Leipzig: Ein Abend der gemischten Gefühle
Leipzig: Ein Abend der gemischten Gefühle © AFP/SID/ANNEGRET HILSE
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RB Leipzig ist in der Bundesliga wieder näher an Tabellenführer Bayern München herangerückt, muss aber endgültig auf Abwehrchef Upamecano verzichten.

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RB Leipzig ist in der Fußball-Bundesliga wieder näher an Tabellenführer Bayern München herangerückt, muss aber endgültig auf Abwehrchef Dayot Upamecano verzichten. Der Tabellenzweite setzte sich zu Hause im Leipziger Kühlhaus bei minus acht Grad gegen den FC Augsburg verdient mit 2:1 (2:0) durch und verkürzte den Rückstand zu den Bayern zumindest vorläufig auf vier Punkte.

Der Spanier Dani Olmo (38./Foulelfmeter) und Christopher Nkunku (43.) mit seinem vierten Saisontor erzielten die Treffer für Sachsen. Augsburg verkürzte durch Daniel Caligiuri (76./Foulelfmeter). Die Bayern beenden am Montag den 21. Spieltag mit dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (20.30 Uhr).

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Abwehrchef Upamecano (22) stand gegen Augsburg nicht in der Startelf, war aber der Mann des Abends. Während des Spiels bestätigten die Bayern den Wechsel. "Wir haben über viele Monate sehr gute, intensive und professionelle Gespräche mit Dayot und seinem Berater Volker Struth geführt", sagte Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic der Bild-Zeitung: "Upamecano ist ein junger Spieler, dessen Qualitäten bereits außergewöhnlich entwickelt sind."

Dank einer Ausstiegsklausel ist der Wechsel für 42,5 Millionen Euro möglich. Auch der FC Liverpool und der FC Chelsea sollen Interesse gezeigt haben. Bei den Bayern wird der französische Nationalspieler David Alaba ersetzen und die Abwehr des Klub-Weltmeisters weiter verjüngen.

RB-Sportdirektor Markus Krösche wollte den Deal in der Halbzeit noch nicht bestätigen. "Grundsätzlich ist es so, dass Upamecano eine Ausstiegsklausel hat - mehr kann ich dazu nicht sagen", sagte Krösche.

Gegen Augsburg schaute Upamecano zu, sollte für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstag gegen den FC Liverpool in Budapest (21.00 Uhr/Sky) geschont werden. Doch auch ohne ihren Abwehr-Boss hatten die Leipziger das Spiel sicher im Griff und waren trotz der Eiseskälte schnell auf Betriebstemperatur.

Augsburg indes zeigte eine biedere Vorstellung, die Diskussionen um Trainer Heiko Herrlich dürften erneut an Schärfe zunehmen, obwohl Manager Stefan Reuter zuletzt ein klares Bekenntnis zum Trainer abgab.

Augsburg hatte große Mühe mit dem Leipziger Tempo, wusste sich einige Male nur mit Fouls zu helfen. Kapitän Jeffrey Gouweleeuw und Marek Suchy sahen früh Gelb, wobei Suchys Einsatz gegen Willi Orban eigentlich hätte mit Rot bestraft werden müssen. Der Angriff des Augsburgers galt nur dem Spieler, Orban konnte dennoch weitermachen.

Mitte der ersten Halbzeit wurde es hektisch. Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) zeigte nach einem angeblichen Foul von Augsburgs Reece Oxford an Nordi Mukiele auf den Punkt. FCA-Keeper Rafal Gikiewicz kassierte wegen Meckerns die Gelbe Karte. Den Strafstoß von Olmo konnte Gikiewicz parieren, er stand dabei aber nicht auf der Linie. Im zweiten Versuch verwandelte Olmo sicher.

Kurz vor der Pause zeigte die Gäste-Abwehr wieder große Schwächen, Oxford bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Leipzigs Yussuf Poulsen sprintete dazwischen und legte auf Nkunku, der zum 2:0 einschoss.

Im zweiten Durchgang verflachte die Partie ein wenig, Leipzig blieb aber die überlegene Mannschaft und ließ kaum Chancen der Gäste zu.