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Der FC Schalke löst den Vertrag mit einem seiner freigestellten Trainer auf. Ein anderer Ex-Coach bezieht dagegen weiterhin sein Gehalt.

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Der FC Schalke 04 und Ex-Trainer Manuel Baum haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. 

Wie Sportvorstand Jochen Schneider, dessen eigenes Arbeitspapier zum Saisonende ebenfalls aufgelöst wird, bekannt gab, steht Baum nicht mehr auf der Gehaltsliste der finanziell und sportlich schwer angeschlagenen Schalker. 

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Bei einer digitalen Diskussionsveranstaltung mit Klubmitgliedern am Dienstag verriet Schneider dabei auch, dass der Vertrag des ehemaligen Coachs ohnehin nur bis Ende der aktuellen Spielzeit datiert war. Nur im Falle eines Klassenerhalts wäre der Vertrag auch für die nächste Saison noch gültig gewesen.

Wagners Vertrag läuft noch

Baum selbst soll an der Vertragsauflösung interessiert gewesen sein, weil er wieder laut WAZ nun wieder als TV-Experte bei Sky arbeiten wird. 

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Schalke liegt als Tabellenletzter der Bundesliga neun Punkte hinter dem Relegationsrang. Baum war einer von insgesamt vier Trainern, die in der laufenden Saison bereits das Sagen an der Seitenlinie von Königsblau hatten. Er hatte David Wagner beerbt, der nach wie vor vertraglich an den Verein gebunden ist. In seinem Fall hatte man sich auf eine Zusammenarbeit bis 2022 geeinigt. Diversen Medienberichten zufolge verdient Wagner nach wie vor rund 200.000 Euro pro Monat. 

Die Freistellung von Wagner sei dabei unausweichlich gewesen, sagte Schneider. Schon der erste Spieltag und das Duell bei Bayern München sei ein Knackpunkt gewesen: "Dann hat uns dieses 8:0 in München das Ding hier wie ein Kartenhaus zusammengehauen. Wir haben es dann gegen Bremen nochmal versucht, aber das war auch keine gute Leistung, und dann musste man David Wagner nur in die Augen schauen und es war für uns alle klar, es macht nur Sinn, einen Wechsel herbeizuführen." 

Schneider: Fühle mich nicht bedroht

Erfolg wollte sich bekanntlich auch unter dessen Nachfolgern nicht einstellen. "Für mich ist es nach wie vor nicht nachvollziehbar, wie man mit dieser Mannschaft 30 Spiele nicht gewinnen kann", sagte Schneider. Am vergangenen Freitag hatten die Fans ihrem Unmut Luft gemacht und vor der Geschäftsstelle der Schalke den Rauswurf Schneiders gefordert. 

"Ich hab Verständnis für den Frust der Fans angesichts der Leistungen, die wir nunmehr seit zwölf Monaten zeigen, spätestens aber seit dem Restart der Bundesliga Mitte Mai", erklärte der Noch-Vorstand. Das sei sei Schalke nicht würdig. "Ich hab mich am Freitag zu keiner Zeit bedroht gefühlt, was ich gelesen hab, das war nicht der Fall."