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In einem Interview erklärt Manuel Neuer, was ihn in Eins-gegen-eins-Situationen stark macht und warum er Psychospiele mit Cristiano Ronaldo besonders liebt.

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Wenn Manuel Neuer auf dem Platz steht, dann geht es für den Torhüter des FC Bayern meist darum, Eins-gegen-eins-Situationen nicht zuzulassen. Kommt der Welttorhüter aber doch in die Situation, versucht er sie zu seinen Bedingungen auszuspielen.

"Wenn ich direkt nach der Ballannahme am Gegner bin, hat er mich oft gar nicht kommen sehen und kaum Zeit für eine Reaktion. Auf diese Art vereitle ich oft hundertprozentige Torchancen bereits weit im Vorfeld, ehe überhaupt gefährliche Situationen entstehen können", erklärt der 34-Jährige in 51, dem Mitgliedermagazin des Rekordmeisters.

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"Das Entscheidende als Torwart ist immer deine Position zum Stürmer. Schrittfolgen beim Herauslaufen, Winkel verkürzen, darum geht es – es gibt viele Möglichkeiten für einen Torwart, dem Gegner das Toreschießen aktiv schwerer zu machen."

Und dabei spielt es für Neuer auch keine Rolle, ob ihm dabei ein wenig namhafter Stürmer aus der Bundesliga oder Cristiano Ronaldo gegenübersteht.

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"Der Unterschied ist, dass ich Cristiano Ronaldo inzwischen aus unseren vielen Duellen besser kenne als viele andere. Ich sage da jetzt nicht, oh, da kommt Ronaldo, ich habe Angst", erklärte der Torhüter.

Neuer hat vor CR7 keine Angst

"Das Eins-zu-eins-Duell mit egal welchem Stürmer ist immer ein Psychospielchen, und mir gefällt diese spezielle Herausforderung: Das kann der entscheidende Moment in einem Spiel sein, und da musst du dich beweisen. Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht scharf auf solche Situationen, ich denke ja in erster Linie an die Mannschaft. Und uns allen ist es lieber, wenn der Ball auf der anderen Seite des Spielfelds zirkuliert. Aber wenn ich mich beweisen kann, will ich da sein. Dafür bin ich ja Leistungssportler."

Bewiesen hat sich Neuer auch im Jahr 2018, als er mit einer Alpenüberquerung eine Herausforderung abseits des Fußballs annahm. Mit zwei Mitstreitern überwand der Keeper in fünf Tagen rund 600 Kilometer und 10.000 Höhenmeter.

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"Das war eine ziemlich coole Herausforderung, sowohl sportlich als auch für unsere Gruppe. Wir waren alle auf einem hohen Fitnesslevel, und dann war es interessant zu erleben, wie man bei so einer Tour an seine Grenzen stößt – in jedem Bereich, physisch wie psychisch. Es ist ein Auf und Ab, im wahrsten Sinne, und das auch aus gruppendynamischer Sicht", erinnert sich der zweimalige Champions-League-Sieger zurück.

Nun wartet auf den Weltmeister von 2014 aber erst einmal wieder eine berufliche Herausforderung. Ab dem 9. Februar spielt Neuer mit dem FC Bayern in Katar um den Titel bei der Klub-WM.