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Eintracht Frankfurt befindet sich weiter auf dem Höhenflug. Doch Luka Jovic kann dabei noch nicht die von ihm erhoffte Rolle einnehmen.

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Kaum war der Abpfiff ertönt, da nahm Luka Jovic die Beine in die Hand und schritt eilig Richtung Kabine.

Ein Lächeln? War nicht zu erkennen. Freude über den 2:0-Sieg von Eintracht Frankfurt? Sieht etwas anders aus.

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Der 23-Jährige musste auch gegen den 1. FC Köln wieder 70 Minuten auf seinen Einsatz warten, Trainer Adi Hütter vertraut weiterhin auf zwei Spielmacher hinter Topstürmer André Silva.

Der Portugiese spielt aktuell die Saison seines Lebens, gegen die phasenweise überforderten Rheinländer traf er bereits zum 18. Mal. (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Silva lässt Hütter keine Möglichkeit, ihm eine Pause zu geben. Der 25-Jährige belegt in der Torjägerliste den zweiten Platz hinter Robert Lewandowski, zudem arbeitet er hart für die Mannschaft und lässt sich von vergebenen Chancen nicht aus der Ruhe bringen.

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Eintracht-Trainer kann Ärger der Ersatzspieler verstehen

Da auch Daichi Kamada und Amin Younes stark agieren und Silva dadurch herausragend in Szene setzen, muss sich Jovic weiter gedulden. Doch wie lange bleibt die Leihgabe von Real Madrid noch ruhig?

Gegen Köln war Jovic in 20 Minuten 14 Mal am Ball, er verteilte ein paar Bälle, kam aber nicht in die gefährliche Zone. Die gegnerischen Abwehrreihen nehmen ihn hart in die Mangel, er hat auf dem Feld kaum Raum für seine Aktionen.

Jeder Trainer weiß um Jovics Qualitäten, der trotzdem drei Treffer in sechs Einsätzen erzielt hat. Dennoch ergibt die Rechnung derzeit eine Portion Frust. (SERVICE: Ergebnisse der Bundesliga)

"Ich kann mich in jeden Spieler hineinversetzen. Die Spieler trainieren die ganze Woche hervorragend, das Niveau des Trainings ist sehr hoch. Doch des einen Freud ist des anderen Leid", erklärte Hütter auf Nachfrage von SPORT1.

Der Trainer müsse nun auch die Ersatzspieler bei Laune halten: "Natürlich ist Luka nicht ganz happy, weil er gerne länger gespielt hätte. Ich kann das akzeptieren."

Trainer-Legende macht Jovic wenig Hoffnung

Trainer-Legende Dragoslav Stepanovic, der bei der Eintracht noch immer genau hinschaut und ein Auge auf Jovic wirft, stellt bei SPORT1 fest: "Hütter hat wieder eine Mannschaft geformt und ein System gefunden, welches wunderbar funktioniert. Luka Jovic muss hoffen, dass Hütter irgendwann umstellen und mit zwei Spitzen spielen muss."

Stepanovic mahnte aber zur Geduld: "Solange Silva trifft, glaube ich nicht, dass Hütter das System wechselt und mit zwei Spitzen spielen lässt."

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Nach seinem Raketenstart mit zwei Treffern gegen Schalke 04 hat sich Jovic selbst möglicherweise schon etwas weitergesehen. Doch die Rückstände sind noch nicht aufgeholt, die Zeit bei Real hat körperlich und sicherlich auch mental Spuren hinterlassen.

"Das ist natürlich keine schöne Zeit für einen Spieler, der so lange nicht gespielt hat", bedauert auch Stepanovic. Doch Hütter ist als Kommunikator gefragt. Der 51-Jährige wird deshalb nicht nervös: "Luka wird uns noch helfen, da bin ich mir ganz sicher."

Möglicherweise schon beim Spitzenspiel am kommenden Samstag gegen den FC Bayern München.