Das ist eines meiner Ziele. Es sind dieses Jahr einige Turniere, U21-EM, Olympia und die EM der A-Nationalmannschaft, wo ich überall spielen könnte. Wenn ich hier die Basis durch Leistung lege, spiele ich mich in den Kreis. Wenn es am Ende die EM ist, würde ich nicht Nein sagen. Ich lass es auf mich zukommen, bin da sehr entspannt und fokussiere mich auf mich selbst. Aber es wäre definitiv ein Traum.“

...seine neu entdeckte Torgefahr (bislang vier Treffer in der Bundesliga): 

"Das überrascht mich ein Stück weit selbst. Bei meiner vorherigen Station war ich nicht so der Goalgetter und war mehr damit beschäftigt, das Tor zu verteidigen. Jetzt steh ich in der vordersten Position und bin froh, dass ich der Mannschaft mit Toren und Assists helfen kann, damit wir uns in den vorderen Plätzen etablieren können. Ich fühl mich sehr, sehr wohl auf dem Platz. Vieles gelingt mir schon sehr gut. Die Harmonie vorne stimmt. Da haben wir sehr gute Spieler, der Konkurrenzkampf pusht einen nach vorne. Ich bin einfach sehr zufrieden.“

... seine Stärken:

"Ich kann auf mehreren Positionen spielen und habe einen Offensiv-Drang, den ich ausleben möchte. Das kann ich beim VfL umsetzen. Dass ich 1-gegen-1-Situationen und den Torabschluss drauf  hab, konnte ich auch schon zeigen. Natürlich gibt es Dinge, wo ich mich verbessern kann, um ein Top-Spieler zu werden. Ich fühle mich vorne wie hinten wohl, Hauptsache es ist die rechte Seite."

... seinen Ex-Klub Mainz 05:

"Ich verfolge es schon ein Stück weit. Sie befinden sich leider nicht in so schönen Regionen wie wir aber sie haben sich jetzt sehr gut aufgestellt und neue Strukturen mit Christian Heidel, Martin Schmidt und Bo Svensson geschaffen. Ich würde ihnen gönnen, dass sie es schaffen, die Klasse zu halten. Wenn wir am letzten Spieltag gegen Mainz spielen, hoffe ich, dass sie zu dem Zeitpunkt entweder schon sicher dringeblieben oder abgestiegen sind. Ich hoffe aber natürlich, dass ich mit ihnen feiern kann."

... Gerüchte, er hätte auch zum FC Bayern wechseln können:

"Ich hatte mich zu der Zeit bereits für den VfL entschieden, sodass es Richtung Bayern gar keine Gedanken gab."