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Bei seinem Debüt für Hertha BSC gegen die Bayern deutet Sami Khedira an, dass er eine wichtige Rolle im Abstiegskampf spielen kann. Auch ein anderer Neuzugang überzeugt.

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Nicht einmal zehn Minuten brauchte Sami Khedira, um bei seiner Bundesliga-Rückkehr ein erstes Zeichen zu setzen.

Der neue Hertha-Star war bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern in der 81. Minute eingewechselt worden und holte sich wenig später gleich seine erste Gelbe Karte ab. 

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Beim Streit um einen banalen Einwurf meckerte Khedira so laut, dass ihn Schiedsrichter Robert Schröder verwarnte. Zwar gelang es dem Weltmeister von 2014 nicht mehr, dem Spiel eine entscheidende Wende zu geben, doch der Mittelfeldstar war gleich im Geschehen drin.

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Am Ende standen zehn Ballkontakte und vier Zweikämpfe (zwei davon gewonnen) auf Khediras Statistikzettel. (SERVICE: Alles zur Bundesliga).

Khedira: "Es war kurz, aber unheimlich gut"

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"Es war kurz, aber unheimlich gut, allein hier wieder im Stadion zu sein, gebraucht zu werden", sagte der 33-Jährige, der bis zum Saisonende von Juventus Turin nach Berlin verliehen wurde. "Ich bin froh und glücklich, bei der Mannschaft zu sein, aber nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Und das zählt am Ende des Tages."

Dass die Hertha nicht wenigstens einen Punkt im Olympiastadion behielt, lag an der mangelnden Nervenstärke ihrer Stürmer. Zunächst scheiterte Dodi Lukebakio an Manuel Neuer, in der 89. Minute versiebte Matheus Cunha die Riesenchance, als er alleine auf den Bayern-Keeper zulief und den Ball neben den Pfosten lupfte.

Der CHECK24 Doppelpass mit Nils Petersen, Heribert Bruchhagen und Markus Babbel am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

"Wir haben in der 3. Minute und kurz vor Schluss Riesenchancen gehabt", haderte Khedira. "Wir wussten um die Schwächen der Bayern. Das haben wir gut umgesetzt. Es hat am Ende die Kaltschnäuzigkeit gespielt. Aber wenn wir so arbeiten und spielen, werden wir in den nächsten Wochen definitiv die Punkte holen."

Radonjic überzeugt bei Hertha-Debüt

Aber nicht nur wegen Khedira darf sich Hertha-Trainer Pal Dardai Hoffnungen auf eine Trendwende machen - auch der zweite namhafte Neuzugang deutete bereits an, dass er eine Verstärkung ist. Während seines 30-minütigen Einsatzes brachte Nemanja Radonjic mit seinen Sololäufen die Bayern-Abwehr trotz der eisigen Temperaturen mächtig ins Schwitzen.  

Khedira, dessen bislang letztes Bundesligaspiel über zehn Jahre zurücklag, wird nach eigenen Aussagen noch einige Wochen benötigen, um auf sein volles Leistungsvermögen zu kommen. Weil er bei Juventus unter Trainer Andrea Pirlo keine Chance mehr hatte, blieb er in der laufenden Saison völlig ohne Spielpraxis.

"Ich weiß, dass ich Trainingseinheiten brauche, dass ich Spielzeiten brauche. Es war für mich eine schwierige Zeit", sagt er. Schwierig sieht es derzeit auch im Abstiegskampf für die Hertha aus, die am Sonntag auf den Relegationsplatz abrutschen könnte. 

Dennoch ist Khedira nach seinem Debüt in Berlin nicht bange. "Die Mannschaft ist intakt, die Mannschaft ist gut. Das wichtigste ist der Teamgeist."